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PHP Magazin
Teil 1: Dynamische Webseiten mit PHP und Kotlin

Mehr als eine Java-Alternative

Eine neue Programmiersprache schickt sich an, die Herzen der Entwickler zu erobern. Die statisch typisierte Sprache Kotlin, ursprünglich als Alternative für die Java-Welt gedacht, hat mittlerweile dazugelernt und kann auch bei der Entwicklung dynamischer Webseiten gute Dienste leisten.

Thomas Schröter


ArtikelserieTeil 1: Dynamische Webseiten mit PHP und KotlinTeil 2: Universelle Ereignisbehandlung mit Kotlin

Dynamische Webseiten stellen den Entwickler vor grundlegende Entscheidungen: Findet die Logik einer Webseite ausschließlich auf dem Server statt oder sollen auch auf dem Client, also dem Browser des Anwenders, Teile der Daten und der Logik verarbeitet werden? Ein Vorteil dieses Prinzips ist die Verringerung der Last auf dem Server, da die Seiten nicht vollständig via Server-Round-Trip erzeugt werden müssen. Das GUI auf dem Client kann hier effizient Anfragen an den Server verwalten und bedarfsgerecht einzelne Teile einer Webseite dynamisch laden.

Zugegeben, ganz neu ist dieses Szenario nicht, schließlich bietet PHP mit Ajax seit Langem genau diese Möglichkeiten, wobei die Programmierung des Clients bislang in dem dann doch etwas sperrigen JavaScript erfolgen musste. Alternativ dazu gibt es Sprachen wie zum Beispiel TypeScript, die es dem Programmierer erlauben, die Eigenarten und Beschränkungen von JavaScript zu umgehen. Hier gesellt sich Kotlin auch nur als eine weitere Programmiersprache in die Reihe der JavaScript-Derivate. Als universelle Programmiersprache ist es mit Kotlin allerdings auch möglich, lauffähige Programme für ganz unterschiedliche Plattformen zu erzeugen. Das Ziel einer Übersetzung kann die Java VM, JavaScript und seit Neuestem auch nativer Code sein, der ohne bestimmte Laufzeitumgebung direkt in der CPU ausgeführt wird. Für uns Webentwickler besonders spannend ist die Möglichkeit, dass Kotlin in Zukunft als Target wohl auch den kommenden Standard WebAssembly, kurz wasm, unterstützen wird.

Wird mit wasm alles besser?

An der Entwicklung von wasm sind alle großen Player wie Apple, Google, Microsoft und Mozilla beteiligt. Das Ziel ist es, auf dem Browser eine schnelle VM zu implementieren, die binären Bytecode in annähernd nativer CPU-Geschwindigkeit ausführt, wovon besonders auch Spiele im Browser enorm profitieren dürften. Dabei können auch die Vorteile der darunter liegenden Hardware wie Multi-Core-Prozessoren und 3-D-Grafik voll genutzt werden. wasm abstrahiert die Hardware weitestgehend und erlaubt dem Programmierer via vertrautem DOM-API den Zugriff darauf. Alle aktuellen Versionen der Webbrowser Chrome, Edge, Firefox und Safari haben wasm bereits integriert, wobei die Nutzung noch als experimentell gekennzeichnet ist und gegebenenfalls in den Browsereinstellungen aktiviert werden muss. Abgesehen davon sind wasm-Programme noch ...

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Teil 1: Dynamische Webseiten mit PHP und Kotlin

Mehr als eine Java-Alternative

Eine neue Programmiersprache schickt sich an, die Herzen der Entwickler zu erobern. Die statisch typisierte Sprache Kotlin, ursprünglich als Alternative für die Java-Welt gedacht, hat mittlerweile dazugelernt und kann auch bei der Entwicklung dynamischer Webseiten gute Dienste leisten.

Thomas Schröter


ArtikelserieTeil 1: Dynamische Webseiten mit PHP und KotlinTeil 2: Universelle Ereignisbehandlung mit Kotlin

Dynamische Webseiten stellen den Entwickler vor grundlegende Entscheidungen: Findet die Logik einer Webseite ausschließlich auf dem Server statt oder sollen auch auf dem Client, also dem Browser des Anwenders, Teile der Daten und der Logik verarbeitet werden? Ein Vorteil dieses Prinzips ist die Verringerung der Last auf dem Server, da die Seiten nicht vollständig via Server-Round-Trip erzeugt werden müssen. Das GUI auf dem Client kann hier effizient Anfragen an den Server verwalten und bedarfsgerecht einzelne Teile einer Webseite dynamisch laden.

Zugegeben, ganz neu ist dieses Szenario nicht, schließlich bietet PHP mit Ajax seit Langem genau diese Möglichkeiten, wobei die Programmierung des Clients bislang in dem dann doch etwas sperrigen JavaScript erfolgen musste. Alternativ dazu gibt es Sprachen wie zum Beispiel TypeScript, die es dem Programmierer erlauben, die Eigenarten und Beschränkungen von JavaScript zu umgehen. Hier gesellt sich Kotlin auch nur als eine weitere Programmiersprache in die Reihe der JavaScript-Derivate. Als universelle Programmiersprache ist es mit Kotlin allerdings auch möglich, lauffähige Programme für ganz unterschiedliche Plattformen zu erzeugen. Das Ziel einer Übersetzung kann die Java VM, JavaScript und seit Neuestem auch nativer Code sein, der ohne bestimmte Laufzeitumgebung direkt in der CPU ausgeführt wird. Für uns Webentwickler besonders spannend ist die Möglichkeit, dass Kotlin in Zukunft als Target wohl auch den kommenden Standard WebAssembly, kurz wasm, unterstützen wird.

Wird mit wasm alles besser?

An der Entwicklung von wasm sind alle großen Player wie Apple, Google, Microsoft und Mozilla beteiligt. Das Ziel ist es, auf dem Browser eine schnelle VM zu implementieren, die binären Bytecode in annähernd nativer CPU-Geschwindigkeit ausführt, wovon besonders auch Spiele im Browser enorm profitieren dürften. Dabei können auch die Vorteile der darunter liegenden Hardware wie Multi-Core-Prozessoren und 3-D-Grafik voll genutzt werden. wasm abstrahiert die Hardware weitestgehend und erlaubt dem Programmierer via vertrautem DOM-API den Zugriff darauf. Alle aktuellen Versionen der Webbrowser Chrome, Edge, Firefox und Safari haben wasm bereits integriert, wobei die Nutzung noch als experimentell gekennzeichnet ist und gegebenenfalls in den Browsereinstellungen aktiviert werden muss. Abgesehen davon sind wasm-Programme noch ...

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