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Agile Softwareentwicklung mit dem Scrum-Framework

8 Tipps zum effektiven Einsatz von Scrum


Scrum definiert klare Rollen, Zuständigkeiten und Events innerhalb eines Softwareprojekts. Ziel des Frameworks ist eine konstante Steigerung der Produktivität. Die wird vor allem durch eine kontinuierliche und zielgerichtete Kommunikation erreicht. Bei der Umsetzung von Scrum im eigenen Unternehmen bieten diese acht praxisbezogenen Tipps eine gute Hilfestellung.

„Scrum creates a good framework to organize teams, and provide transparency in order to improve and enhance communication“ [1]. In diesem Zitat steckt die Quintessenz einer Methodik, die zuerst die Softwareentwicklung und inzwischen viele weitere Unternehmensbereiche revolutioniert hat. Das Prinzip klingt einleuchtend: Arbeit in einem Team ist vor allem effizient bei vorhandener Transparenz der Aufgaben und Prozesse und guter Kommunikation zwischen den Teammitgliedern. Entscheidend ist es nun, Scrum im Team zu leben. Dafür reicht es nicht, dass jeder die Definition der Begriffe kennt. Es ist wichtig, das Warum und Wieso zu verstehen und zu verinnerlichen. Im Folgenden werden daher die wichtigsten Grundprinzipien beleuchtet.

Heutzutage wird agiles Projektmanagement von vielen Unternehmen als Aushängeschild verwendet. Dabei gibt es verschiedenste Ausprägungen von Agilität, die nicht immer zum ersehnten Erfolg führen. Das Besondere an Scrum ist: Es funktioniert sogar dann, wenn man es nicht perfekt anwendet. Wie Jeff Sutherland in seinem Buch „Scrum. The Art of Doing Twice the Work, in Half the Time“ zeigt, lassen sich bei richtiger Anwendung von Scrum Produktivitätssteigerungen von bis zu 400 Prozent erzielen [2]. Welchen Manager würde das nicht überzeugen?

Scrum: Das sind die Basics

Bevor wir jedoch in die vertiefte Materie einsteigen, rufen wir uns noch einmal die wichtigsten Bestandteile von Scrum ins Gedächtnis. Abbildung 1 visualisiert die Kernelemente des Scrum-Prozesses.

unzicker_scrum_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Das Scrum-Framework [3]

In einem Projekt gibt es immer verschiedene Stakeholder. In Scrum geht es dabei vor allem um jene, die eine Produktvision definieren. Diese Vision wird durch den sogenannten Product Owner in einem Product Backlog in Form sogenannter User Stories festgehalten.

Scrum-Rollen

Scrum definiert grundlegend drei Rollen:

  • Das Entwicklerteam entscheidet über das Wie. Es hat die Hoheit darüber, wie die technische Struktur und Funktionsweise abgebildet wird.

  • Der Product Owner entscheidet über das Was. Er hat die Oberaufsicht über das Product Backlog, dessen Inhalte und Priorisierung. Er muss sicherstellen, dass das Team die richtigen Features zur richtigen Zeit entwickelt.

  • Der Scrum Master sichert die korrekte Ausführung des Scrum-Frameworks durch alle Projektbeteiligten. Er sorgt beispielsweise dafür, dass das Team seine Scrum-Meetings unter Einhaltung des vorgegebenen Zeitfensters abhält und der Sprint auch tatsächlich wie geplant realisiert wird. Er ist zudem Vermittler und Unterstützer, beseitigt Hindernisse, sorgt für Informationsfluss zwischen Product Owner und Team, und strebt maximalen Nutzen und ständige Optimierung an. Kurzum, er sorgt dafür, dass der Prozess zielgerichtet verläuft und aus Dynamik nicht Chaos wird.

Iteratives Vorgehen in Sprints

Das Produkt wird im Scrum-Framework iterativ und inkrementell entwickelt, im Rahmen sogenannter Sprints. Das bedeutet, Verbesserungen werden schrittweise durchgeführt und Produkte in Einzelteilen entwickelt und am Ende eines jeden Sprints ausgeliefert.

Die Scrum-Meetings

Am Anfang eines Sprints steht das Backlog Grooming. In diesem Meeting wird der priorisierte Backlog durchgegangen, Anforderungen durchgesprochen und Rückfragen geklärt, um sicherzustellen, dass eine Aufgabe bereit ist, vom Team umgesetzt zu werden. Darauf folgt das Sprint Planning, in dem sich das Team jene Aufgaben aus dem Backlog wählt, die im nächsten Sprint umzusetzen sind und dann das Sprint Backlog bilden. Es ist wichtig, dass das Team nur so viele Aufgaben wählt, wie es innerhalb eines Sprints schaffen kann. Während des Sprints findet das Daily Stand-up statt, ein tägliches, sehr kurzes Meeting (maximal 15 Minuten), in dem sich das Team auf den aktuellen Stand bringt und Probleme angesprochen werden, die nach Zusammentreffen zu lösen sind.

Am Ende eines Sprints stellt das Team in der Sprint Review die fertigen Neuerungen am Produkt vor. Das ermöglicht Feedback durch die Stakeholder, die nun eine funktionsfähige Version des Produkts haben. Ein wichtiges Ziel in Scrum ist die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse. Daher wird in der Sprint-Retrospektive der vergangene Sprint beleuchtet und Verbesserungsvorschläge gemacht, die in den folgenden Sprints zu implementieren sind. Alle Meetings werden in festen Zeitfenstern organisiert, um Endlosbesprechungen vorzubeugen.

Diese Tipps helfen jedem Scrum-Team

Scrum ist schnell verstanden und schwer zu meistern, denn wie so oft steckt der Teufel im Detail. In der Praxis entstehen immer wieder bestimmte Muster, die mithilfe der folgende...

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