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Kolumne: The Good Parts

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JavaScript entwickelt sich rasant: Eine Bibliothek jagt die nächste, und täglich entstehen neue und beeindruckende Zeugnisse dessen, was möglich ist. Viele Dinge, die noch vor Kurzem als nicht machbar galten, haben mittlerweile das Licht der Welt erblickt. Doch wie steht es um die Weiterentwicklung der Sprache selbst?

Kleiner geschichtlicher Exkurs

Bevor ein Blick in die Zukunft gelingen kann, muss zunächst einmal die Vergangenheit beleuchtet werden. Den Grundstein für das, was heute landläufig als JavaScript bekannt ist, hat Brendan Eich vor fast 17 Jahren bei Netscape gelegt. Damals noch LiveScript genannt, sollte diese interpretierte Sprache eine leichtfüßige Alternative zu Java-Applets für die Entwicklung dynamischer Webinhalte sein. Natürlich dachte damals niemand, am wenigsten Brendan selbst, daran, wie und wofür diese Sprache genutzt werden würde. Noch vor der Veröffentlichung wurde das Projekt aus Gründen des Marketings in JavaScript umbenannt. Dies geschah, obwohl die Sprache selbst in keiner Weise mit Java verwandt ist.

Microsoft griff kurz darauf die Idee dieser interpretierten Websprache auf und ergänzte seinen Internet Explorer um entsprechende Unterstützung. Um Probleme mit dem Namensrecht zu vermeiden, nannte Microsoft seine Umsetzung jedoch zunächst JScript. Eine Vermarktung dieser Technologie fand unter dem Namen Dynamic HTML, oder kurz DHTML statt. Ein Begriff, der einigen Entwicklern immer noch ein Lächeln sowie zugleich ein innerliches Fluchen entlocken kann.

Etwa eineinhalb Jahre nach der initialen Veröffentlichung der Sprache gab Netscape bekannt, diese der ECMA International Organisation zur Berücksichtigung als Industriestandard übergeben zu haben. Nach einem steinigen und etliche Hürden beinhaltenden Weg wurde hieraus schließlich ECMAScript, welches seitdem die offizielle Spezifikation der Sprache darstellt, die heute unter dem Namen JavaScript bekannt ist.

Seit damals ist jedoch viel Zeit vergangen. Zeit, die nicht ohne Veränderungen war. In den meisten modernen Browsern wird derzeit die fünfte Revision von ECMAScript unterstützt. Die zugrunde liegende Spezifikation definiert nicht nur die Sprache selbst, sondern auch einen Teil der Standardbibliothek zur Verarbeitung von Objekten und Arrays sowie zum Umgang mit Strings und anderen Datentypen.

ECMAScript Harmony

Die Zukunft von JavaScript liegt in der sechsten Auflage des ECMAScript-Standards, der unter dem Codenamen „Harmony“ entwickelt wird. Dieser umfasst diverse Änderungen, u...

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