Ein Hersteller für Elektroautos stellt seine Patente unter Open Source

Tesla goes Open Source

Tom Wießeckel


In der Softwareentwicklung ist Open Source schon längst nicht mehr der einst von einem nicht unbedeutenden Menschen in der IT-Szene heraufbeschworene Kommunismus. Es ist das Rückgrat so vieler spannender und wichtiger Projekte, ein wichtiger Bestandteil in zahllosen Entwicklungen. Und doch ist dieses Open-Source-Phänomen eines, das zum größten Teil auf den Bereich der Softwareentwicklung beschränkt zu sein scheint, oder?

Tesla und die Open-Source-Philosophie

Während ein großer Teil auf die Eröffnung der Fußballweltmeisterschaft entgegenfieberte, hat Elon Musk, CEO von Tesla Motors, einen Schritt gewagt, der beeindruckender und wegweisender kaum sein könnte [1]:

„Yesterday, there was a wall of Tesla patents in the lobby of our Palo Alto headquarters. That is no longer the case. They have been removed, in the spirit of the open source movement, for the advancement of electric vehicle technology.

Tesla Motors was created to accelerate the advent of sustainable transport. If we clear a path to the creation of compelling electric vehicles, but then lay intellectual property landmines behind us to inhibit others, we are acting in a manner contrary to that goal. Tesla will not initiate patent lawsuits against anyone who, in good faith, wants to use our technology.“

Tesla Motors dürfte vielen vor allem wegen ihrer sportlichen Elektrofahrzeuge ein Begriff sein. Nicht vergessen darf man dabei allerdings die ausgeklügelten Patente, die das Konzept der Elektroflitzer so einzigartig machen, wie die Batterietechnologien und die Technologie in den Supercharger-Stationen. Und diese Patente gehören jetzt der … nennen wir es „Community“.

Noch in der Gründerzeit hatte man bei Tesla Motors das dringende Bedürfnis, sich gegen die großen Konzerne zu schützen – gegen Konzerne mit milliardenschweren Budgets, riesigen Produktionsstätten und einer Marketingpower, die Tesla im Handumdrehen niedergewalzt hätten. Die Opferrolle wäre quasi vorprogrammiert gewesen.

We couldn’t be more wrong

Tatsache ist, dass sich offensichtlich keiner wirklich dafür interessiert, was dort in Palo Alto geschehen ist, welche Entwicklung sich vollzogen hat. Zurück bleibt ein noch motivierter Elon Musk, der die Konkurrenz nicht scheut. Denn bei einer simplen Rechnung, nach der sich die Zahl der pro Jahr produzierten Fahrzeuge den 100 Millionen nähert, kommt er zu dem Schluss, dass Tesla alleine gar nicht genügend Autos bauen kann, um der drohenden Ölkrise Herr zu werden. Also öffnet er seine Patente lieber, um ...

Ein Hersteller für Elektroautos stellt seine Patente unter Open Source

Tesla goes Open Source

Tom Wießeckel


In der Softwareentwicklung ist Open Source schon längst nicht mehr der einst von einem nicht unbedeutenden Menschen in der IT-Szene heraufbeschworene Kommunismus. Es ist das Rückgrat so vieler spannender und wichtiger Projekte, ein wichtiger Bestandteil in zahllosen Entwicklungen. Und doch ist dieses Open-Source-Phänomen eines, das zum größten Teil auf den Bereich der Softwareentwicklung beschränkt zu sein scheint, oder?

Tesla und die Open-Source-Philosophie

Während ein großer Teil auf die Eröffnung der Fußballweltmeisterschaft entgegenfieberte, hat Elon Musk, CEO von Tesla Motors, einen Schritt gewagt, der beeindruckender und wegweisender kaum sein könnte [1]:

„Yesterday, there was a wall of Tesla patents in the lobby of our Palo Alto headquarters. That is no longer the case. They have been removed, in the spirit of the open source movement, for the advancement of electric vehicle technology.

Tesla Motors was created to accelerate the advent of sustainable transport. If we clear a path to the creation of compelling electric vehicles, but then lay intellectual property landmines behind us to inhibit others, we are acting in a manner contrary to that goal. Tesla will not initiate patent lawsuits against anyone who, in good faith, wants to use our technology.“

Tesla Motors dürfte vielen vor allem wegen ihrer sportlichen Elektrofahrzeuge ein Begriff sein. Nicht vergessen darf man dabei allerdings die ausgeklügelten Patente, die das Konzept der Elektroflitzer so einzigartig machen, wie die Batterietechnologien und die Technologie in den Supercharger-Stationen. Und diese Patente gehören jetzt der … nennen wir es „Community“.

Noch in der Gründerzeit hatte man bei Tesla Motors das dringende Bedürfnis, sich gegen die großen Konzerne zu schützen – gegen Konzerne mit milliardenschweren Budgets, riesigen Produktionsstätten und einer Marketingpower, die Tesla im Handumdrehen niedergewalzt hätten. Die Opferrolle wäre quasi vorprogrammiert gewesen.

We couldn’t be more wrong

Tatsache ist, dass sich offensichtlich keiner wirklich dafür interessiert, was dort in Palo Alto geschehen ist, welche Entwicklung sich vollzogen hat. Zurück bleibt ein noch motivierter Elon Musk, der die Konkurrenz nicht scheut. Denn bei einer simplen Rechnung, nach der sich die Zahl der pro Jahr produzierten Fahrzeuge den 100 Millionen nähert, kommt er zu dem Schluss, dass Tesla alleine gar nicht genügend Autos bauen kann, um der drohenden Ölkrise Herr zu werden. Also öffnet er seine Patente lieber, um ...

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