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PHP Magazin
Micro Frontends bringen die Idee von Microservices ins Frontend

Den Monolith fachgerecht zerlegen

Micro Frontends oder auch Micro Apps werden in letzter Zeit häufiger diskutiert. Nachdem Microservices-Architekturen im Backend wachsenden Anklang finden, schwappt dieser Architekturansatz auch immer öfter ins Frontend. Das erste Mal wurden Micro Frontends im ThoughtWorks Technology Radar Ende 2016 erwähnt. Seit dieser Zeit haben sich zahlreiche Bibliotheken und Hilfsmittel rund um diesen Architekturansatz entwickelt.

Sebastian Springer


Vor dem Einsatz dieser Architekturform sollten Sie sich fragen, ob Micro Frontends die richtige Lösung für Ihre Applikation sind. Analog zum Blogartikel von Dan Abramov zum Einsatz der State-Management-Bibliothek Redux „You might not need Redux“ steht auch vor der Implementierung einer Applikation mit Micro Frontends die Aussage „You might not need Micro Frontends“ im Raum. Diese Architekturform hat ihre Vor- und Nachteile, die Sie gegeneinander abwägen sollten. Die Micro-Frontend-Architektur stellt eine grundlegende Architekturentscheidung dar. Diese im Nachhinein umzustellen, gestaltet sich aufwendig.

Der Gegenentwurf zu einer Micro-Frontend-Architektur ist der klassische Monolith. Eine monolithische Applikation besteht aus einer zusammenhängenden Codestruktur. Das muss jedoch nicht zwingend bedeuten, dass es sich um unstrukturierten Spaghetticode handelt. Ein moderner Monolith weist eine modulare Struktur auf, sodass auch hier zahlreiche Vorteile einer Services-Architektur, wenn auch in abgeschwächtem Ausmaß, greifen. Das Ziel von Modularisierung und auch von Micro Frontends ist, in sich geschlossene Teile einer Applikation zu isolieren. Im Backend geht die Microservices-Architektur einen Schritt weiter und entkoppelt die einzelnen Module vollständig voneinander, sodass einzelne Prozesse entstehen, die getrennt voneinander entwickelt, veröffentlicht und gewartet werden können. Mit Micro Frontends halten viele dieser Vorteile auch Einzug ins Frontend.

Die Vorteile von Micro Frontends

Einer der Vorteile von Microservices im Backend ist, dass Sie diese Services unabhängig voneinander skalieren können, indem Sie zusätzliche Instanzen der Services hochfahren. Dieses Feature ist bei Microservices im Frontend nicht relevant, da es sich bei den Services nicht um Prozesse, sondern mehr um eigenständige Bausteine des Frontends handelt.

Micro Frontends spielen ihre wahre Stärke in der Entkopplung dieser Bausteine über die Grenzen einer bloßen Modularisierung aus. Die einzelnen Micro Frontends können ihre eigenen Technologiestacks und internen Architekturen aufweisen. Eine Applikation mit einer Micro-Frontend-Architektur kann sich also beispielsweise aus einem Angular Frontend, einem React Frontend und einem Vue Frontend zusammensetzen. Jedes dieser Frontends kann von einem eigenständigen Team umgesetzt werden. Damit lassen sich komplette Featureteams realisieren, die sich vom Backend bis zum Frontend durchziehen. Jedes Team ist damit in der Lage, Features in ihrer ...

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Micro Frontends bringen die Idee von Microservices ins Frontend

Den Monolith fachgerecht zerlegen

Micro Frontends oder auch Micro Apps werden in letzter Zeit häufiger diskutiert. Nachdem Microservices-Architekturen im Backend wachsenden Anklang finden, schwappt dieser Architekturansatz auch immer öfter ins Frontend. Das erste Mal wurden Micro Frontends im ThoughtWorks Technology Radar Ende 2016 erwähnt. Seit dieser Zeit haben sich zahlreiche Bibliotheken und Hilfsmittel rund um diesen Architekturansatz entwickelt.

Sebastian Springer


Vor dem Einsatz dieser Architekturform sollten Sie sich fragen, ob Micro Frontends die richtige Lösung für Ihre Applikation sind. Analog zum Blogartikel von Dan Abramov zum Einsatz der State-Management-Bibliothek Redux „You might not need Redux“ steht auch vor der Implementierung einer Applikation mit Micro Frontends die Aussage „You might not need Micro Frontends“ im Raum. Diese Architekturform hat ihre Vor- und Nachteile, die Sie gegeneinander abwägen sollten. Die Micro-Frontend-Architektur stellt eine grundlegende Architekturentscheidung dar. Diese im Nachhinein umzustellen, gestaltet sich aufwendig.

Der Gegenentwurf zu einer Micro-Frontend-Architektur ist der klassische Monolith. Eine monolithische Applikation besteht aus einer zusammenhängenden Codestruktur. Das muss jedoch nicht zwingend bedeuten, dass es sich um unstrukturierten Spaghetticode handelt. Ein moderner Monolith weist eine modulare Struktur auf, sodass auch hier zahlreiche Vorteile einer Services-Architektur, wenn auch in abgeschwächtem Ausmaß, greifen. Das Ziel von Modularisierung und auch von Micro Frontends ist, in sich geschlossene Teile einer Applikation zu isolieren. Im Backend geht die Microservices-Architektur einen Schritt weiter und entkoppelt die einzelnen Module vollständig voneinander, sodass einzelne Prozesse entstehen, die getrennt voneinander entwickelt, veröffentlicht und gewartet werden können. Mit Micro Frontends halten viele dieser Vorteile auch Einzug ins Frontend.

Die Vorteile von Micro Frontends

Einer der Vorteile von Microservices im Backend ist, dass Sie diese Services unabhängig voneinander skalieren können, indem Sie zusätzliche Instanzen der Services hochfahren. Dieses Feature ist bei Microservices im Frontend nicht relevant, da es sich bei den Services nicht um Prozesse, sondern mehr um eigenständige Bausteine des Frontends handelt.

Micro Frontends spielen ihre wahre Stärke in der Entkopplung dieser Bausteine über die Grenzen einer bloßen Modularisierung aus. Die einzelnen Micro Frontends können ihre eigenen Technologiestacks und internen Architekturen aufweisen. Eine Applikation mit einer Micro-Frontend-Architektur kann sich also beispielsweise aus einem Angular Frontend, einem React Frontend und einem Vue Frontend zusammensetzen. Jedes dieser Frontends kann von einem eigenständigen Team umgesetzt werden. Damit lassen sich komplette Featureteams realisieren, die sich vom Backend bis zum Frontend durchziehen. Jedes Team ist damit in der Lage, Features in ihrer ...

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