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PHP Magazin
Der schmale Grat beim Cybercrime

Gefahr aus dem Computer

Im Bereich Cybercrime liegt zwischen Legalität und strafbarer Handlung oft nur ein schmaler Grat, was gerade IT-Verantwortliche betrifft.

Michael Rohrlich


Die große Onlineenzyklopädie Wikipedia definiert den Begriff Computerkriminalität (auf „Neudeutsch“ auch Cybercrime) wie folgt [1]: „[Er] umfasst alle ‚Straftaten, die unter Ausnutzung der Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) oder gegen diese begangen werden‘. Cybercrime im engeren Sinne des Bundeskriminalamts (BKA) bezieht sich auf ‚spezielle Phänomene und Ausprägungen dieser Kriminalitätsform, bei denen Elemente der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) wesentlich für die Tatausführung sind‘.“

Hierbei existieren laut Wikipedia [1] im Wesentlichen zwei Fallgruppen, die es zu unterscheiden gilt:

Computerstrafrecht (Straftaten, die gegen oder mit EDV-Anlagen begangen werden)Internetstrafrecht (Straftaten, die im Internet begangen werden)

Zur erstgenannten Gruppe (Computerkriminalität im engeren Sinne) zählen u. a.:

ComputerbetrugBetrug mit Zugangsberechtigungen zu KommunikationsdienstenFälschung beweiserheblicher DatenTäuschung im Rechtsverkehr bei DatenverarbeitungDatenveränderung bzw. ComputersabotageAusspähen bzw. Abfangen von Daten

Zur zweiten Gruppe (Computerkriminalität im weiteren Sinne) gehören z. B.:

sog. Phishing (z. B. Onlinebanking-Zugangsdaten)Straftaten mit DDoS-Attacken o. Ä.Verbreiten von Viren, Trojanern etc.diverse Ausprägungen digitaler ErpressungHerstellen, Überlassen, Verbreiten oder Verschaffen sog. „Hacker-Tools“

Es gibt ein Problem, das so alt ist, wie die jeweiligen Straftatbestände selbst: die Nachweisbarkeit. Da Tatobjekt und/oder Tatmittel unkörperlich sind, nämlich zum Beispiel Dateien oder Datenströme, und es zudem fachmännischen Wissens sowie guter technischer Ausstattung bedarf, können für begangene Straftaten mitunter nur sehr schwer oder gar überhaupt keine handfesten Beweise gesammelt werden, die dann zu einer Verurteilung oder auch nur Ermittlung des Täters führen.

Gestalten sich die Ermittlungen jedoch erfolgreich, kann das unter Umständen auch Auswirkungen auf rechtschaffende Bürger bzw. fleißige IT-Verantwortliche haben. So greifen etwa Netzwerkadministratoren zu Testzwecken regelmäßig auch auf Software zurück, die teilweise oder gänzlich illegal ist. So wurden beispielsweise bei Käufern der Software „Blackshades“ Mitte Mai 2014 Hausdurchsuchungen wegen Verstoßes gegen den sog. „Hackerparagrafen“ § 202c StGB durchgeführt. Mithilfe dieser Software können unterschiedliche Angriffe auf Windows-Systeme ausgeführt werden.

Computerdelikte

Das Computerstrafrecht umfasst ganz unterschiedliche Straftatbestände. Dazu zählen i...

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Der schmale Grat beim Cybercrime

Gefahr aus dem Computer

Im Bereich Cybercrime liegt zwischen Legalität und strafbarer Handlung oft nur ein schmaler Grat, was gerade IT-Verantwortliche betrifft.

Michael Rohrlich


Die große Onlineenzyklopädie Wikipedia definiert den Begriff Computerkriminalität (auf „Neudeutsch“ auch Cybercrime) wie folgt [1]: „[Er] umfasst alle ‚Straftaten, die unter Ausnutzung der Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) oder gegen diese begangen werden‘. Cybercrime im engeren Sinne des Bundeskriminalamts (BKA) bezieht sich auf ‚spezielle Phänomene und Ausprägungen dieser Kriminalitätsform, bei denen Elemente der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) wesentlich für die Tatausführung sind‘.“

Hierbei existieren laut Wikipedia [1] im Wesentlichen zwei Fallgruppen, die es zu unterscheiden gilt:

Computerstrafrecht (Straftaten, die gegen oder mit EDV-Anlagen begangen werden)Internetstrafrecht (Straftaten, die im Internet begangen werden)

Zur erstgenannten Gruppe (Computerkriminalität im engeren Sinne) zählen u. a.:

ComputerbetrugBetrug mit Zugangsberechtigungen zu KommunikationsdienstenFälschung beweiserheblicher DatenTäuschung im Rechtsverkehr bei DatenverarbeitungDatenveränderung bzw. ComputersabotageAusspähen bzw. Abfangen von Daten

Zur zweiten Gruppe (Computerkriminalität im weiteren Sinne) gehören z. B.:

sog. Phishing (z. B. Onlinebanking-Zugangsdaten)Straftaten mit DDoS-Attacken o. Ä.Verbreiten von Viren, Trojanern etc.diverse Ausprägungen digitaler ErpressungHerstellen, Überlassen, Verbreiten oder Verschaffen sog. „Hacker-Tools“

Es gibt ein Problem, das so alt ist, wie die jeweiligen Straftatbestände selbst: die Nachweisbarkeit. Da Tatobjekt und/oder Tatmittel unkörperlich sind, nämlich zum Beispiel Dateien oder Datenströme, und es zudem fachmännischen Wissens sowie guter technischer Ausstattung bedarf, können für begangene Straftaten mitunter nur sehr schwer oder gar überhaupt keine handfesten Beweise gesammelt werden, die dann zu einer Verurteilung oder auch nur Ermittlung des Täters führen.

Gestalten sich die Ermittlungen jedoch erfolgreich, kann das unter Umständen auch Auswirkungen auf rechtschaffende Bürger bzw. fleißige IT-Verantwortliche haben. So greifen etwa Netzwerkadministratoren zu Testzwecken regelmäßig auch auf Software zurück, die teilweise oder gänzlich illegal ist. So wurden beispielsweise bei Käufern der Software „Blackshades“ Mitte Mai 2014 Hausdurchsuchungen wegen Verstoßes gegen den sog. „Hackerparagrafen“ § 202c StGB durchgeführt. Mithilfe dieser Software können unterschiedliche Angriffe auf Windows-Systeme ausgeführt werden.

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Das Computerstrafrecht umfasst ganz unterschiedliche Straftatbestände. Dazu zählen i...

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