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PHP Magazin
Breakpoint Wilson: Was macht den besten Job der Welt aus?

Softwareentwicklung und schwarze Wand

Für diesen Breakpoint sprach ich mit Ralf, einem berenteten Bergmann, über sein Arbeitsleben unter Tage. Dabei stellte ich fest, dass viele Dinge, die den besten Job der Welt ausmachen, sowohl am Schlagbohrer als auch am Whiteboard dieselben sind.

Dennis John Wilson


Ralf hat zwanzig Jahre unter Tage gearbeitet und ist nun frühberentet. Sein Rücken ziept, die Hüfte knackst und die Lungen sind besser geteert als die meisten deutschen Autobahnen. „Sitzen ist das neue Rauchen“, schießt mir durch den Kopf, und ich vermerke in meinem iPhone, dass ich immer noch einen ergonomischen Schreibtischstuhl besorgen muss. Ralf und ich lernten uns auf einem Familiengeburtstag kennen. Ich als Computerfuzzi mit feingliedrigen Fingern und blassem Teint kam mir neben dem körperlich immer noch wie in Stein gemeißelt wirkenden Menschen – braungebrannt und Mitte 50 – wie ein fauler, arbeitsscheuer Milchbubi vor.

Wir unterhielten uns sehr lange und unheimlich viel über die Zeit unter Tage. Genauer gesagt, über die Zeit der 80er und 90er Jahre. Während er über die unterschiedlichen Abenteuer und Erlebnisse seiner Karriere sprach, funkelten seine Augen durchgehend. Egal wie staubig, schwer und lebensgefährlich die Arbeit im Schacht auch gewesen sein muss: So wie dieser 55jährige von Arbeit gezeichnete Mann selbst heute noch von seiner Zeit als Bergmann sprach, muss er seinen Job durch und durch geliebt haben. Meiner Meinung nach hat er somit schon mal vieles richtig gemacht und vielen von uns einiges voraus.

Ich fragte mich also: Was genau macht gute Arbeit eigentlich aus? Wenn ich mit siebzig Jahren noch strahlenden Auges davon schwärmen möchte, wie gut mein Arbeitsleben war, auf was genau muss ich dann heute beruflich achten? Ich war ganz Ohr und habe einige Prinzipien entdecken können, die sich genauso auf jeden anderen Beruf übertragen lassen.

Mit Begeisterung für die Arbeit leben

Im „Breakpoint Wilson“ beschäftige ich mich überwiegend mit Themen der Softwareentwicklung, für die im Arbeitsalltag oftmals keine Zeit bleibt. Egal ob Tooling, Strategie oder Zwischenmenschliches: Die Kolumne soll dabei helfen, dass Softwareentwicklung – meiner Meinung nach der beste Job der Welt – noch mehr Spaß macht! Was also hat die Arbeit eines Bergmanns mit der Arbeit als Softwarespezialist gemein? Das klingt ein wenig widersprüchlich, aber lass mich das bitte kurz erklären. Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets. In den Familien meiner Eltern gab es Bergleute. Wenn du nicht von hier bist, kennst du das Ruhrgebiet vermutlich nur aus Märchen und vom Hörensagen: Ruhrgebiet – das Mordor Westdeutschlands, wo Baum, Blatt und Bambi dem Bergbau wichen. Wo Wäsche nicht draußen hängen darf, weil der Ruß die Laken wieder schwärzt. Wo nach dem Niedergang der Hochofendrachen...

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Breakpoint Wilson: Was macht den besten Job der Welt aus?

Softwareentwicklung und schwarze Wand

Für diesen Breakpoint sprach ich mit Ralf, einem berenteten Bergmann, über sein Arbeitsleben unter Tage. Dabei stellte ich fest, dass viele Dinge, die den besten Job der Welt ausmachen, sowohl am Schlagbohrer als auch am Whiteboard dieselben sind.

Dennis John Wilson


Ralf hat zwanzig Jahre unter Tage gearbeitet und ist nun frühberentet. Sein Rücken ziept, die Hüfte knackst und die Lungen sind besser geteert als die meisten deutschen Autobahnen. „Sitzen ist das neue Rauchen“, schießt mir durch den Kopf, und ich vermerke in meinem iPhone, dass ich immer noch einen ergonomischen Schreibtischstuhl besorgen muss. Ralf und ich lernten uns auf einem Familiengeburtstag kennen. Ich als Computerfuzzi mit feingliedrigen Fingern und blassem Teint kam mir neben dem körperlich immer noch wie in Stein gemeißelt wirkenden Menschen – braungebrannt und Mitte 50 – wie ein fauler, arbeitsscheuer Milchbubi vor.

Wir unterhielten uns sehr lange und unheimlich viel über die Zeit unter Tage. Genauer gesagt, über die Zeit der 80er und 90er Jahre. Während er über die unterschiedlichen Abenteuer und Erlebnisse seiner Karriere sprach, funkelten seine Augen durchgehend. Egal wie staubig, schwer und lebensgefährlich die Arbeit im Schacht auch gewesen sein muss: So wie dieser 55jährige von Arbeit gezeichnete Mann selbst heute noch von seiner Zeit als Bergmann sprach, muss er seinen Job durch und durch geliebt haben. Meiner Meinung nach hat er somit schon mal vieles richtig gemacht und vielen von uns einiges voraus.

Ich fragte mich also: Was genau macht gute Arbeit eigentlich aus? Wenn ich mit siebzig Jahren noch strahlenden Auges davon schwärmen möchte, wie gut mein Arbeitsleben war, auf was genau muss ich dann heute beruflich achten? Ich war ganz Ohr und habe einige Prinzipien entdecken können, die sich genauso auf jeden anderen Beruf übertragen lassen.

Mit Begeisterung für die Arbeit leben

Im „Breakpoint Wilson“ beschäftige ich mich überwiegend mit Themen der Softwareentwicklung, für die im Arbeitsalltag oftmals keine Zeit bleibt. Egal ob Tooling, Strategie oder Zwischenmenschliches: Die Kolumne soll dabei helfen, dass Softwareentwicklung – meiner Meinung nach der beste Job der Welt – noch mehr Spaß macht! Was also hat die Arbeit eines Bergmanns mit der Arbeit als Softwarespezialist gemein? Das klingt ein wenig widersprüchlich, aber lass mich das bitte kurz erklären. Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets. In den Familien meiner Eltern gab es Bergleute. Wenn du nicht von hier bist, kennst du das Ruhrgebiet vermutlich nur aus Märchen und vom Hörensagen: Ruhrgebiet – das Mordor Westdeutschlands, wo Baum, Blatt und Bambi dem Bergbau wichen. Wo Wäsche nicht draußen hängen darf, weil der Ruß die Laken wieder schwärzt. Wo nach dem Niedergang der Hochofendrachen...

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