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Fortschritte messen

Kolumne: A² - alles Agile


PRINCE2 und PRINCE2 Agile bieten einen Ansatz, den Fortschritt in einem Projekt zu messen und zu überwachen. Die Fortschrittsmessung gestaltet sich in unterschiedlichen Projekten auf verschiedenste Art und Weise, im Scrum-Umfeld kann zum Beispiel das Burn-Down-Chart als Fortschrittsindikator im aktuellen Sprint gesehen werden. PRINCE2 beschreibt die Fortschrittsmessung im Thema „Fortschritt“ (zur Erinnerung: PRINCE2 befasst sich mit insgesamt sieben Themen). Damit wird in dieser Kolumne das letzte der sieben Themen von PRINCE2 behandelt.

Durch die gezielte Anwendung der in PRINCE2 beschriebenen Techniken ist so jederzeit eine Aussage möglich, wie weit ein Projekt, eine Phase oder ein Arbeitspaket fortgeschritten ist. Die definierten Mittel zur Steuerung sind laut PRINCE2 die folgenden:

  • Toleranzen

  • Managementprodukte

  • Phaseneinteilung

Mittels dieser kann den Regeln entsprechend auf verschiedenen Ebenen (Lenken, Managen, Liefern) gesteuert und, falls nötig, korrigiert werden. Schauen wir uns im Folgenden diese drei Mittel etwas genauer an.

Toleranzen und Ausnahmen

Unter dem Thema „Pläne“ wurde bereits aufgezeigt, wie im Fall einer Ausnahme ein Ausnahmeplan erstellt wird. Als Ausnahme definiert PRINCE2 eine Situation, in der eine Abweichung über die vereinbarten Toleranzen hinaus eingetreten ist oder absehbar eintreten wird. Die Ebenen Managen und Liefern haben voneinander getrennte Toleranzen: Auf der Ebene Liefern beziehen sie sich zum Beispiel auf die Arbeitspakete, auf der Ebene Managen auf die Phase. Ausnahmen werden jeweils an die nächsthöhere Ebene eskaliert. PRINCE2 definiert entsprechend der PRINCE2-Projektdimensionen sechs Toleranzbereiche:

  • Plus/minus – Zeit: Bezieht sich auf Zeitangaben für einen geplanten Termin, zum Beispiel für den Projektplan, den Phasenplan oder ein Arbeitspaket.

  • Plus/minus – Kosten: Abweichungen vom Budgetplan für die jeweiligen in den Plänen (Projektplan, Phasenplan) definierten Budgets.

  • Plus/minus – Umfang: Im Projekt- oder Phasenplan werden Umfänge definiert und entsprechend ihrer Wichtigkeit priorisiert, zum Beispiel mit „Must have“, „Should have“ und „Could have“. Diese Umfänge werden wiederum mit Toleranzen versehen.

  • Plus/minus – Risiko: Auch für Risiken werden Toleranzgrenzen definiert, die entsprechend bei Ausnahmen eskaliert werden.

  • Plus/minus – Qualität: Für die bereits vereinbarten Qualitätsziele dienen die Toleranzgrenzen zur Sicherstellung einer noch akzeptierbaren Produktqualität.

  • Plus/minus – Nutzen: Der...

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