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Teil 4: Smartphones lenken ab

UX-Missverständnisse


TL;DR: In der Regel erfolgt der Griff zum Handy nicht hektisch auf dem Weg zum Bus, sondern zu Hause oder auf der Arbeit; also an Orten, an denen wir die meiste Zeit des Tages verbringen. Dass das Smartphone als Sündenbock für Ablenkungen aller Art herhalten muss, ist nur ein Gerücht.

Die meisten Irrtümer im Umgang mit der User Experience basieren auf falschen Annahmen hinsichtlich der Interaktion von Usern mit digitalen Produkten. Was oftmals gut gemeint ist, kann die Konversion und Beliebtheit des eigenen Projekts stark gefährden. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, stellen wir in dieser Artikelserie die häufigsten UX-Missverständnisse vor. Heute: Smartphones lenken ab.

Smartphonebesitzer haben es nicht leicht. Viele hadern vor dem Kauf mit der Frage, ob eine Anschaffung überhaupt sinnvoll ist. Hat man sich dann doch dazu durchgerungen, sich ein Smartphone zuzulegen, fängt das Suchen an: Welches Gerät entspricht meinen Vorstellungen und sprengt nicht vollkommen das Budget? Nach langem Hin und Her entscheiden sich die meisten dann doch schweren Herzens für den Kauf des neuesten Flagschiffs und sind dann erst einmal eines: ziemlich knapp bei Kasse.

Aber wer gedacht hat, dass hier die Probleme aufhören würden, irrt sich gewaltig. Smartphonebesitzer haben ein mehr als schlechtes Image in der Öffentlichkeit, und manch einer reibt sich nach wochenlanger Suche und finanzieller Achterbahnfahrt verwundert die Augen, was für einem Shitstorm er sich durch seine Neuerwerbung ausgesetzt hat.

Apocalypse now

Denn sie sind den meisten Menschen ein Dorn im Auge; und die Palette der Anschuldigungen ist lang. Waren die Menschen im Fordismus nur während ihrer Arbeitszeiten den Maschinen unterworfen, verbinden viele mit digitaler Revolution und mobiler Kommunikation den Anfang vom Ende jeglicher Sozialität. Für sie haben sich die Maschinen im Smartphonezeitalter aus den Gefängnissen fordistischer Produktionsprozesse emanzipiert und greifen nun allumfassend in das Leben der Menschen ein.

Darauf angesprochen, wie sich manche eine moderne Zombieapokalypse vorstellen würden, antworten nicht wenige, dass man sich heutzutage nur mal genauer auf den Straßen umsehen müsste. Hier wandeln sie bereits, die modernen Techzombies. Angezogen vom Licht ihrer hochauflösenden Displays verlieren sie jegliches Gespür für Zeit und Raum aus den Augen. Ähnlich wie bei ihren cineastischen Artgenossen reduziert der unstillbare Konsumhunger jegliche Kommunikation auf ein notwendiges Minimum. Nich...

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