© istockphoto.com/Ivcandy
Teil 2: Wie DevOps mehr Kultur in die Unternehmen bringt

Es lebe die Kultur!


Kultur muss sich entwickeln, Kultur muss wachsen – Kultur braucht Zeit! Und Kultur lebt von den Menschen in ihr, ebenso wie die Menschen von der Kultur leben. Wenn Systeme sich ändern, muss besser früher als später eine Anpassung der Kultur folgen, um diese neuen Systeme zu stabilisieren. DevOps ist ein Beispiel dafür. Es sind die Menschen in diesen Systemen, die durch persönliche Verhaltensänderungen aus Vorgaben, Zielen und Commitments eine Kultur schaffen – auch in Organisationen, Teams und DevOps …

Im ersten Teil [1] wurde der Begriff der steten Verbesserung – Kaizen – als Grundlage für den DevOps-Gedanken erklärt. Ohne Kaizen ist es schwierig, das erklärte Ziel von „continuous“ zu erreichen und beizubehalten, wenn es denn einmal erreicht ist. „Aus Fehlern lernen“ setzt aber eine offene Art im Umgang mit Fehlern voraus. Es ist eine unerlässliche Aufgabe für Teams, die sich dem DevOps-Gedanken verschrieben haben, sich mit ihrer Fehlerkultur auseinanderzusetzen, bzw. einen zielführenden Umgang zu entwickeln. Doch heißt Fehlerkultur nicht ausschließlich, dass ein Team „nachsichtig“ mit Fehlern der anderen umgeht und versucht, das bestmögliche Ergebnis daraus zu erzielen. Es heißt auch, dass jeder einzelne Stakeholder Verantwortung für das eigene Handeln übernimmt und durch ­N-M-W – Nachdenken, Mitdenken, Weiterdenken – versucht, vermeidbare Fehler zu reduzieren und alte Fehler nicht zu wiederholen!

Dieser Anspruch führt gleich zu den nächsten für Dev­Ops wichtigen kulturellen Grundsätzen, der Kultur der Verantwortlichkeit und der Feedbackkultur. Eine Atmosphäre zu schaffen, in der Feedback eine Rückmeldung darstellt, die jedem hilft, dem Kaizen-Gedanken folgen zu können und in der Verantwortlichkeit nicht nur alleine für das eigene Handeln, sondern für den Erfolg des Teams und für gemeinsame Ziele übernommen wird, stellt im angespannten Tagesgeschäft oft eine große Herausforderung dar. Häufig ist Feedback [2] zu einem wenig wertschätzenden Verhalten mutiert, das einfach nur den Feedbacknehmer damit konfrontiert, was er falsch gemacht hat bzw. was dem Feedbackgeber nicht gefällt. Häufig lässt diese mutierte Form den Feedbacknehmer „im Regen stehen“, weil sich darin nur negative Kritik äußert und keine Lösungsansätze geliefert werden oder gar positives Verhalten angesprochen wird. Die Aussage „Wenn ich nichts gesagt habe, dann ist es wohl gut!“, ist leider noch in vielen Firmen Standard. Diese falsch interpretierte Form des Feedbacks ist in einem auf Hoch...

Neugierig geworden?

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang