PHP Magazin - 05.2013 - RabbitMQ


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Juli 2013

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Georg Wächter, Ursula Besbak, Erik Purwins, Michael Rohrlich, Michael Wager, Timo Buhmann, Robert Lemke, Tom Wießeckel, Armin Litzl, Konstanze Kulus, Tobias Schlitt, Vikram Vaswani, Michael Ryvlin, Tobias Zander, Jakob Westhoff, Corinna Kern, Hartmut Schlosser, Carsten Eilers, Ralf Eggert, Andreas Wenk

Liebe Leserinnen und Leser,

pünktlich zur Produktion dieser Ausgabe wurde PHP 5.5 veröffentlicht – und mit dieser Version eine ganze Reihe von wirklich sinnvollen neuen Features. Seien es nun die Generatoren, array_column(), das Password Hashing API oder Zends Optimizer Plus (a.k.a opcache). Gerade Letzteres dürfte den meisten Entwicklern schnell ans Herz wachsen – wird es jetzt doch jedem leicht gemacht, ein gut funktionierendes Caching in seinen Applikationen zu verwenden. Natürlich hat die Sache auch einen Haken: Ein User Cache ist noch nicht integriert. Doch wie nicht anders zu erwarten, ist auch hier mit der PECL-Erweiterung APCu bereits Abhilfe in Sicht. So ist das in dieser Community: Problem erkannt, Problem gebannt.

Allerdings muss ich gestehen, dass PHP 5.5 seit Langem die erste Version ist, die ich nicht von Anfang an mitgegangen bin. Ich habe mir nicht regelmäßig alle Betas zum Testen gezogen, habe mir nicht – wie zuletzt bei PHP 5.4 – die Finger an neuen Features verbrannt. Und die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen fehlt mir schlicht und ergreifend die Zeit dafür; was ausnahmsweise unter Garantie nicht am Wetter liegt. Aber manchmal sind andere Sachen einfach wichtiger. Was natürlich nicht bedeutet, dass ich es nicht nachholen werde, dass es mich nicht in den Fingern jucken würde, endlich selbst Hand an die neue Version anzulegen. Der Entdeckerdrang ist schließlich groß in uns!

Der andere Grund jedoch wurde mir erst jetzt so wirklich bewusst. In Vorbereitungen auf die kommende International PHP Conference in München habe ich viele Gespräche mit den anderen Mitgliedern des Advisory Boards geführt. Und bei eben diesen Diskussionen ist mir klar geworden, dass die Berührungspunkte mit dem Core doch eigentlich immer kleiner werden.

Wir arbeiten mit Frameworks, bewegen uns in den Strukturen der Systeme, mit denen wir arbeiten oder für die wir entwickeln. Natürlich nimmt uns das viel Arbeit ab; über viele Einzelheiten müssen wir uns schließlich keine Gedanken mehr machen. Die Frage ist nun, ob dieses Korsett dafür sorgt, dass wir ein wenig an Bodenhaftung verlieren oder ob wir nun in ein neues Zeitalter eintreten, in dem die Sprache an sich endgültig in den Hintergrund tritt und wir uns gänzlich darauf spezialisieren, mit dem Handwerkszeug unserer Wahl den Kern um die von uns benötigten Facetten zu erweitern. PHP selbst würde dabei mehr oder weniger in den Hintergrund treten, würde für die Performance, die Sicherheit und die netten Gimmicks drumherum sorgen.

Ein spannendes Feld, das viele weitere Fragen und Gedanken aufwirft. Aber um ehrlich zu sein: So sehr mich der theoretische Aspekt daran auch faszinieren mag, so sehr spüre ich auch wieder den Drang, die Praxis auszukosten. Worauf also warten? Ran an PHP 5.5. Es wäre doch schade, wenn all die tollen neuen Features gänzlich unentdeckt blieben … Auf einen heißen Sommer mit der neuen Version wünscht Ihnen

wiesseckel_thomas_sw.tif_fmt1.pngTom Wießeckel, Redakteur

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