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Was bei Onlineauktionen zu beachten ist

Was bei Onlineauktionen zu beachten ist


Ob Powerseller oder privater Gelegenheitsverkäufer – Onlineauktionen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Dabei gilt es jedoch, einiges zu beachten.

Um für seine Nutzer und vor allem für potenzielle neue Mitglieder interessant zu bleiben, warten Onlineauktionsplattformen – allen voran eBay als Branchenprimus – regelmäßig mit neuen Funktionen auf. Die deutsche Gesetzgebung und Rechtsprechung versucht, mit dieser rasanten Entwicklung Schritt zu halten. Dementsprechend erscheinen mit schöner Regelmäßigkeit neue Gerichtsentscheidungen rund um das Thema Onlineauktionen. Insbesondere als gewerblicher Auktionsbetreiber tut man gut daran, sich ständig up to date zu halten. Es gibt nichts Trügerisches, als einen vielleicht einmalig rechtlich überprüften Onlineauftritt, den man für Wochen, Monate oder gar Jahre nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten anpasst. Vergleichbar wäre solch ein Verhalten mit der Installation eines Virenscanners, den man anschließend nicht mit den neuesten Virendefinitionen bzw. Sicherheitsupdates versorgt.

Urheberrecht

Jeder Anbieter einer Onlineauktion muss, genau wie Betreiber anderer Webseiten auch, prinzipiell die Regelungen des Urheberrechts beachten. Es kommt nicht selten vor, dass für die eigene Auktion der Einfachheit halber die Produkttexte bzw. -fotos des Herstellers oder aus anderen Quellen zum Einsatz kommen. Liegt dafür jedoch keine Zustimmung des Rechteinhabers vor, so stellt dies einen Urheberrechtsverstoß dar. Dabei spielt es keine Rolle, ob dem Auktionsbetreiber dies bewusst war, oder ob er gar mit Absicht so gehandelt hat. Auch der Umstand, ob es sich um eine private oder um eine gewerbliche Auktion handelt, ist primär nicht von Interesse. Daher kann generell jeder in eine durchaus kostenintensive Abmahnfalle tappen, wenn er fremde Urheberrechte missachtet. Im Falle der unberechtigten Verwendung von insgesamt vier Fotos auf dem eBay-Marktplatz hatte das Amtsgericht Köln mit Urteil vom 24.05.2012 (Aktenzeichen: 137 C 53/12) entschieden, dass ein Schadensersatz in Höhe von insgesamt 180 Euro zu leisten ist. Außerdem hatte der Rechtsverletzer die Anwalts- und Gerichtskosten auf Grundlage eines Streitwerts in Höhe von 7 500 Euro zu tragen, die sich auf ca. 3 000 Euro beliefen.

Bei der Bemessung des Streitwerts eines derartigen Gerichtsverfahrens muss der Wert des verletzten Rechts und auch Dinge, wie z. B. Umfang und Ausmaß der Verletzung sowie das Verschulden des Urheberrechtsverletzers, berücksichtigt werden. So h...

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