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Endlich Softwareentwickler … und jetzt?


Früher haben wir auf dem Schulhof Sticker getauscht und gehandelt. Je schriller und seltener, desto besser. Wenn man erwachsen ist, wechselt der Schulhof gegen Bürokomplexe und Sticker gerne gegen kleine weißgelbe oder bunte Papiertäfelchen. Darauf gedruckt stehen oftmals sehr ausgefallene Bezeichnungen. Dinge wie „Lead Software Architect“, „QA Release Manager“ oder „Software Engineer“.

Ich selbst habe mich für knochenweiße Täfelchen mit der Beschriftung „Developer & Consultant“ entschieden. Das sind zwei Dinge, die ich sehr gerne mache: Ich entwickle Software, spreche über Software und helfe anderen Menschen bei der Entscheidungsfindung. Dann ebenfalls meistens zum Thema Softwareentwicklung. Gelegentlich kommt es aber auch vor, dass Menschen auf mich zukommen und einen eher persönlichen Rat suchen. Vor Kurzem habe ich folgende spannende Anfrage erhalten: „Es wird ja viel darüber geschrieben, wie man mit Programmierung anfängt – vor allem in Bezug auf Quereinsteiger. Allerdings finde ich irgendwie recht wenig darüber, wie man ‚später‘ mal weiterkommt; ich meine, wenn man so 10+ Jahre programmiert, wie macht man dann ‚weiter‘? Was sollte man dann mal ausprobieren, um weiterzukommen? Wie kann man seine Skills verbessern, und muss man das überhaupt noch?“

Das finde ich seine sehr spannende und berechtigte Frage. Da ich diese Frage in ähnlichen Varianten des Öfteren gestellt bekomme, geht es in diesem Auftakt zur neuen Serie „Breakpoint Wilson“ (demnächst online auf www.entwickler.de) um das Thema „Endlich Softwareentwickler …und jetzt?“.

Eine solche Frage klingt zunächst einmal relativ eindeutig. Doch bei näherem Hinsehen kann man die Frage in mindestens zweierlei Varianten verstehen:

  • Wie komme ich beruflich im Unternehmen weiter?

  • Was soll ich tun, um mich insgesamt technisch fortzuentwickeln?

Details zu den einzelnen Varianten heben wir uns für später auf. Zunächst möchte ich jedoch auf die Zusatzfrage eingehen.

Muss ich überhaupt weiter lernen?

Wer sich für die Softwarebranche entscheidet, entscheidet sich bewusst oder unbewusst für einen lebendigen Berufsweg. Im Vergleich zu anderen Berufen, in denen man teilweise sogar ausschließlich auf ein und dieselbe Werkshalle ausgebildet wird, muss man sich beim aktuellen Stand der Informatik darauf einstellen, sein Leben lang zu lernen und gedanklich flexibel zu bleiben.

Im unmittelbaren Vergleich mit anderen Berufen ist die Softwarebranche sehr jung. Je nachdem mit welcher Technologie man arbeitet, kann man si...

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