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PHP Magazin
Updates kosten doch nur Geld?

Kolumne: Zeit für PHP

Mit neuen Versionen von Software ist das bekanntlich so eine Sache. Lohnt sich das Update? Und viel wichtiger: Geht nach dem Update noch alles? Lässt sich ein Fehler überhaupt so ohne Weiteres finden, und wie leicht kann er danach behoben werden? Als ob das nicht bereits ausreichen würde, stellt sich oft auch die Frage, welche Kaskade an weiteren Updates und damit neuen, zusätzlichen Problemen das vermeintlich schnelle Update wohl nach sich zieht. Warum also den Aufwand und das Risiko eingehen, wenn doch gerade alles so schön funktioniert?

Arne Blankerts


Einem Upgrade von Software lässt sich oft nur sehr schwer ein Mehr- bzw. Geschäftswert beimessen. Wie also den Product Owner überzeugen? Klar, Sicherheit ist – vor allem in Zeiten der DSGVO – wichtig, und so wird meist zähneknirschend Zeit zumindest für das Einspielen von notwendigen (Sicherheits-)Updates eingeräumt. Aber wo ist darüber hinaus der Mehrwert? Um diese Fragen beantworten zu können, muss man erst einmal klären, was da überhaupt zu aktualisieren wäre. Handelt es sich beispielsweise um die neueste Version der Buchhaltungssoftware des Unternehmens, wird man – schon allein der geänderten Gesetze wegen – kaum um das Update herumkommen. Wie sieht es aber aus, wenn es sich um eine Programmiersprache und deren Laufzeitumgebung handelt? Neue Sprachkonstrukte und verbesserte Funktionalitäten mögen zwar erfreulich für die Entwickler sein, machen aber die existierende Software nicht von selbst besser: Um von den Verbesserungen profitieren zu können, müsste man schließlich den Quelltext anpassen. Das kostet Zeit und somit Geld. Alles nur, damit die Software in der Außenwahrnehmung das Gleiche kann wie vor der Anpassung? Software ist in den seltensten Fällen SelbstzweckNatürlich bringt ein größerer Versionssprung auch fast unvermeidbar einige Inkompatibilitäten mit sich. Wie stark sich diese auf die eigene Codebasis auswirken, hängt allerdings – vielleicht wenig überraschend – stark mit der Größe des Sprungs zusammen. Sämtliche sogenannte Backwards Compatibility Breaks, also Inkompatibilitäten zur Vorversion, werden bei PHP zum Teil über mehrere Versionen hinweg angekündigt, indem bestimmte Funktionalitäten als deprecated (überholt) markiert werden. Das ist ein Hinweis darauf, dass man sich von deren Verwendung distanzieren sollte, und es gibt keinen Grund dafür, damit bis zum Upgrade auf die nächste PHP-Version zu warten.Wer nicht nur seine Software selbst weiterentwickelt, sondern auch die Umgebung, in der sie läuft, ständig aktuell hält, der muss von Version zu Version immer nur kleine Änderungen vornehmen – wenn überhaupt. Eine solche mögliche Änderung ist das schrittweise Aktivieren der strengen Typprüfung mittels declare(strict_types=1);. Es ist fast schon erschreckend, wie oft man erst durch diese Änderung auf kleine Ungenauigkeiten der eigenen Arbeit aufmerksam wird – und sich das eine oder andere Mal fragt, wieso die Software vorher überhaupt funktioniert hat.Software ist schließlich in den seltensten Fällen Selbstzweck. Umso wichtiger sollte es...

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Updates kosten doch nur Geld?

Kolumne: Zeit für PHP

Mit neuen Versionen von Software ist das bekanntlich so eine Sache. Lohnt sich das Update? Und viel wichtiger: Geht nach dem Update noch alles? Lässt sich ein Fehler überhaupt so ohne Weiteres finden, und wie leicht kann er danach behoben werden? Als ob das nicht bereits ausreichen würde, stellt sich oft auch die Frage, welche Kaskade an weiteren Updates und damit neuen, zusätzlichen Problemen das vermeintlich schnelle Update wohl nach sich zieht. Warum also den Aufwand und das Risiko eingehen, wenn doch gerade alles so schön funktioniert?

Arne Blankerts


Einem Upgrade von Software lässt sich oft nur sehr schwer ein Mehr- bzw. Geschäftswert beimessen. Wie also den Product Owner überzeugen? Klar, Sicherheit ist – vor allem in Zeiten der DSGVO – wichtig, und so wird meist zähneknirschend Zeit zumindest für das Einspielen von notwendigen (Sicherheits-)Updates eingeräumt. Aber wo ist darüber hinaus der Mehrwert? Um diese Fragen beantworten zu können, muss man erst einmal klären, was da überhaupt zu aktualisieren wäre. Handelt es sich beispielsweise um die neueste Version der Buchhaltungssoftware des Unternehmens, wird man – schon allein der geänderten Gesetze wegen – kaum um das Update herumkommen. Wie sieht es aber aus, wenn es sich um eine Programmiersprache und deren Laufzeitumgebung handelt? Neue Sprachkonstrukte und verbesserte Funktionalitäten mögen zwar erfreulich für die Entwickler sein, machen aber die existierende Software nicht von selbst besser: Um von den Verbesserungen profitieren zu können, müsste man schließlich den Quelltext anpassen. Das kostet Zeit und somit Geld. Alles nur, damit die Software in der Außenwahrnehmung das Gleiche kann wie vor der Anpassung? Software ist in den seltensten Fällen SelbstzweckNatürlich bringt ein größerer Versionssprung auch fast unvermeidbar einige Inkompatibilitäten mit sich. Wie stark sich diese auf die eigene Codebasis auswirken, hängt allerdings – vielleicht wenig überraschend – stark mit der Größe des Sprungs zusammen. Sämtliche sogenannte Backwards Compatibility Breaks, also Inkompatibilitäten zur Vorversion, werden bei PHP zum Teil über mehrere Versionen hinweg angekündigt, indem bestimmte Funktionalitäten als deprecated (überholt) markiert werden. Das ist ein Hinweis darauf, dass man sich von deren Verwendung distanzieren sollte, und es gibt keinen Grund dafür, damit bis zum Upgrade auf die nächste PHP-Version zu warten.Wer nicht nur seine Software selbst weiterentwickelt, sondern auch die Umgebung, in der sie läuft, ständig aktuell hält, der muss von Version zu Version immer nur kleine Änderungen vornehmen – wenn überhaupt. Eine solche mögliche Änderung ist das schrittweise Aktivieren der strengen Typprüfung mittels declare(strict_types=1);. Es ist fast schon erschreckend, wie oft man erst durch diese Änderung auf kleine Ungenauigkeiten der eigenen Arbeit aufmerksam wird – und sich das eine oder andere Mal fragt, wieso die Software vorher überhaupt funktioniert hat.Software ist schließlich in den seltensten Fällen Selbstzweck. Umso wichtiger sollte es...

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