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Bücher

Symfony 5: Auf der Überholspur


Als sich der Rezensent vor vielen Jahren bei SourceForge anmeldete, musste man im Rahmen der Selbstbewertung die Kenntnisse in verschiedenen Technologien angeben. Die höchste Klasse war damals „I wrote it“ – ein Attribut, das Fabien Potencier in Bezug auf das Symfony Framework mit Sicherheit erfüllt. Sein bei Leanpub erschienenes Lehrbuch ist in deutscher Sprache verfügbar – Zeit, einen ersten Blick auf das Werk zu werfen.

Potencier erklärt in einem ersten Schritt die in den folgenden Schritten verwendete Arbeitsumgebung, um danach sofort mit der Erzeugung eines Projektskeletts auf Basis des Symfony-Projektgenerators zu starten.

Schon hier fällt auf, dass das Buch nicht in gewöhnliche Kapitel, sondern in vergleichsweise kurze Schritte unterteilt ist. Aus diesem etwas eigenwilligen didaktischen Ansatz folgt, dass man das Buch wirklich schrittweise durcharbeiten kann.

Steht das erste System, so folgt eine kurze Einführung in Debugging-Werkzeuge und Git. Danach geht es wieder zurück zur Realisierung des Gästebuchs, wozu neben einem Controller auch die Erzeugung einer Datenbank für die von den Usern eingepflegten Einträge erforderlich ist.

Eins der wichtigsten Verkaufsargumente für Symfony ist die Möglichkeit, die Applikation schnell um zusätzliche Funktionen zu erweitern. Potencier demonstriert das erstmals in Schritt neun, in dem er eine als „Easy Admin“ bezeichnete Vorlage für Administrations-Backends von Webseiten in das Projektskelett einbindet.

Interessanterweise beschränkt sich Potencier in seinem Lehrbuch nicht auf eine umfangreiche Vorstellung der Symfony-Arbeitsumgebung. Während der zehnte Schritt am Benutzerinterface des Gästebuchs arbeitet, geht es in Schritt elf in die Welt von Git – das Werk demonstriert, wie man den von der Versionskontrollverwaltung gemanagten Code brancht. Danach geht es wieder zurück zu Ereignissen, die als Grundlage für die darauffolgenden Erklärungen des Lebenszyklus von Doctrine-Objekten und der Entgegennahme von Formulareingaben dienen.

In Lehrbüchern enthaltene Demonstrationen von Frameworks neigen im Allgemeinen dazu, synthetisch zu wirken. Potencier umgeht dieses Problem insofern, als er ab dem 15. Schritt einen durchaus steilen didaktischen Gang einlegt. Nach dem Laden eines Securitymoduls und der Einrichtung einer kleinen Benutzerverwaltung für das Backend folgt die Anbindung von APIs, die Implementierung eines Unit-Test-Systems und danach sogar die asynchrone Verarbeitung des zuvor verbundenen Spamverhinderungs-API...

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