© saicle/Shutterstock.com
Im Porträt: Birgit Krenn, Head of Manufactoring Science and Technology, VTU-Gruppe

Frauen in der Tech-Branche


Die Tech-Industrie wird von Männern dominiert – so weit, so schlecht. Doch langsam, aber sicher bekommt der sogenannte Boys Club Gesellschaft von begabten Frauen: Immer mehr Frauen fassen in der Branche Fuß.

Aus diesem Grund wollen wir hier spannenden und inspirierenden Frauen die Möglichkeit geben, sich vorzustellen und zu erzählen, wie und weshalb sie den Weg in die Tech-Branche gewählt haben. Diesmal zu Gast: Birgit Krenn, Leiterin des Bereichs Manufacturing Science and Technology bei der VTU-Gruppe.

PHP Magazin: Was hat dein Interesse für die Tech-Branche geweckt?

Birgit Krenn: Ich war in der Schule gleichmäßig begabt und interessiert. Chemie war mein schlechtestes Fach und damit hatte ich das Gefühl, dass da am meisten aufzuholen wäre. Gleichzeitig versprach ein Studium an der renommierten Technischen Universität Graz einen verlässlichen sozio-ökonomischen Aufstieg. So entschied ich mich für Technische Chemie und in weiterer Folge für Biotechnologie.

Der Weg zur jetzigen Position verlief relativ linear. Gegen Ende des Studiums und kurz danach hatte ich ein paar kürzere wissenschaftliche Stellen in Start-ups, die mittlerweile alle von der Bildfläche verschwunden sind. Nach einer Stippvisite in einem Pharmakonzern bin ich zu VTU gewechselt, wo ich relativ bald im jetzigen Themenbereich gearbeitet habe. Der hat mich zum einen thematisch interessiert und hat mir zum anderen die Möglichkeit gegeben, mich zu entwickeln und mir etwas aufzubauen.

PM: Gibt es Vorbilder oder Personen, die dich unterstützt haben?

Krenn: Bei meinem Arbeitgeber gab es lange keine Frauen in Führungspositionen, ergo war auch keine Frau da, die mich da hätte unterstützen können. Allerdings hatte ich Unterstützung von einem Kollegen – und zwar von einem als außerordentlich konservativ und antiprogressiv verschrieenen Tiroler. Er hat mich kollegial unterstützt und mir damit den Weg bereitet.

Als Führungskraft versuche ich, der nachfolgenden Generation die entsprechende Unterstützung zukommen zu lassen, d. h. einerseits die Frauen zu ermutigen bzw. ihnen Rückhalt zu bieten und andererseits auf die Kollegen und die Organisation einzuwirken.

Megan Rapinoe hat mich in letzter Zeit beeindruckt. Sie kann sich gut in Szene setzen, ist politisch und sozial integer und kann super Fußball spielen. Christine Nöstlinger war eine tolle Autorin und Frau und hat mich neben meiner Mama faktisch aufgezogen. Simone de Beauvoir hat mir in frühen Jahren beigebracht, dass ökonomische Freiheit grundlegend...

Neugierig geworden?

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang