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PHP Magazin
Juristische Eigenheiten für Amazon-Händler

Auf in die Konkurrenzschlacht

Wer nicht nur Kunde, sondern auch Händler bei Amazon ist, hat diverse juristische Besonderheiten zu beachten. Folgender Überblick soll die wichtigsten Eigenheiten beleuchten.

Michael Rohrlich


Amazon hat sich vom Onlinebuchhändler längst zum Marktführer im E-Commerce-Bereich entwickelt. Inzwischen gibt es dort nicht nur Lesestoff, sondern auch zahlreiche andere Produkte zu finden: von Elektroartikeln über Kleidung, Kfz-Teile und Nahrungsmittel bis hin zu elektronischen Medien wird eine sehr große Spannbreite abgedeckt. Für Kunden eine super Sache – aber auch für Händler ein interessantes Betätigungsfeld, denn durch die potenziell weltweit erreichbare Zielgruppe wird ein eigener Amazon-Shop nicht nur für Start-ups durchaus interessant. Allerdings gilt es, gut gewappnet in die Konkurrenzschlacht mit den anderen Amazon-Händlern zu ziehen, denn nicht nur technisch und organisatorisch, sondern auch juristisch gibt es einiges zu bedenken.

Basics

Amazon hat durch die Gestaltung der Händlershops inzwischen ein ganz gutes Gerüst entwickelt, in welchem man sich als Händler sehr gut bewegen kann und auch die elementarsten Dinge nicht vergisst. So müssen beispielsweise die verpflichtenden Impressumsangaben genauso eingepflegt werden, wie die eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Als juristische „Grundausstattung“ sollten Händler auf der Plattform Amazon also folgende Punkte in Betracht ziehen:

Impressum / PflichtinformationenAGBWiderrufsbelehrung / MusterwiderrufsformularDatenschutzerklärungPflichtinformationen gegenüber Verbrauchern (Details im Kasten: „Praxistipp“)

Doch Achtung: Ein bloßer Hinweis auf die Amazon-AGB, die Amazon-Datenschutzerklärung oder die Amazon-Rückgaberichtlinien (so z. B. Oberlandesgericht Frankfurt a. M., Urteil vom 14.10.2014, Aktenzeichen: 14 U 162/13) ist nicht ausreichend, jeder Händler muss seine eigenen, auf Amazon Marketplace abgestimmten Rechtstexte bereithalten.

PraxistippZu den Pflichtinformationen im B2C-Bereich gehören unter anderem:Name und Anschrift des HändlersZustandekommen des VertragsSpeicherung bzw. Abrufbarkeit des VertragstextsEvtl. LieferbeschränkungenAkzeptierte ZahlungsmethodenVertragssprache

Auf der einen Seite ist es sehr komfortabel, wenn man als Händler auf Amazon, eBay oder ähnlichen E-Commerce-Plattformen ein vorgefertigtes Gerüst erhält, in das man nur noch seine individuellen Daten beziehungsweise seine Produkte eingeben muss und anschließend sofort mit dem Geldverdienen starten kann. Auf der anderen Seite hat man dadurch als Händler vergleichsweise wenig Einfluss auf diese Rahmenvorgaben, sodass man darauf angewiesen ist, dass der Plattformbetreiber das Gerüst so gestaltet und aktuell hält, da...

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Juristische Eigenheiten für Amazon-Händler

Auf in die Konkurrenzschlacht

Wer nicht nur Kunde, sondern auch Händler bei Amazon ist, hat diverse juristische Besonderheiten zu beachten. Folgender Überblick soll die wichtigsten Eigenheiten beleuchten.

Michael Rohrlich


Amazon hat sich vom Onlinebuchhändler längst zum Marktführer im E-Commerce-Bereich entwickelt. Inzwischen gibt es dort nicht nur Lesestoff, sondern auch zahlreiche andere Produkte zu finden: von Elektroartikeln über Kleidung, Kfz-Teile und Nahrungsmittel bis hin zu elektronischen Medien wird eine sehr große Spannbreite abgedeckt. Für Kunden eine super Sache – aber auch für Händler ein interessantes Betätigungsfeld, denn durch die potenziell weltweit erreichbare Zielgruppe wird ein eigener Amazon-Shop nicht nur für Start-ups durchaus interessant. Allerdings gilt es, gut gewappnet in die Konkurrenzschlacht mit den anderen Amazon-Händlern zu ziehen, denn nicht nur technisch und organisatorisch, sondern auch juristisch gibt es einiges zu bedenken.

Basics

Amazon hat durch die Gestaltung der Händlershops inzwischen ein ganz gutes Gerüst entwickelt, in welchem man sich als Händler sehr gut bewegen kann und auch die elementarsten Dinge nicht vergisst. So müssen beispielsweise die verpflichtenden Impressumsangaben genauso eingepflegt werden, wie die eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Als juristische „Grundausstattung“ sollten Händler auf der Plattform Amazon also folgende Punkte in Betracht ziehen:

Impressum / PflichtinformationenAGBWiderrufsbelehrung / MusterwiderrufsformularDatenschutzerklärungPflichtinformationen gegenüber Verbrauchern (Details im Kasten: „Praxistipp“)

Doch Achtung: Ein bloßer Hinweis auf die Amazon-AGB, die Amazon-Datenschutzerklärung oder die Amazon-Rückgaberichtlinien (so z. B. Oberlandesgericht Frankfurt a. M., Urteil vom 14.10.2014, Aktenzeichen: 14 U 162/13) ist nicht ausreichend, jeder Händler muss seine eigenen, auf Amazon Marketplace abgestimmten Rechtstexte bereithalten.

PraxistippZu den Pflichtinformationen im B2C-Bereich gehören unter anderem:Name und Anschrift des HändlersZustandekommen des VertragsSpeicherung bzw. Abrufbarkeit des VertragstextsEvtl. LieferbeschränkungenAkzeptierte ZahlungsmethodenVertragssprache

Auf der einen Seite ist es sehr komfortabel, wenn man als Händler auf Amazon, eBay oder ähnlichen E-Commerce-Plattformen ein vorgefertigtes Gerüst erhält, in das man nur noch seine individuellen Daten beziehungsweise seine Produkte eingeben muss und anschließend sofort mit dem Geldverdienen starten kann. Auf der anderen Seite hat man dadurch als Händler vergleichsweise wenig Einfluss auf diese Rahmenvorgaben, sodass man darauf angewiesen ist, dass der Plattformbetreiber das Gerüst so gestaltet und aktuell hält, da...

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