PHP Magazin - 04.2014 - Das Ende von PHP: Wie Facebook PHP neu erfunden hat


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Mai 2014

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Jakob Westhoff, Arne Blankerts, Sebastian Bergmann, Tom Wießeckel, Stefan Priebsch, Tom Wießeckel, Richard Neb, Tobias Schlitt, Ralf Eggert, Tom Wießeckel, Michael Rohrlich, Tom Wießeckel, Tobias Zander, Sebastian Springer, Carsten Eilers

Liebe PHP-Entwicklerinnen und PHP-Entwickler,

alles wird, so scheint es, anders. Die PHP-Landschaft ist in Bewegung geraten, und es scheint, als würde aus dieser Tektonik eine Kraft ausgehen, die alles, was wir kennen, ins Wanken geraten lässt. Das zumindest ist der Eindruck, den man gewinnen könnte, wenn man momentan die einschlägigen Websites und Köpfe der Community beobachtet. Und Schuld daran ist ein soziales Netzwerk. Na, wenn man da nicht ins Grübeln gerät …

Dabei ist das die naheliegendste Sache, die man sich denken kann. Eine der größten Websites der Welt – wenn nicht gar die größte – hat in grauer Vorzeit einmal klein angefangen. Und sie hat dabei, wie so viele vor und nach ihr, auf PHP gesetzt. Es kam zum Wachstum, und man brauchte mehr Performance. Man brauchte mehr Sicherheit, Werkzeuge, die bereits während der Entwicklung das Feedback geben, mit denen wir entsprechend (re)agieren können. Und das war mit reinem PHP nur schwer umzusetzen. Was also tun, wenns brennt? Was also tun, wenn man Geld verdienen muss, dazu aber schneller werden muss, besser? Das System von Grund auf neu entwickeln, mit einer anderen Technologie vielleicht, dürfte keine sonderlich valide Option sein. Schließlich hat man zahlreiche hochbegabte Entwickler in den eigenen Reihen sitzen, die all das erschaffen haben, die das System in- und auswendig kennen.

Neben den schlauen Köpfen, die für Facebook arbeiten, hat der Social-Media-Riese aber noch etwas anderes in der Hinterhand: finanzielle Mittel, und zwar nicht zu knapp. Anstatt das Rad neu zu erfinden, hat man sich also dazu entschlossen, das bestehende Rad zu nehmen und es zu verbessern. Man hat die Kanten herausgeschliffen, hier und da ein paar Features hinzugefügt – die, ganz nebenbei gesagt, bei vielen Entwickelnden hoch im Kurs stehen. Und mal unter uns: Wie viele von uns hätten bei gleichen Voraussetzungen nicht exakt dasselbe getan?

Quasi im Vorbeigehen hat man damit auch gleich drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Man hat sich selbst eine Basis geschaffen, mit der man Geld verdienen kann, man hat auf bestehender Technologie und Wissen aufgebaut und somit die eigene Migration erleichtert und kann nun der Community etwas zurückgeben. Auch wenn man Letzteres zunächst einmal mit Vorsicht betrachten sollte, so bietet man uns mit Hack eine Sprachalternative, bei der uns der Einstieg mehr als leicht fallen dürfte. Und die HHVM, der technische Unterbau, der als mögliche Alternative zur Zend Engine herhalten könnte, beherrscht (zumindest noch) beides – das klassische PHP und die „Irgendwie-Neuauflage“ Hack.

Liebe PHP-EntwicklerInnen – ich habe die Anrede durchaus bewusst gewählt. Es mag sein, dass im Moment alles in Bewegung ist und es so scheint, als würde unsere Basis infrage gestellt. Und es mag durchaus sein, dass durch die aktuellen Ereignisse so vieles in Bewegung gerät, dass wir uns auf große Änderungen einstellen müssen. Seien es Veränderungen in der Engine oder große Veränderungen in der Sprache. Na und? Wir arbeiten für das Web – und mit ihm. Wir sind es gewohnt, ständig in Bewegung zu sein, sind stets darauf eingestellt, neue Technologien und Techniken in Betracht zu ziehen. Alles, was uns im Moment droht, ist mehr von allem. Mehr Performance, mehr Auswahl, mehr Möglichkeiten, noch professioneller zu arbeiten.

Ich bin ehrlich gesagt der Meinung, dass es schlimmer kommen könnte.

Dennoch haben wir natürlich alle Fragen, die uns beschäftigen. Wir alle wollen wissen, wie genau es funktioniert, was uns erwartet, worauf wir achten müssen, und ob und wie wir von dieser Bewegung profitieren können. Genau diese Fragen möchte ich Ihnen mit dieser Ausgabe beantworten. Denn nie war es aktueller und dringender als jetzt: Bleiben Sie neugierig!

wiesseckel_thomas_sw.tif_fmt1.pngTom Wießeckel

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