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Mit PHP on Chip erweitert sich die IoT-Welt

PHPoC: Eine IoT-Lösung für PHP-Entwickler


Die permanente Weiterentwicklung von Mikrocontrollern hat dafür gesorgt, dass einst Unmögliches möglich wurde. Bei all der Miniaturisierung von Werkzeugen des Internet of Things blieb allerdings der Golden Oldie PHP zurück. Sollae Systems versucht seit 2018, diesem Problem ein Ende zu setzen. Was die als PHPoC, kurz für PHP on Chip, bezeichnete Lösung in der Praxis bringt, wollen wir uns in diesem Artikel gemeinsam ansehen.

Wer die Webseite des südkoreanischen Anbieters Sollae Systems aufruft, bekommt eine Gruppe von Boards und eine Reihe von Resellern angeboten [1]. Der Autor arbeitete in den folgenden Schritten mit dem in Leipzig ansässigen Unternehmen Elektonikladen Microcomputer, als Testplatine entschied er sich für einen PHPoC Blue. Wenn man wie der Autor schon in einem Labor sitzt, bietet es sich bei derartigen Systemen an, als Erstes einen Blick auf die Hauptplatine zu werfen. Dort finden wir einen mit einem Schutzsticker versiegelten Mikrocontroller (Abb. 1). Aus der Logik folgt, dass eine Pinzette den Blick auf die darunterliegenden Chipbezeichnungen freigibt, die uns darüber informiert (Abb. 2), dass wir es hier mit einem Klassiker aus dem Hause SGS Thomson zu tun haben.

hanna_phpoc_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Ist der Sticker entfernt …
hanna_phpoc_2.tif_fmt1.jpgAbb. 2: … offenbart sich des Pudels Kern

Erste Vorbereitungen

Mit dieser Seriennummer können wir uns auf die Suche nach weiteren Informationen über den Controller machen, und auch Rückschlüsse ziehen, wie die Implementierung wahrscheinlich erfolgt. Der STM32F407 ist ein absoluter Evergreen aus dem Hause SGS Thomson, der in der vorliegenden Konfiguration 1 024 Kilobyte ROM und 192 Kilobyte RAM mitbringt. Da es nicht wie auf den von Linux unterstützten Boards zusätzliche externe Speicherchips auf der Platine gibt, ist klar, dass wir es hier nicht mit einem kombinatorischen Prozessrechner zu tun haben.

Weitere Informationen zum Thema finden wir auf der Webseite des Anbieters. Sollae listet dort eine ganze Gruppe von Funktionen der PHP-Syntax auf, die am PHPoC nicht erlaubt sind [2]. So können wir feststellen, dass die Plattform sehr wahrscheinlich auf einem hauseigenen PHP-Interpreter basiert, der mit dem offiziellen PHP-Interpreter bis auf die (sehr ähnliche) Syntax nicht viel zu tun hat. Daraus folgt weiter, dass die Latenzneigung wahrscheinlich relativ positiv ausfallen dürfte. Erspart man sich die bei kombinatorischen Prozessrechnern normalerweise auftretende Makelei zwischen den Kernen, erreichen auch eher performanceschwache Programmierspr...

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