© saicle/Shutterstock.com
Bücher

Practical gRPC


Egal ob Microservices, SOA oder ein anderer Architekturtyp: Softwarearchitekten beschränken sich im Allgemeinen darauf, die Verteilung der Methoden zu demonstrieren. Wie man das dann umsetzt, bleibt den Entwicklern überlassen – mit oft interessanten Nebeneffekten. Während man im Embedded-Bereich an dieser Stelle manchmal zu einer Tour de Force unter Verwendung hauseigener Netzwerkprotokolle zurückgreift, hat sich insbesondere in der Java-Welt RPC als eine Art Standard etabliert. gRPC von Google ist eine Cross-Plattform- und Cross-Sprach-Version des Oldies.

Obwohl die fünf Autoren in der Einleitung versprechen, sich an fortgeschrittene Entwickler zu wenden, findet sich im ersten Kapitel doch eine Grundlagenvorstellung von Möglichkeiten zur Verarbeitung von gRPC. Das zweite Kapitel erklärt die dahinterstehenden Technologien und bietet einen ersten Überblick der verwendbaren Programmiersprachen. Die Autoren möchten ihr Lehrbuch explizit auf alle Programmiersprachen ausrichten. Das zeigt sich erstmals im dritten Kapitel. Die für die Arbeit mit gRPC fundamental wichtigen Protokollpuffer werden durch Beispiele in verschiedenen Sprachen demonstriert. Wer sich mit C, Python und/oder Java zumindest bis zu einem gewissen Grad auskennt, kann die Beispiele überfliegen – eine didaktisch interessante Vorgehensweise, die trotzdem zum schnellen Wissenserwerb beiträgt.

Nach diesen Vorbereitungen geht es im vierten Kapitel zur Sache – die Autoren beschreiben einen gRPC Service, um ihn danach mit verschiedenen Programmiersprachen zu implementieren. Dieser Trend setzt sich auch im fünften Kapitel fort, das die vorher durchgeführten Ereignisse und Ergebnisse fortsetzt.

gRPC ist nicht auf das Ausführen statischer Aufrufe beschränkt, die nach der Arbeit einen einzelnen Wert zurückliefern. Im sechsten Kapitel wendet sich das Autorenkollektiv deshalb Streamingbefehlen zu, die dem Server nach der Aktivierung das Absetzen einer größeren Menge Informationen erlauben. Zu guter Letzt gibt es ein siebtes Kapitel, das die Fehlerübertragung und andere fortgeschrittene Themen bespricht, wie die für die Applikationsstabilität wichtigen Time-outs.

Der Gutteil des gRPC-Kommunikationsprozesses erfolgt unter Verwendung des HTTP/2-Protokolls. „Practical gRPC“ beginnt mit einer Erklärung der Möglichkeiten und Neuerungen von HTTP/2. Wer sich bisher noch nicht mit seinem Vorgänger auseinandergesetzt hat, findet hier auch eine kurze, aber umfassende Erklärung, wie HTTP im Allgemeinen funktioniert. ...

Neugierig geworden?

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang