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PHP Magazin
Agile Fluency: Zone „Strengthening“

Kolumne: A² - alles Agile

Die ersten drei Zonen im Agile-Fluency-Modell [1] - „Focusing“, „Delivering“ und „Optimizing“ - können dazu beitragen, dass Teams und Unternehmen für ihren entsprechenden Kontext passender am Markt agieren können. Fluent in den einzelnen Zonen zu sein, bedeutet, in Stresssituationen nicht in Muster oder Verhalten zu fallen, die nicht dieser Zone entsprechen. Ist ein Team fluent in der Zone „Focusing“, dann verliert es in einer angespannten Situation nicht die Konzentration auf ein Produkt oder, falls das Team Scrum verwendet, während des Sprints nicht das Sprintziel aus den Augen. Passiert das doch, kann nicht davon gesprochen werden, fluent in einer Zone zu sein. Welche Zone von welchen Teams im Unternehmen erreicht wird oder erreicht werden muss, ist abhängig vom Team und dem Kontext, in dem es arbeitet. Es darf nicht das Ziel sein, dass alle Teams ungeachtet ihres Kontexts in gleichen Zonen - zum Beispiel „Optimizing“ - fluent aufgestellt sind.

René Schröder


Tabelle 1 bietet eine Zusammenfassung, was welche Zone im Agile-Fluency-Modell bedeutet und mit welcher Zeit gerechnet werden muss, bis ein Team in dieser Zone fluent sein kann. Diese Zahlen sind als Richt- bzw. Erfahrungswerte und somit nicht statisch zu verstehen.Um in einer Zone gemäß vorheriger Definition fluent zu werden, müssen je nach Zone verschiedene Herausforderungen bewältigt werden. Welche Zone gerade richtig ist, hängt vom entsprechenden Unternehmen ab: Die Zone vor der Focusing-Zone wird oft als Pre-Agile bezeichnet. Hier arbeiten die Teams klassisch, ohne etwaige Agile-Methoden anzuwenden. Die erste Zone, die Focusing-Zone, adressiert die agilen Grundlagen und konzentriert sich auf Transparenz und Teamwork. In dieser Zone wird Erfolg regelmäßig präsentiert, um z. B. eine Investition zu rechtfertigen. Nachhaltige Technikpraktiken werden noch nicht in Angriff genommen. Um in kurzen Abständen (je nach Kundenbedürfnis) liefern zu können, bedarf es technischer Voraussetzungen. Diese werden in der Delivering-Zone geschaffen (z. B. CI/CD, mehr dazu später). Um auf schnelle Marktveränderungen reagieren zu können, bedarf es mehr als der ersten beiden Zonen. Das gesamte Unternehmen (wenn das Unternehmen aus mehr als einem Team besteht) muss sich an sich verändernde Bedingungen schnell anpassen, um gegebenenfalls sogar den Markt selbst zu steuern. Neue Führungsansätze und Praktiken finden in der vierten Zone ihren Platz. Diese Zone richtet sich in allen Belangen auf Innovation und stellt eine mögliche Zukunft von Agile dar.ZoneBenefitInvestmentLearn fromTime to FluencyFocusinggrößere Sichtbarkeit dessen, woran das Team arbeitet, und die Möglichkeit, die Richtung zu wechselnEntwicklung von Teams und ZusammenarbeitsprozessenScrum, Kanban, non-technical XP2-6 MonateDeliveringweniger Fehler und bessere ProdukteEntwicklung von technischen SkillsExtreme Programming, DevOps+3-24 MonateOptimizinghöherwertige Produkte und bessere Produktentscheidungenmehr Entscheidungen ins Team verlagern, auch Businessentscheidungen; Team hat MarktkontaktLean Software Development, Lean Startup, Beyond Budgeting+1-5 JahreStrengtheningübergreifendes Lernen im Team und organisationsübergreifende EntscheidungenEntwicklung neuer, zum Kontext passender AnsätzeOrganisationsdesign und KomplexitätstheorieunbekanntAspekt zwei: Strengthening-Teams teilen passiv und aktiv ihre Fähigkeiten, um andere Teams zu unterstützen oder Hilfe von anderen Teams zu bekommen. Wissenstransfer und Aus...

