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Lesetipp

Lesetipp: Data Visualization with D3.js Cookbook


Die von Mike Bostock entwickelte Visualisierungsbibliothek D3 erschlägt Quereinsteiger mit ihrem enormen Funktionsumfang. Die im Internet verfügbaren Tutorials setzen oft einiges an Wissen voraus. Andererseits braucht nicht jeder Entwickler alle Features, weshalb eine „Komplettvorstellung“ unnötig lang wäre. Packt Publishing begegnet diesem Problem durch das Anbieten eines Cookbooks zum Thema. Die seit Jahren erfolgreiche „Kochbuchserie“ präsentiert Informationen in Form von lose zusammenhängenden „Rezepten“, die meist in sich geschlossen sind und alleine stehen können. Die ersten Rezepte des Lehrbuchs beschäftigen sich mit den im Hintergrund ablaufenden Design Patterns. Zhu greift hier auf die Mengenlehre zurück, was eine willkommene Abwechslung zu den immer gleichen Erklärungsversuchen anderer Autoren darstellt.

In den folgenden Kapiteln demonstriert er die Verwendung von Filtern, Animationen und Achsen. Dabei kommt ein Beispiel zum Einsatz, das aufgrund starker Kürzungen schwer verständlich ist: Der für die eigentliche Generierung der Daten notwendige CSS Style ist nur im Internet einsehbar.

SVG wird im siebten Kapitel erstmals erwähnt. Nach ersten Gehversuchen mit dem Grafikformat demonstriert der Autor die Erstellung einiger klassischer Diagrammtypen mit D3. Diese sind eher zum Durchdenken als zur direkten Anwendung vorgesehen – Tortendiagramme lassen sich mit Chart.js weitaus effizienter erstellen.

D3 brilliert im Bereich der Interaktion. Das zehnte Kapitel widmet sich nur diesem Thema. Positiv ist, dass sich das Buch auch mit der mobilen Verwendung von D3.js auseinandersetzt – ein Rezept zeigt die Einbindung eines Multitouch-Screens. Kapitel Nummer 12 führt die Erstellung von geodatischen Diagrammen vor. Die Vorstellung des Geo-API erfolgt anhand einiger Codebeispiele.

Zu guter Letzt widmet sich Zhu dem automatischen Test der entstehenden Visualisierungen. Die Einführung in Jasmine mag für JavaScript-Neulinge hilfreich sein – diese sind aufgrund der enormen Komplexität von D3 allerdings nicht die Zielgruppe.

Zhu verpackt fast einhundert verschiedene Beispiele in das rund dreihundert Seiten dicke Lehrbuch. Daraus folgt, dass der Code oft nicht vollständig abgedruckt ist und stattdessen nur aus Bruchstücken besteht. Die im Internet findbaren Dateien sind zwar komplett, lassen sich aber aufgrund der Verwendung von GitHub nicht direkt ausführen – das kostet Zeit. Immerhin ist das englischsprachige Buch auch für Nichtmuttersprachler problemlos lesbar.

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