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PHP Magazin
Kolumne: Cumulus

Teilen von Containern in phpcloud.com

Häufig kommt mir zu Ohren: „Cloud ist auch nichts anderes als Virtualisierung“. Ist das wirklich so? Technisch gesehen mag das korrekt sein, aber Technik allein ist nicht alles. Vielmehr geht es bei Cloud auch um Integration verschiedenster Dienste und Abläufe. Ein integraler Baustein für die Entwicklung in der Cloud kann zukünftig das Sharing von Plattformen werden. Das führt zur Frage: Wie viele Server braucht eigentlich eine Cloud? Im zweiten Teil der Kolumne befasse ich mich mit einem speziellen App Store, den dafür notwendigen Hardwareanforderungen und der Wirtschaftlichkeit eines Cloud-Clusters.

Jan Burkl


Vor drei bis vier Jahren gab es bei vielen PHPlern ein Umdenken in der Art des Entwickelns. Nicht das Programmieren im Speziellen, sondern primär das Aufsetzen einer gesamten Entwicklungsumgebung hat sich im Zuge der zunehmenden Virtualisierung stark verändert. In der Theorie klingt auch alles toll: Eine Person ist für die Pflege eines „Master-Images“ zuständig, und wenn es ein neues Teammitglied gibt oder eine neue PHP-Version eingespielt wird, muss lediglich das Image auf die Entwicklerrechner kopiert und die virtuelle Maschine neu gestartet werden. So weit die Theorie. Denn wie es immer so ist: Es funktioniert ja doch nicht alles so problemlos, wie gedacht und erhofft. Ob fehlende Shared Folders, kein funktionierender Debugger oder die typischen Netzwerkprobleme. Solche und andere Probleme tauchen dort auf, wo sie am wenigsten erwartet werden. Klar, es gibt für alles Lösungen. Sie können sich mitunter aber als sehr zeitintensiv herausstellen. Mit Cloud-Technologien können zwar nicht alle Probleme eliminiert werden, aber nachdem die Grundidee von Images (oder auch Snapshots) bereits eine etablierte Stärke von virtuellen Maschinen darstellt, ist das Teilen dieser Umgebungen vielleicht der logische nächste Schritt in der Entwicklungsevolution. Das Sharing von kompletten Plattformen könnte man auch als weitere Ebene des Social Codings bezeichnen. Eine mögliche Implementierung dieser Technik befindet sich in der Zend Dev Cloud (phpcloud.com). Dort hat jeder registrierte Nutzer zwei so genannte Container zur Verfügung, die er als Entwicklerplattform nutzen kann. Auf einen solchen Container kann die IDE via SFTP zugreifen, sodass die eigene Applikation direkt darin entwickelt wird. Das spannendste am Thema „Container“ ist jedoch, dass jederzeit ein Snapshot erstellt und binnen Sekunden von einem anderen Account genutzt werden kann. Der Effekt ist der folgende: Vor allem das langwierige Kopieren der großvolumigen Images entfällt. Das wird nämlich komplett von der Cloud-Infrastruktur übernommen. Lästige Fehlerquellen wie das manuelle Modifizieren von Netzwerkeinstellungen sind ebenfalls nicht mehr relevant. Der Entwickler bekommt eine exakte 1:1-Kopie vom Kollegen inklusive Server, Quellcode und aller PHP-Einstellungen.Während sich phpcloud.com ganz klar auf das Entwicklungssystem fokussiert, setzt der große Player Amazon auf eine etwas andere Strategie. Hier steht der Betrieb für produktive Applikationen im Vordergrund. Offenbar hat man sich in Seattle gedac...

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Kolumne: Cumulus

Teilen von Containern in phpcloud.com

Häufig kommt mir zu Ohren: „Cloud ist auch nichts anderes als Virtualisierung“. Ist das wirklich so? Technisch gesehen mag das korrekt sein, aber Technik allein ist nicht alles. Vielmehr geht es bei Cloud auch um Integration verschiedenster Dienste und Abläufe. Ein integraler Baustein für die Entwicklung in der Cloud kann zukünftig das Sharing von Plattformen werden. Das führt zur Frage: Wie viele Server braucht eigentlich eine Cloud? Im zweiten Teil der Kolumne befasse ich mich mit einem speziellen App Store, den dafür notwendigen Hardwareanforderungen und der Wirtschaftlichkeit eines Cloud-Clusters.

Jan Burkl


Vor drei bis vier Jahren gab es bei vielen PHPlern ein Umdenken in der Art des Entwickelns. Nicht das Programmieren im Speziellen, sondern primär das Aufsetzen einer gesamten Entwicklungsumgebung hat sich im Zuge der zunehmenden Virtualisierung stark verändert. In der Theorie klingt auch alles toll: Eine Person ist für die Pflege eines „Master-Images“ zuständig, und wenn es ein neues Teammitglied gibt oder eine neue PHP-Version eingespielt wird, muss lediglich das Image auf die Entwicklerrechner kopiert und die virtuelle Maschine neu gestartet werden. So weit die Theorie. Denn wie es immer so ist: Es funktioniert ja doch nicht alles so problemlos, wie gedacht und erhofft. Ob fehlende Shared Folders, kein funktionierender Debugger oder die typischen Netzwerkprobleme. Solche und andere Probleme tauchen dort auf, wo sie am wenigsten erwartet werden. Klar, es gibt für alles Lösungen. Sie können sich mitunter aber als sehr zeitintensiv herausstellen. Mit Cloud-Technologien können zwar nicht alle Probleme eliminiert werden, aber nachdem die Grundidee von Images (oder auch Snapshots) bereits eine etablierte Stärke von virtuellen Maschinen darstellt, ist das Teilen dieser Umgebungen vielleicht der logische nächste Schritt in der Entwicklungsevolution. Das Sharing von kompletten Plattformen könnte man auch als weitere Ebene des Social Codings bezeichnen. Eine mögliche Implementierung dieser Technik befindet sich in der Zend Dev Cloud (phpcloud.com). Dort hat jeder registrierte Nutzer zwei so genannte Container zur Verfügung, die er als Entwicklerplattform nutzen kann. Auf einen solchen Container kann die IDE via SFTP zugreifen, sodass die eigene Applikation direkt darin entwickelt wird. Das spannendste am Thema „Container“ ist jedoch, dass jederzeit ein Snapshot erstellt und binnen Sekunden von einem anderen Account genutzt werden kann. Der Effekt ist der folgende: Vor allem das langwierige Kopieren der großvolumigen Images entfällt. Das wird nämlich komplett von der Cloud-Infrastruktur übernommen. Lästige Fehlerquellen wie das manuelle Modifizieren von Netzwerkeinstellungen sind ebenfalls nicht mehr relevant. Der Entwickler bekommt eine exakte 1:1-Kopie vom Kollegen inklusive Server, Quellcode und aller PHP-Einstellungen.Während sich phpcloud.com ganz klar auf das Entwicklungssystem fokussiert, setzt der große Player Amazon auf eine etwas andere Strategie. Hier steht der Betrieb für produktive Applikationen im Vordergrund. Offenbar hat man sich in Seattle gedac...

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