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PHP Magazin
Interview mit Jeffrey A. „jam“ McGuire

Ein Jahr Drupal 8: Das ist der Status quo

PHP Magazin: Was sind die größten Änderungen im Vergleich zu den Vorgängerversionen Drupal 6 und Drupal 7?

Jeffrey A. „jam“ McGuire


Jeffrey A. McGuire: Ein wichtiger Schritt in Drupal 8 ist die Abkehr von veralteten hin zu modernen objekt­orientierten Methoden in PHP. Drupal 8 basiert im Kern nun auf dem bewährten Application Framework Symfony 2 und integriert viele weitere Open-Source-Projekte. Die neue Architektur bringt eine höhere Flexibilität und Stabilität mit sich. Für die Verwaltung von Komponenten kommt der Paketmanager Composer zum Einsatz, der ebenfalls vollständig integriert ist. Ferner sind bei Drupal 8 wichtige Module im Kern aufgenommen worden, die bei vorherigen Versionen manuell nachinstalliert werden mussten. So sind beispielsweise die Bausteine für die Internationalisierung und Lokalisierung mehrsprachiger Webseiten und deren Inhalte generalüberholt und integriert worden – wodurch auch das nachträgliche Hinzufügen weiterer Sprachen deutlich vereinfacht wurde. Auch Views, Drupals Query Builder, ist nun im Kern verankert und wird für alle Listen verwendet. Dadurch ist es auch einfacher, das Drupal-Backend nach den eigenen Wünschen anzupassen. Er ist sehr flexibel einstellbar und ermöglicht es, komplizierte Datenbankabfragen über ein entsprechendes User Interface zu erstellen. Einmal erstellt, können die Ergebnisse in beliebig vielen Formaten ausgegeben werden, zum Beispiel als Slideshows, Listen, Tabellen, Feeds, bis hin zur Ausgabe als Web Services REST Endpoint. Zudem wurde das eingesetzte Blocksystem verbessert. So lassen sich nun sämtliche Blöcke mit zusätzlichen Feldern ausstatten und können im neuen System gleichzeitig mehrfach und in mehreren Regionen einer Seite platziert werden. PM: Was sind die Highlights von Drupal 8?McGuire: Das Interface des Backends wurde komplett überarbeitet und wesentlich übersichtlicher gestaltet. Der Fokus lag auf möglichst einfacher, intuitiver Bedienbarkeit. Der beliebte und flexibel erweiterbare CKEditor wurde integriert, was die Inhaltsbearbeitung enorm vereinfacht. Er bietet nicht nur komfortables WYSIWYG und In-Place Editing, sondern auch eine Bilduploadfunktionalität, die früher durch ein externes Modul ergänzt werden musste.Bei den Themes hat sich vor allem durch den Mobile-First-Ansatz eine Menge getan. So sind alle Standard-Themes jetzt komplett responsive, sprich für mobile Geräte optimiert, was zum Beispiel auch administrative Tätigkeiten mit Smartphones oder Tablets ermöglicht. Ein wichtiger Schritt war außerdem die Entwicklung nach Zugriffsstandards für Barrierefreiheit, wie der WAI-ARIA-Richtlinien, die für Mensche...

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Interview mit Jeffrey A. „jam“ McGuire

Ein Jahr Drupal 8: Das ist der Status quo

PHP Magazin: Was sind die größten Änderungen im Vergleich zu den Vorgängerversionen Drupal 6 und Drupal 7?

Jeffrey A. „jam“ McGuire


Jeffrey A. McGuire: Ein wichtiger Schritt in Drupal 8 ist die Abkehr von veralteten hin zu modernen objekt­orientierten Methoden in PHP. Drupal 8 basiert im Kern nun auf dem bewährten Application Framework Symfony 2 und integriert viele weitere Open-Source-Projekte. Die neue Architektur bringt eine höhere Flexibilität und Stabilität mit sich. Für die Verwaltung von Komponenten kommt der Paketmanager Composer zum Einsatz, der ebenfalls vollständig integriert ist. Ferner sind bei Drupal 8 wichtige Module im Kern aufgenommen worden, die bei vorherigen Versionen manuell nachinstalliert werden mussten. So sind beispielsweise die Bausteine für die Internationalisierung und Lokalisierung mehrsprachiger Webseiten und deren Inhalte generalüberholt und integriert worden – wodurch auch das nachträgliche Hinzufügen weiterer Sprachen deutlich vereinfacht wurde. Auch Views, Drupals Query Builder, ist nun im Kern verankert und wird für alle Listen verwendet. Dadurch ist es auch einfacher, das Drupal-Backend nach den eigenen Wünschen anzupassen. Er ist sehr flexibel einstellbar und ermöglicht es, komplizierte Datenbankabfragen über ein entsprechendes User Interface zu erstellen. Einmal erstellt, können die Ergebnisse in beliebig vielen Formaten ausgegeben werden, zum Beispiel als Slideshows, Listen, Tabellen, Feeds, bis hin zur Ausgabe als Web Services REST Endpoint. Zudem wurde das eingesetzte Blocksystem verbessert. So lassen sich nun sämtliche Blöcke mit zusätzlichen Feldern ausstatten und können im neuen System gleichzeitig mehrfach und in mehreren Regionen einer Seite platziert werden. PM: Was sind die Highlights von Drupal 8?McGuire: Das Interface des Backends wurde komplett überarbeitet und wesentlich übersichtlicher gestaltet. Der Fokus lag auf möglichst einfacher, intuitiver Bedienbarkeit. Der beliebte und flexibel erweiterbare CKEditor wurde integriert, was die Inhaltsbearbeitung enorm vereinfacht. Er bietet nicht nur komfortables WYSIWYG und In-Place Editing, sondern auch eine Bilduploadfunktionalität, die früher durch ein externes Modul ergänzt werden musste.Bei den Themes hat sich vor allem durch den Mobile-First-Ansatz eine Menge getan. So sind alle Standard-Themes jetzt komplett responsive, sprich für mobile Geräte optimiert, was zum Beispiel auch administrative Tätigkeiten mit Smartphones oder Tablets ermöglicht. Ein wichtiger Schritt war außerdem die Entwicklung nach Zugriffsstandards für Barrierefreiheit, wie der WAI-ARIA-Richtlinien, die für Mensche...

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