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PHP Magazin
Payment Request API mit PHP

Bezahlen im Browser

PayPal, giropay, Kreditkarte, Lastschrift oder Rechnungskauf - jedes Bezahlverfahren ist in der User Journey unterschiedlich umgesetzt. Jeder Shop implementiert einen anderen Check-out-Prozess, der Bezahlvorgang wird teilweise zusätzlich durch involvierte Zahlungsdienstleister beeinflusst. Adress- und Bezahldaten müssen bei jedem Onlineshop separat eingegeben werden. Eine einheitliche User Experience im E-Commerce ist so unmöglich. Eine W3C Candidate Recommendation verspricht Abhilfe.

Simon Gabriel, Sebastian Gebele, Dirk Dorsch


Der Einkaufswagen ist bis obenhin gefüllt, beflügelt vom Einkaufserlebnis und in größter Vorfreude auf die erworbenen Artikel geht es zur Kasse. Nur eine ist besetzt, das Band prall gefüllt, unzählige Menschen stehen bereits in der Schlange. Der Prozess kommt durch das Durchsuchen sämtlicher Hand-, Jacken- und Hosentaschen nach dem Geldbeutel sichtlich ins Stocken. Selbst der letzte Rest Konsumeuphorie wird durch die Gewissheit geraubt, dass weitere Time-outs drohen: „Warten Sie, ich hab’s passend …“

Der Weg zur Kasse birgt eine Spannung in sich, auf die man doch gerne verzichten würde. Im E-Commerce ist der Weg dorthin schneller: ein Klick. Die Spannung indes bleibt. Wie kann ich wohl bezahlen? Wird mein bevorzugtes Bezahlverfahren unterstützt? Muss ich mir unter Umständen doch noch bei einem bekannten Onlinebezahldienst einen Account anlegen? Kreditkarte griffbereit? IBAN auswendig gelernt? Ist diese Hürde genommen, geht es weiter: Versandpartner auswählen, Adresse eingeben – leider ist die Auto-Fill-Funktion nicht korrekt umgesetzt, die Postleitzahl steht in der Hausnummer. Also doch alles eintippen …

Im stationären Handel ist der Bezahlvorgang durch weitere Kassen horizontal skalierbar und lediglich durch die verfügbare Ladenfläche begrenzt. Für den Kunden ist die Kasse, häufig schon die Selbstzahlerkasse, ein Konzept mit hohem Wiedererkennungswert. Das Stehenlassen des vollen Einkaufswagens ist eher selten. Im Onlinehandel ist dieser Wiedererkennungseffekt geringer, Abbrüche kurz vor dem Bezahlen entsprechend häufiger. Die Ursache dafür ist nicht selten, dass sich der Kunde kurz vor dem Ziel im Check-out-Prozess des Onlineshops „verläuft“.

Die W3C-Payment-Request-API-Spezifikation adressiert diese Problematik und überträgt dem Browser die Verwaltung der Adress- und Bezahldaten. Der Check-out-Prozess wird vollständig durch den Browser implementiert und garantiert so eine Konsistenz über verschiedene Shops. Das Credentials-Management einiger Browser bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Daten wie Lieferadresse auch über die Devicegrenze hinaus zu nutzen. Einziger Wermutstropfen: Eine breite Unterstützung bieten die Browser aktuell nur für Kreditkarten. Die Spezifikation setzt aber auf Erweiterbarkeit. Händler – oder ein Payment-Service-Provider (PSP) – können beliebige Zahlungsarten integrieren.

Bezahlen in a Nutshell

Der Bezahlvorgang im klassischen Einzelhandel ist denkbar einfach und kommt, insbesondere beim Bargeldaustausch, mit nur zwei Beteiligten ...

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Bezahlen im Browser

PayPal, giropay, Kreditkarte, Lastschrift oder Rechnungskauf - jedes Bezahlverfahren ist in der User Journey unterschiedlich umgesetzt. Jeder Shop implementiert einen anderen Check-out-Prozess, der Bezahlvorgang wird teilweise zusätzlich durch involvierte Zahlungsdienstleister beeinflusst. Adress- und Bezahldaten müssen bei jedem Onlineshop separat eingegeben werden. Eine einheitliche User Experience im E-Commerce ist so unmöglich. Eine W3C Candidate Recommendation verspricht Abhilfe.

Simon Gabriel, Sebastian Gebele, Dirk Dorsch


Der Einkaufswagen ist bis obenhin gefüllt, beflügelt vom Einkaufserlebnis und in größter Vorfreude auf die erworbenen Artikel geht es zur Kasse. Nur eine ist besetzt, das Band prall gefüllt, unzählige Menschen stehen bereits in der Schlange. Der Prozess kommt durch das Durchsuchen sämtlicher Hand-, Jacken- und Hosentaschen nach dem Geldbeutel sichtlich ins Stocken. Selbst der letzte Rest Konsumeuphorie wird durch die Gewissheit geraubt, dass weitere Time-outs drohen: „Warten Sie, ich hab’s passend …“

Der Weg zur Kasse birgt eine Spannung in sich, auf die man doch gerne verzichten würde. Im E-Commerce ist der Weg dorthin schneller: ein Klick. Die Spannung indes bleibt. Wie kann ich wohl bezahlen? Wird mein bevorzugtes Bezahlverfahren unterstützt? Muss ich mir unter Umständen doch noch bei einem bekannten Onlinebezahldienst einen Account anlegen? Kreditkarte griffbereit? IBAN auswendig gelernt? Ist diese Hürde genommen, geht es weiter: Versandpartner auswählen, Adresse eingeben – leider ist die Auto-Fill-Funktion nicht korrekt umgesetzt, die Postleitzahl steht in der Hausnummer. Also doch alles eintippen …

Im stationären Handel ist der Bezahlvorgang durch weitere Kassen horizontal skalierbar und lediglich durch die verfügbare Ladenfläche begrenzt. Für den Kunden ist die Kasse, häufig schon die Selbstzahlerkasse, ein Konzept mit hohem Wiedererkennungswert. Das Stehenlassen des vollen Einkaufswagens ist eher selten. Im Onlinehandel ist dieser Wiedererkennungseffekt geringer, Abbrüche kurz vor dem Bezahlen entsprechend häufiger. Die Ursache dafür ist nicht selten, dass sich der Kunde kurz vor dem Ziel im Check-out-Prozess des Onlineshops „verläuft“.

Die W3C-Payment-Request-API-Spezifikation adressiert diese Problematik und überträgt dem Browser die Verwaltung der Adress- und Bezahldaten. Der Check-out-Prozess wird vollständig durch den Browser implementiert und garantiert so eine Konsistenz über verschiedene Shops. Das Credentials-Management einiger Browser bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Daten wie Lieferadresse auch über die Devicegrenze hinaus zu nutzen. Einziger Wermutstropfen: Eine breite Unterstützung bieten die Browser aktuell nur für Kreditkarten. Die Spezifikation setzt aber auf Erweiterbarkeit. Händler – oder ein Payment-Service-Provider (PSP) – können beliebige Zahlungsarten integrieren.

Bezahlen in a Nutshell

Der Bezahlvorgang im klassischen Einzelhandel ist denkbar einfach und kommt, insbesondere beim Bargeldaustausch, mit nur zwei Beteiligten ...

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