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Agile Fluency: Zone „Strengthening“

Kolumne: A² - alles Agile

Die ersten drei Zonen im Agile-Fluency-Modell [1] - „Focusing“, „Delivering“ und „Optimizing“ - können dazu beitragen, dass Teams und Unternehmen für ihren entsprechenden Kontext passender am Markt agieren können. Fluent in den einzelnen Zonen zu sein, bedeutet, in Stresssituationen nicht in Muster oder Verhalten zu fallen, die nicht dieser Zone entsprechen. Ist ein Team fluent in der Zone „Focusing“, dann verliert es in einer angespannten Situation nicht die Konzentration auf ein Produkt oder, falls das Team Scrum verwendet, während des Sprints nicht das Sprintziel aus den Augen. Passiert das doch, kann nicht davon gesprochen werden, fluent in einer Zone zu sein. Welche Zone von welchen Teams im Unternehmen erreicht wird oder erreicht werden muss, ist abhängig vom Team und dem Kontext, in dem es arbeitet. Es darf nicht das Ziel sein, dass alle Teams ungeachtet ihres Kontexts in gleichen Zonen - zum Beispiel „Optimizing“ - fluent aufgestellt sind.

René Schröder


Tabelle 1 bietet eine Zusammenfassung, was welche Zone im Agile-Fluency-Modell bedeutet und mit welcher Zeit gerechnet werden muss, bis ein Team in dieser Zone fluent sein kann. Diese Zahlen sind als Richt- bzw. Erfahrungswerte und somit nicht statisch zu verstehen.Um in einer Zone gemäß vorheriger Definition fluent zu werden, müssen je nach Zone verschiedene Herausforderungen bewältigt werden. Welche Zone gerade richtig ist, hängt vom entsprechenden Unternehmen ab: Die Zone vor der Focusing-Zone wird oft als Pre-Agile bezeichnet. Hier arbeiten die Teams klassisch, ohne etwaige Agile-Methoden anzuwenden. Die erste Zone, die Focusing-Zone, adressiert die agilen Grundlagen und konzentriert sich auf Transparenz und Teamwork. In dieser Zone wird Erfolg regelmäßig präsentiert, um z. B. eine Investition zu rechtfertigen. Nachhaltige Technikpraktiken werden noch nicht in Angriff genommen. Um in kurzen Abständen (je nach Kundenbedürfnis) liefern zu können, bedarf es technischer Voraussetzungen. Diese werden in der Delivering-Zone geschaffen (z. B. CI/CD, mehr dazu später). Um auf schnelle Marktveränderungen reagieren zu können, bedarf es mehr als der ersten beiden Zonen. Das gesamte Unternehmen (wenn das Unternehmen aus mehr als einem Team besteht) muss sich an sich verändernde Bedingungen schnell anpassen, um gegebenenfalls sogar den Markt selbst zu steuern. Neue Führungsansätze und Praktiken finden in der vierten Zone ihren Platz. Diese Zone richtet sich in allen Belangen auf Innovation und stellt eine mögliche Zukunft von Agile dar.ZoneBenefitInvestmentLearn fromTime to FluencyFocusinggrößere Sichtbarkeit dessen, woran das Team arbeitet, und die Möglichkeit, die Richtung zu wechselnEntwicklung von Teams und ZusammenarbeitsprozessenScrum, Kanban, non-technical XP2-6 MonateDeliveringweniger Fehler und bessere ProdukteEntwicklung von technischen SkillsExtreme Programming, DevOps+3-24 MonateOptimizinghöherwertige Produkte und bessere Produktentscheidungenmehr Entscheidungen ins Team verlagern, auch Businessentscheidungen; Team hat MarktkontaktLean Software Development, Lean Startup, Beyond Budgeting+1-5 JahreStrengtheningübergreifendes Lernen im Team und organisationsübergreifende EntscheidungenEntwicklung neuer, zum Kontext passender AnsätzeOrganisationsdesign und KomplexitätstheorieunbekanntAspekt zwei: Strengthening-Teams teilen passiv und aktiv ihre Fähigkeiten, um andere Teams zu unterstützen oder Hilfe von anderen Teams zu bekommen. Wissenstransfer und Aus...

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