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Updates kosten doch nur Geld?

Kolumne: Zeit für PHP


Mit neuen Versionen von Software ist das bekanntlich so eine Sache. Lohnt sich das Update? Und viel wichtiger: Geht nach dem Update noch alles? Lässt sich ein Fehler überhaupt so ohne Weiteres finden, und wie leicht kann er danach behoben werden? Als ob das nicht bereits ausreichen würde, stellt sich oft auch die Frage, welche Kaskade an weiteren Updates und damit neuen, zusätzlichen Problemen das vermeintlich schnelle Update wohl nach sich zieht. Warum also den Aufwand und das Risiko eingehen, wenn doch gerade alles so schön funktioniert?

Einem Upgrade von Software lässt sich oft nur sehr schwer ein Mehr- bzw. Geschäftswert beimessen. Wie also den Product Owner überzeugen? Klar, Sicherheit ist – vor allem in Zeiten der DSGVO – wichtig, und so wird meist zähneknirschend Zeit zumindest für das Einspielen von notwendigen (Sicherheits-)Updates eingeräumt. Aber wo ist darüber hinaus der Mehrwert?

Um diese Fragen beantworten zu können, muss man erst einmal klären, was da überhaupt zu aktualisieren wäre. Handelt es sich beispielsweise um die neueste Version der Buchhaltungssoftware des Unternehmens, wird man – schon allein der geänderten Gesetze wegen – kaum um das Update herumkommen. Wie sieht es aber aus, wenn es sich um eine Programmiersprache und deren Laufzeitumgebung handelt? Neue Sprachkonstrukte und verbesserte Funktionalitäten mögen zwar erfreulich für die Entwickler sein, machen aber die existierende Software nicht von selbst besser: Um von den Verbesserungen profitieren zu können, müsste man schließlich den Quelltext anpassen. Das kostet Zeit und somit Geld. Alles nur, damit die Software in der Außenwahrnehmung das Gleiche kann wie vor der Anpassung?

Software ist in den seltensten Fällen Selbstzweck

Ein gutes Argument für ein Update von PHP ist die verbesserte Performance. Zwar war bisher so ziemlich jede neu erschienene Version von PHP schneller als ihr Vorgänger, doch bei PHP 7.0 war der Sprung besonders deutlich. Daher kann man auch ohne Änderungen am Quelltext von den Optimierungen profitieren. Das PHP-Projekt ist, trotz massiver – und leider teils auch gerechtfertigter – Kritik an Inkonsistenzen der Sprache und Designentscheidungen der Vergangenheit, sehr auf Rückwärtskompatibilität bedacht. Die allermeiste Software, die für PHP 5.6 oder sogar früher entwickelt wurde, läuft daher ohne nennenswerte Änderungen auch mit PHP 7.

Natürlich bringt ein größerer Versionssprung auch fast unvermeidbar einige Inkompatibilitäten mit sich. Wie stark sich d...

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