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Kolumne: A² - alles Agile

Kolumne: A² - alles Agile


Die sieben Prinzipien, die sieben Themen und die sieben Prozesse bilden das Rückgrat von PRINCE2. Qualität, Pläne, Business Case und Organisation wurden in den vergangenen Teilen bereits behandelt, bleiben noch Risiko, Änderungen und Fortschritt. In dieser Kolumne wird die Risikobetrachtung von PRINCE2 behandelt. Sämtliche Prinzipien, Themen und Prozesse dienen PRINCE2 als Grundlage und werden entsprechend an einen agilen Kontext angepasst.

Risiko

Die Risikobetrachtung in PRINCE2 ist klassischen Projektmanagementmethoden ähnlich, wird aber nicht immer mit der nötigen Sorgfalt betrachtet. Für das Prinzip einer fortlaufenden geschäftlichen Rechtfertigung ist eine genaue Betrachtung unerlässlich. Als Risiko ist hierbei ein Ergebnis definiert, dessen Eintreten ungewiss ist, das bei Eintritt aber Einfluss auf das Projekt haben wird. Die Abgrenzung zu „erwartete negative Nebeneffekte“ ist, dass das Eintreten dieser sicher ist (vgl. Abschnitt „Business Case“).

Ein Risiko ist im allgemeinen Sprachgebrauch ein Ereignis, das negative Auswirkungen hat. In der Risikobetrachtung werden jedoch auch Ergebnisse analysiert, die positive Auswirkungen haben. Diese positiven Ereignisse sind als Chancen zu sehen und werden entsprechend auch so genannt. Risiken müssen genau definiert werden, hierzu genügt in der Regel nicht nur ein Wort. Eine vollständige Risikodefinition besteht aus einer Risikoursache – also einem Auslöser –, einem Risikoergebnis und der daraus resultierenden Auswirkung.

Risikomanagementverfahren

PRINCE2 sieht wie bei vielen Themen auch beim Risikomanagement ein zyklisches Verfahren vor, das aus fünf Aktivitäten besteht, die im gesamten Projektverlauf immer wieder zur Risikobewertung ausgeführt werden. Die Aktivitäten können wie folgt beschrieben werden: Identifizieren, Bewerten, Planen, Implementieren und Kommunizieren.

Identifizieren

Die Aktivität „Identifizieren“ teilt sich in zwei Schritte auf: den Kontext identifizieren und das Risiko identifizieren. Im Schritt „Kontext identifizieren“ geht es darum, das Projektumfeld zu analysieren und Informationen darüber zusammenzutragen. Fragen, die beantwortet werden sollten, sind beispielsweise:

  • Welche Stakeholder gibt es und wie sind sie im Projekt eingebunden?

  • Wie sieht das organisatorische Umfeld aus?

  • Welche Erwartung hat der Kunde an das Projekt?

  • Welche Bedeutung hat das Projekt für den Kunden?

Alle gesammelten Informationen werden in der Risikomanagementstrategie dokumentiert. Besonders den Stake­holdern s...

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