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Frauen in der Tech-Branche

Im Porträt: Hazel Savage


Die Tech-Industrie wird von Männern dominiert – so weit, so schlecht. Doch langsam, aber sicher bekommt der sogenannte Boys Club Gesellschaft von begabten Frauen: Immer mehr Frauen fassen in der Branche Fuß. Aus diesem Grund wollen wir hier spannenden und inspirierenden Frauen die Möglichkeit geben, sich vorzustellen und zu erzählen, wie und weshalb sie den Weg in die Tech-Branche gewählt haben. Diesmal zu Gast: Hazel Savage, CEO und Mitbegründerin von Musiio.

PHP Magazin: Wann entstand dein Interesse an der Technologie?

Hazel Savage: Das war vermutlich der Zeitpunkt, als wir in unserer Familie den ersten Heim-PC bekamen und ich noch zur Highschool ging. Vielleicht war es aber auch der Zeitpunkt, als ich mit elf Jahren mein erstes Handy erhielt – ein Ericsson A1018, googelt das einfach mal! Ich bin in diesem lustigen Zwischenalter, in dem man noch weiß, wie das war, als man weder Internet noch Mobiltelefon hatte. Aber ich war jung, also fühlte sich Technik trotzdem wie angeboren an. Für die Musikindustrie, auf die ich mich spezialisiert habe, ist die Technologie oft ein Mittel zum Zweck. Wir hören die Musik, tauschen sie untereinander aus, leiten sie mittlerweile weiter und bezahlen dafür über Technologie. Es ist ein komplexes Ökosystem, aber ich habe bereits sehr früh in meiner Karriere erkannt, dass die Menschen, mit denen ich am liebsten zusammenarbeite – die getriebenen, schlauen und ehrgeizigen – sich in den Technologieunternehmen finden lassen.

PM: Wie bist du zur Tech-Branche gekommen?

Savage: Ich stamme aus dem Nordosten Englands und bin stolz darauf, mir noch den größten Teil meines Akzents bewahrt zu habe. Meine Erziehung war wunderbar normal, obwohl die Bandbreite an Ambitionen aus meiner Heimatstadt eher gering war. Wer die britischen Nachrichten verfolgt, wird vielleicht das Jobquiz der britischen Regierung kennen, das mit Recht in den letzten Memes verstärkt aufgetreten ist [1]. 1996 wurde ich in diesem Quiz als Busfahrerin abgestempelt. Dieses Jahr habe ich das Quiz noch einmal gemacht und man schlug mir vor, professionelle Fußballschiedsrichterin zu werden. Es ist so, als hätte die Person, die das Quiz erstellt hat, noch nie etwas vom Internet gehört. Und während das Ganze in den 90ern noch naiv und eingeschränkt war, ist es im Jahr 2020 einfach unverzeihlich. Ich komme weder aus der Musik- noch aus der Tech-Branche. Vor allem in der Musik ist es schwer, ohne Beziehungen Fuß zu fassen, aber es hat sich herausgestellt, dass man mit unerbittlicher...

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