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Kolumne: Zeit für PHP

Kolumne: Zeit für PHP


Wer sucht heute keine Entwickler? Der Arbeitsmarkt, speziell für PHP-Entwickler, ist schon seit Jahren so gut wie leergefegt. Fast jedes Unternehmen sucht mehr oder weniger händeringend Softwareentwickler. Und fast jedes Unternehmen fragt sich, was man tun muss, um mehr oder bessere Kandidaten zu finden.

An mangelnder Fluktuation kann es nicht liegen, denn die Softwareindustrie hat laut einer LinkedIn-Studie [1] die höchste Fluktuationsrate aller Branchen. Große Firmen wie Google oder Amazon schaffen es heute im Mittel gerade einmal, die Mitarbeiter für rund ein Jahr zu halten [2]. Manager aus dem Silicon Valley berichten, dass die untere Grenze für die Verweildauer von Entwicklern mittlerweile bei rund sechs Monaten liegt. Sechs Monate! Das ist aus verschiedenen Gründen erschreckend, denn die Mitarbeiter müssen ja praktisch direkt nach dem Einstand damit beginnen, ihren Ausstand zu planen. Im Ernst: Wie soll man in so kurzer Zeit wirklich in einer Firma ankommen, soziale Beziehungen aufbauen und Vertrauen schaffen? Kann man in so kurzer Zeit jemals einen wirklich wertvollen Beitrag zum Unternehmensgeschehen leisten?

Und warum sollte das Unternehmen den Mitarbeiter auf eine Konferenz oder in eine Schulung schicken? Das würde ja nur den Marktwert des Mitarbeiters erhöhen, und der würde dann womöglich für ein höheres Gehalt direkt zur Konkurrenz wechseln. Anstatt in die Fortbildung der Mitarbeiter zu investieren, werden also lieber Massagen, Fitnessclubmitgliedschaften, Snacks und Getränke angeboten. In Deutschland ist die Fluktuation glücklicherweise (noch) nicht so hoch, auch wenn Städte wie Berlin auf dem besten Weg scheinen, es dem Silicon Valley nachzumachen.

Aber egal wie hoch sie ist, die Fluktuation allein reicht nicht aus, das Problem der knappen Entwickler zu lösen, denn sie ist nur eine Umverteilung. Die Branche wächst seit Jahrzehnten mehr oder weniger ungebremst, sogar schneller als die Gesamtwirtschaft [3]. Robert „Uncle Bob“ Martin hat aufgezeigt, dass die Softwareindustrie eine Wachstumsrate hat, bei der sich die Anzahl von Programmierern etwa alle fünf Jahre verdoppelt [4]. Er zieht daraus eine interessante Schlussfolgerung: Aufgrund dieses Wachstums hat dauerhaft jeder zweite Programmierer weniger als fünf Jahre Berufserfahrung.

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