© saicle/Shutterstock.com
Kolumne: A² - alles Agile

Kolumne: A² - alles Agile


Im Thema „Pläne“ wurden bereits sämtliche Planungsebenen und Planarten aufgezeigt. Ebenso wurde die Notwendigkeit eines Ausnahmeplans vermittelt. Der eigentliche Planungsprozess wurde bis dato jedoch noch ausgespart; das wird im jetzigen Teil nachgeholt und ausführlich dargelegt.

Erstellung eines Plans

PRINCE2 teilt den Prozess der Planerstellung in sechs verschiedene Aktivitäten auf. Es ist in PRINCE2 nicht die alleinige Aufgabe des Projektmanagers, einen Plan zu erstellen; er greift hierfür auf die Fachleute in den Teams zurück. Das kann zum Beispiel durch einen gemeinsamen Workshop mit den Teams geschehen. Die Projektsicherung garantiert dabei die entsprechende Gestaltung des Planungsvorgehens.

Der Projekterfolg wird an der erfolgreichen Lieferung des Projektendprodukts gemessen. Daher findet in PRINCE2 eine produktzentrierte Planung statt, die an das Grundprinzip der Produktorientierung angelehnt ist. Dieses Prinzip richtet alle Aktivitäten eines PRINCE2-Projekts an dem zu liefernden Endprodukt aus. Die Aktivitäten zum Erstellen eines Plans werden für alle bereits beschrieben Pläne – Phasen-, Ausnahme- oder Teamplan – eingesetzt und teilen sich wie folgt auf:

  • Plan entwerfen

  • Produkt definieren und analysieren
    Produktbasierte Planung:

    • Beschreibung des Projektendprodukts

    • Produktstrukturplan

    • Produktbeschreibung

    • Produktflussdiagram

  • Aktivitäten und Abhängigkeiten identifizieren

  • Schätzungen durchführen

  • Zeitplan erstellen

  • Plan dokumentieren

Durch den produktzentrierten Ansatz wird sich PRINCE2 auch mit agilen Vorgehen wie Scrum kombinieren lassen; die genauen Vorgehensweisen dafür werden in PRINCE2 Agile erläutert. Da Scrum ebenso seinen Fokus auf das zu liefernde Produkt setzt, müssen nur wenige Anpassungen vorgenommen werden.

Plan entwerfen

Der erste Schritt im Planungsprozess wird „Plan entwerfen“ genannt, wobei es hier nicht um einen Entwurf im eigentlichen Sinne geht. Es wird viel mehr sichergestellt, dass alle notwendigen Voraussetzungen berücksichtigt und standardisiert sind. Darüber hinaus wird definiert, welche Bestandteile ein Plan zu erfüllen hat. Zum Beispiel

  • Welche Planungstiefe ist für das Projekt notwendig?

  • Welches Format ist für den Plan gewünscht bzw. vorgesehen (z. B. Gantt-Diagramm)?

  • Welche Planungswerkzeuge sind einzusetzen?

  • Welche Schätzverfahren müssen angewendet werden?

  • Wie sehen etwaige Überwachungs- und Steuermechanismen aus?

  • Welche Unternehmens- oder Programmstandards müssen einfließen?

Der Output aus diesem Schritt kann als P...

Neugierig geworden?

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang