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PHP Magazin
Fakten zur Künstlersozialversicherung

Typisch Künstler!

Für hauptberufliche Künstler und Publizisten gibt es die Künstlersozialversicherung. Aber wer muss dafür zahlen?

Michael Rohrlich


Alle Unternehmer / Unternehmen, aber auch z. B. Stiftungen und Vereine sollten die Künstlersozialversicherung (KSV) bzw. Künstlersozialkasse (KSK) kennen. Das gilt jedenfalls dann, wenn sie bisweilen Aufträge an selbstständige Künstler und/oder Publizisten vergeben. Die genauen Voraussetzungen gestalten sich natürlich etwas komplizierter, aber auch anhand dieser „Kurzfassung“ lässt sich erkennen, dass eventuell mehr Unternehmen von der KSV-Pflicht erfasst werden, als man landläufig meinen sollte. Um teure Nachzahlungen zu vermeiden, kann jedem Unternehmer nur dazu geraten werden, sich ein wenig Zeit für die Überprüfung zu nehmen, ob er leistungspflichtig ist oder nicht.

Grundlagen

Die KSV ist der richtige Ansprechpartner bei Fragen zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung, nicht jedoch in puncto Unfallversicherung. Im Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) finden sich Regelungen zu den Abgabepflichtigen sowie auch zu den Künstlern und Publizisten. Allerdings wird im KSVG nicht von Abgabe- oder Leistungspflichtigen, sondern von „Verwertern“ gesprochen. Zu diesen Verwertern zählen Unternehmen aus bestimmten Branchen. Darunter fallen jedoch nicht nur Unternehmen im eigentlichen Sinne, also am Wirtschaftsleben Teilnehmende, sondern beispielsweise auch

öffentliche EinrichtungenStiftungengemeinnützige Vereine

Eine Einstufung als Unternehmen im Sinne des KSVG erfolgt, wenn eine „auf eine gewisse Dauer angelegte Vielzahl von Tätigkeiten, die auf einen einheitlichen Zweck ausgerichtet sind, planmäßig und mit einer gewissen Regelmäßigkeit“ ausgeübt wird. Es wird in erster Linie darauf abgezielt, dass künstlerische Leistungen für die „typische Tätigkeit“ des betreffenden Unternehmens in Anspruch genommen werden. Ob das mit Gewinnerzielungsabsicht geschieht oder nicht, spielt in dieser Hinsicht keine Rolle.

Im KSVG werden drei unterschiedliche Arten der Verwerter aufgeführt, nämlich die so genannten typischen Verwerter nach § 24 Abs. 1 S. 1 KSVG sowie die so genannten Eigenwerber gemäß § 24 Abs. 1 S. 2 KSVG. Hinzu kommen solche Unternehmen, die mithilfe der Generalklausel des § 24 Abs. 2 KSVG „aufgefangen“ werden.

Typische Verwerter

Bei der ersten Gruppe, den typischen Verwertern, handelt es sich – wie der Name bereits erkennen lässt – um Unternehmen aus solchen Branchen, für die die Inanspruchnahme von künstlerischen bzw. publizistischen Leistungen typisch ist. Hierbei werden insgesamt neun Bereiche differenziert:

Buch-, Presse- und sonstige Verlage, Presseagenturen...

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Fakten zur Künstlersozialversicherung

Typisch Künstler!

Für hauptberufliche Künstler und Publizisten gibt es die Künstlersozialversicherung. Aber wer muss dafür zahlen?

Michael Rohrlich


Alle Unternehmer / Unternehmen, aber auch z. B. Stiftungen und Vereine sollten die Künstlersozialversicherung (KSV) bzw. Künstlersozialkasse (KSK) kennen. Das gilt jedenfalls dann, wenn sie bisweilen Aufträge an selbstständige Künstler und/oder Publizisten vergeben. Die genauen Voraussetzungen gestalten sich natürlich etwas komplizierter, aber auch anhand dieser „Kurzfassung“ lässt sich erkennen, dass eventuell mehr Unternehmen von der KSV-Pflicht erfasst werden, als man landläufig meinen sollte. Um teure Nachzahlungen zu vermeiden, kann jedem Unternehmer nur dazu geraten werden, sich ein wenig Zeit für die Überprüfung zu nehmen, ob er leistungspflichtig ist oder nicht.

Grundlagen

Die KSV ist der richtige Ansprechpartner bei Fragen zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung, nicht jedoch in puncto Unfallversicherung. Im Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) finden sich Regelungen zu den Abgabepflichtigen sowie auch zu den Künstlern und Publizisten. Allerdings wird im KSVG nicht von Abgabe- oder Leistungspflichtigen, sondern von „Verwertern“ gesprochen. Zu diesen Verwertern zählen Unternehmen aus bestimmten Branchen. Darunter fallen jedoch nicht nur Unternehmen im eigentlichen Sinne, also am Wirtschaftsleben Teilnehmende, sondern beispielsweise auch

öffentliche EinrichtungenStiftungengemeinnützige Vereine

Eine Einstufung als Unternehmen im Sinne des KSVG erfolgt, wenn eine „auf eine gewisse Dauer angelegte Vielzahl von Tätigkeiten, die auf einen einheitlichen Zweck ausgerichtet sind, planmäßig und mit einer gewissen Regelmäßigkeit“ ausgeübt wird. Es wird in erster Linie darauf abgezielt, dass künstlerische Leistungen für die „typische Tätigkeit“ des betreffenden Unternehmens in Anspruch genommen werden. Ob das mit Gewinnerzielungsabsicht geschieht oder nicht, spielt in dieser Hinsicht keine Rolle.

Im KSVG werden drei unterschiedliche Arten der Verwerter aufgeführt, nämlich die so genannten typischen Verwerter nach § 24 Abs. 1 S. 1 KSVG sowie die so genannten Eigenwerber gemäß § 24 Abs. 1 S. 2 KSVG. Hinzu kommen solche Unternehmen, die mithilfe der Generalklausel des § 24 Abs. 2 KSVG „aufgefangen“ werden.

Typische Verwerter

Bei der ersten Gruppe, den typischen Verwertern, handelt es sich – wie der Name bereits erkennen lässt – um Unternehmen aus solchen Branchen, für die die Inanspruchnahme von künstlerischen bzw. publizistischen Leistungen typisch ist. Hierbei werden insgesamt neun Bereiche differenziert:

Buch-, Presse- und sonstige Verlage, Presseagenturen...

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