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Interview mit Robert Douglass

„Come for the Code, stay for the Community“


Pünktlich zum Umzug in die neuen Büroräume hatten wir einen interessanten Gast in der Redaktion: Robert Douglass von Acquia. Zwischen Umzugskartons und Bergen von Altpapier haben wir ein wenig Ruhe gefunden, um mit dem charismatischen Wahl-Kölner zu reden und ihm neben Aussagen zur Zukunft von Drupal auch interessante Statements zum Thema PHP zu entlocken.

PHP Magazin: Können Sie uns etwas über Ihren Hintergrund sagen und wie Sie zu (Open-Source-)Content-Management-Systemen kamen?

Robert Douglass: Für Open Source bin ich ganz früh schon entflammt. 2002 habe ich Sourceforge.net entdeckt und dabei festgestellt, dass es die Arbeit eines Java-Programmierers wie mir erleichtern kann, die richtige Bibliothek oder das richtige Projekt zu finden. 2003, als ich von JSP-basierter Entwicklung so langsam genug hatte, bin ich auf Drupal gestoßen und bin seither nicht mehr davon abgekommen. Die beiden Dinge, die mich ursprünglich an Drupal interessierten, waren das flexible Taxonomy-System und die Leichtigkeit, mit der man das Kernsystem mithilfe von Hooks und Callbacks beeinflussen kann.

PM: Was sind Ihrer Meinung nach die wesentlichen Stärken von Drupal und warum?

Douglass: Es klingt wie ein Klischee, aber seine größte Stärke ist der modulare Aufbau. Der Drupal-Kern-Download ist ein minimal funktionierendes CMS. Kaum jemand baut eine Seite oder Anwendung, ohne den Kern durch Module weiterzuentwickeln. Module erweitern die Funktionalität und vervollkommnen so das System. Es ist im Übrigen ganz einfach, mit dem Schreiben von Drupal-Modulen anzufangen. So gewinnen wir neue Entwickler für die Sache und haben sie schnell eingearbeitet. Unser Motto „Don’t hack core“ kann dank der Module befolgt werden. Das Innere von Drupal ist derart offen für Module, dass, wenn man nicht damit einverstanden ist, wie etwas funktioniert, ein Modul schreiben kann, um es zu ändern, ohne den Kern zu hacken. Drupal unterstützt auch Distributionen. Das sind spezialisiertere Applikationen, die spezifische Aufgaben sehr gut erfüllen. Es gibt Distributionen für Social-Business-Anwendungen, Veranstaltungsorganisation, E-Commerce, Publikation, Unternehmensführung, digitales Asset-Management u. v. m.

PM: Was unterscheidet die Acquia-Version von Drupal von der bereits erhältlichen Version, die so beliebt ist?

Douglass: Acquia Drupal ist die Drupal-Version, die unsere Ein-Klick-Entwicklungsumgebung beinhaltet: Dev Desktop (ähnlich XAMPP, aber mit Drupal). Es handelt sich dabei um Kern-Drupal mit ein...

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