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Bücher

Full Stack Serverless


Amazon AWS wird von Entwicklern nur allzu oft als virtueller Servershop missbraucht – anstatt der Infrastruktur vor Ort einen neuen Server hinzuzufügen, mietet man einen beim Buchhändler. O’Reilly bringt ein rund 200 Seiten langes Lehrbuch auf den Markt, das Entwicklern den Weg in die neue Zeit ebnen soll. Designparadigma Nummer eins der neuen Welt ist Serverless Computing: ein Konzept, das insbesondere bei dienstälteren Entwicklern als Erstes nur Kopfschütteln auslöst. Nader Dabit beginnt deshalb mit einer Vorstellung der Philosophie des Serverless Computing. Hat der Leser das Buch danach noch nicht aus Wut an die Wand geworfen, folgen eine Erklärung von AWS und eine Demonstration der AWS-Kommandozeilenumgebung. Quereinsteiger nutzen AWS nur allzu gern primär über die Weboberfläche. Eine legitime Vorgehensweise, die sich in der Praxis in Bezug auf Produktivität aber nicht mit dem Kommandozeileninterface messen kann.

Schon aus dem Geschäftsmodell von Cloud-Service-Anbietern folgt, dass sie den Entwickler so nahe und so stark wie möglich an die hauseigenen Dienste anbinden sollen. Die Amplify-Arbeitsumgebung lässt sich deshalb ideal mit Lambda-Funktionen kombinieren, was der Autor auch im Zusammenspiel mit dem Amazon API Gateway zur Realisierung eines Service nutzt, der den PT-Teilnehmer über die aktuellen (fiktiven) Preise einiger Kryptowährungen informiert. Als Nächstes folgen Ausführungen zur GraphQL-Umgebung, die im darauffolgenden dritten Kapitel unter Verwendung des Frameworks React bei der Realisierung eines Kryptowährungsclients Anwendung findet.

Ein traditioneller Kalauer besagt, dass nur mit dem Netz verbundene Systeme (einfach) angreifbar sind – aus der Logik folgt, dass eine serverlose und komplett in der Cloud lebende Applikation mehr Angriffsfläche bietet. Nader Dabit begegnet diesem Problem in zwei Kapiteln, die die von Amazon angebotenen Authentifizierungsdienste vorstellen und ihre Nutzung in komplizierten Szenarien durchspielen. Ein ähnlicher Trend findet sich auch in der Behandlung der Cloud-Funktionen, denen der Autor rund 30 Seiten des mit 184 Gesamtseiten nicht allzu umfangreichen Werks widmet. Fokus der Ausführungen ist dabei die Vorstellung unkonventioneller Anwendungsfälle für das Amazon-Feature: Ein Gutteil der vorgestellten Betriebssituationen liegt abseits des klassischen Makelns von Informationen und geht auch auf Aufgaben ein, die man normalerweise eher lokal erledigen würde.

Liegt eine App in der Cloud, so geht man im Allgeme...

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