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Im Porträt: Balwinder Kaur, Principal Software Engineer bei AppDynamics

Frauen in der Tech-Branche


Auf dem steinigen Weg durch das Ingenieursstudium, als eine von zwei Frauen, umgeben von dreißig Männern, schöpfte Balwinder Kaur vor allem Kraft aus der Unterstützung ihrer Familie. Mit viel Engagement, Energie und Leidenschaft kämpfte sie sich die Karriereleiter hoch und ist heute Principal Software Engineer bei AppDynamics und Mutter zweier Söhne. Balwinder Kaur rät während des Gesprächs in unserer Reihe den Frauen, die in der IT-Welt Fuß fassen wollen: „Geht es mutig an.“

PHP-Magazin: Was hat dein Interesse für die Tech-Branche geweckt?

Balwinder Kaur: Der Weg zu den Ingenieurswissenschaften war für mich selbstverständlich, da ich schon immer ein Interesse an Mathematik und Physik hatte. Ich habe meinen Bachelor in Elektrotechnik und Kommunikation gemacht und begann mich während meiner Studienarbeit für Informatik und Computertechnologie zu begeistern. So entschied ich mich für ein Doktoratsstudium, um in diesen Feldern zu arbeiten.

Das erste Mal, dass ich mich als Minderheit fühlte, war zu dem Zeitpunkt, als ich mein Bachelorstudium in Ingenieurswissenschaften begann. Vor der Hochschulzeit gab es in meinen Schul- und Grundschulklassen sehr starke Mädchengruppen, die sich für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) interessierten. Doch als ich dann den Kursraum der Hochschule betrat, fühlte es sich an wie die Szene aus „Hidden Figures“, als Katherine Johnson zum ersten Mal die Abteilung für Flugforschung der NASA in Langley betrat. Jeder starrt dich an und erwartet nicht, dass du irgendwann einmal kompetent oder im Recht sein wirst. Meine Kommilitonen (und sogar einige Professoren) trauten mir das Studium nicht zu.

Als eine von zwei Frauen in einem Kurs mit dreißig Teilnehmern und zumeist männlichen Professoren, war die Universität eine harte Lernumgebung. Viele der Studierenden und auch einige Professoren machten subtile und weniger subtile Andeutungen darüber, dass ich nicht willkommen war. Jemand fragte mich sogar ganz direkt: „Warum bist du hier?“ Er stellte offen infrage, dass eine Frau einen Ingenieursabschluss sinnvoll nutzen würde. Es war offensichtlich, dass er das Gefühl hatte, ich hätte meinen Platz in dem Kurs nicht verdient.

Da ich keine wirklich gute Lösung parat hatte, um die Denkweise von anderen Menschen zu verändern, konzentrierte ich mich auf mein Studium. Diese Jahre waren nicht leicht. Es brauchte einiges an Durchhaltevermögen, nur um weiterzumachen. Schließlich habe ich mehr getan als nur „weiter...

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