© saicle/Shutterstock.com
Wie man gegen Amazon konkurriert

David gegen Goliath


Amazon glänzt mit Superlativen. Das breiteste Sortiment, der beste Preis, der größte Marktanteil. Teilen Schwergewichte wie Amazon und eBay den E-Commerce-Markt untereinander auf oder haben kleinere Onlineshops noch eine Chance zu bestehen?

Es gibt erfolgreiche Strategien, um gegen die milliardenschwere Konkurrenz anzukommen. Dabei geht es auf der einen Seite darum, die Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten und auf derer von Best Practices im Markt zu lernen. Zunächst wollen wir uns einmal anschauen, wie man Alleinstellungsmerkmale für sich findet.

✔ Produkte exklusiv anbieten

Wenn man Produkte anbietet, die es nicht auf Amazon oder eBay gibt, greifen einfache Marktmechanismen, und man ist in der Preisgestaltung flexibler. Um an solche Produkte zu kommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. So kann man Beispielsweise ausländische Waren importieren, die im heimischen Markt nicht verbreitet sind oder sich auf Produkte konzentrieren, die sich sonst nur im stationären Handel finden. Eine der spannendsten aber auch aufwändigsten Vorgehensweisen ist das Einführen eigener Marken und Produktlinien. So verkauft beispielsweise der Onlineshop Juniqe Poster, T-Shirts und Becher mit Designs von Nachwuchskünstlern.

Dabei muss nicht das komplette Sortiment exklusiv auf der eigenen Plattform sein. Wenn der Kunde das Gefühlt bekommt, in einem Shop etwas entdecken zu können, was er sonst nicht findet, wird das ganze Kaufverhalten emotionaler und spontaner.

✔ Günstiger sein

Mit Amazon in den Preiskampf zu gehen, macht keinen Spaß. Amazon hat fast den kompletten Warenprozess unter Kontrolle, jeden Aspekt des eigenen Geschäfts optimiert und kann zur Not auch mit negativen Deckungsbeiträgen arbeiten, wenn es darum geht, Konkurrenz aus dem Rennen zu schicken. Wer Amazon im Preis schlagen will, muss weiter gehen als nur zu optimieren, er muss sein Geschäftsmodell anpassen.

Das zeigen etwa klassische Shoppingclubs wie venteprivee.com, das Onlinependant zum stationären Fabrikverkauf. Bei einem Shoppingclub registrierte Nutzer haben Zugang zu zeitlich begrenzten Angeboten mit niedrigen Preisen. Hier kann Restpostenware angeboten werden, da die Produkte nur für Mitglieder sichtbar sind und sich dadurch Marken den Marktpreis im sonst transparenten Internet nicht kaputt machen. Durch Dropshipping und die On-Demand-Bestellung der Ware werden zudem Kosten gespart.

Eine weitere Spielart sind Abomodelle. Der Kunde geht, genau wie bei klassischen Zeitungsabonnements, einen Vertrag mit Laufzeit ein und erhält dafür regelmäßig Produkte nach Hause geliefert. Das Angebot dafür reicht mittlerweile von Spielsachen über Windeln zu Rasierklingen. Die Shops können sich auf wenige Produkte spezialisieren und mit Massenrabatten und eigenen Produktlinien die Kosten drücken. Durch den Charakter des Abos steigt zudem der Customer Lifetime Value (CLV).

✔ Mehr als nur Shopping bieten

Um im Wettbewerb zu bestehen, entwickeln Onlineshops neben der richtigen Preis- und Produktstrategie weitere Methoden, um das digitale Einkaufserlebnis zu bereichern. Hier geht es vor allem darum, die eigenen Stärken zu erkennen, um sich richtig differenzieren zu können. Einige Beispiele können das verdeutlichen:

  • Amazon selbst ist eine der größten Quellen für Produktbewertungen. Da die Bewertungen von Kunden geschrieben werd...

Neugierig geworden? Wir haben diese Angebote für dich:

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang