PHP Magazin - 05.2015 - PouchDB! PouchDB und CouchDB - das dynamische Duo


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Juli 2015

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Jan Weddehage, Tom Wießeckel, Ralf Eggert, Maria Kern, Stefan Priebsch, Stefanie Schäfers, Christoph Ebert, Philipp Rieber, Jan De Cooman, Carsten Eilers, Stefan Riedel, Dennis John Wilson, Alain Veuve, Robert Lemke, Sebastian Springer, René Schröder, Sandro Keil, Michael Rohrlich

Liebe PHP-Community,

im letzten Editorial habe ich ja bereits darauf hingewiesen, dass dieses Jahr noch einige große Neuerungen anstehen. Zum einen natürlich im PHP-Umfeld, das mit PHP 7, Symfony 3 und einigen anderen spannenden Neuerungen aufwarten wird. Aber was ist das alles gegen den großen Umzug, den phpmagazin.de hingelegt hat? Das Schmieden einer Redaktionsallianz für mehr Überblick über alle Bereiche des Entwicklerlebens? Ganz ehrlich, was ist da schon die aufregendste Neuerung der letzten zwanzig Jahre in der Welt der PHP-Entwicklung?

Na ja, ganz so übertreiben möchte ich natürlich nicht …, dennoch haben mir die letzten Monate, die mit Konzeptions- und Umzugsstress, der International PHP Conference in Berlin und einigen interessanten Diskussionen rund um die Themen Architektur und Test-driven Development vollgepackt waren, ein klein wenig die Augen geöffnet. Zum einen habe ich zu lange selbst nicht mehr Hand an PHP-Code angelegt. Klar, neue Versionen installiert (in langen Nächten mit viel Koffein) und damit experimentiert – ein privates Projekt soll das Update natürlich überleben –, aber um ehrlich zu sein ist das zu wenig. Der Code ist in die Jahre gekommen, um es einmal vorsichtig zu formulieren; eine Rundumerneuerung ist also dringend nötig.

Zum anderen aber gab es da noch etwas, das mich vor allem in den letzten Wochen intensiv beschäftigt hat: Neben all den technischen Dingen, die mir während des Umzugs aufgefallen sind, gesellten sich viele Gedanken rund um die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Departments innerhalb einer – wie auch immer gearteten – Organisation. In der Theorie funktioniert nämlich immer alles hervorragend. Hier ein Konzept, dort ein Kick-off, wohl dosierte Sprints gefolgt von fruchtbaren Retrospektiven. Agiles Arbeiten könnte so einfach sein, wenn sich immer alles unterordnen würde.

In der Realität aber gibt es doch immer irgendetwas, das man vorher nicht bedacht hat. Vielleicht ändert sich auch ein Business Case im Laufe der Entwicklung, vielleicht gibt es personelle Änderungen oder vielleicht hat man sich anfangs zu sehr auf eine Idee versteift und stellt dann später fest, dass all die neuen Ideen, die zwischenzeitlich entstanden sind (wir sind ja schließlich kreativ!), mit genau diesem einen Konzept nicht mehr vereinbar sind. Agiles Arbeiten bedeutet nämlich auch viel Disziplin und den festen Willen, bisherige Arbeitsabläufe in Frage zu stellen und neu anzugehen. Zum Glück bin ich felsenfest davon überzeugt, dass wir nicht die einzigen sind, die das auf die harte Tour lernen mussten. Eines ist aber sicher: Es lässt sich alles immer in den Griff bekommen. Auch das ist eine Lektion, die ich gelernt habe: Ein motiviertes Team kann alle Hürden überwinden.

So kommt es nun, dass wir vor dem mehr oder weniger fertigen entwickler.de stehen. Zugegebenermaßen liegt das „mehr oder weniger fertig“ vor allem daran, dass wir uns zunächst einmal selbst finden müssen. Wenn aus vier Redaktionen auf einmal eine einzige wird, dann kann das Habitat darum herum noch so lebensfreundlich sein – man muss sich dennoch erst darauf einstellen. Wir nutzen ein neues System mit neuen Möglichkeiten, haben stets neue Anforderungen an das System und die Entwickler. Und an uns selbst. Manchmal kann es eben passieren, dass man zu viel auf einmal will.

Somit komme ich zur letzten Lektion, die ich in den letzten Monaten gelernt habe: Hin und wieder muss man auch mal durchatmen und sich Zeit dafür nehmen, sich mit der Situation auseinanderzusetzen – auch wenn man die eigentlich gar nicht hat. Das ist wichtig, denn wenn man eben noch laut fluchend die Antwort der Entwickler liest und sich die Lage im nächsten Moment im Call als nur halb so wild herausstellt, dann merkt man, dass man die zuvor vergeudete Zeit hätte sinnvoller nutzen können. Zum Beispiel damit, sich auf all die neuen Entwicklungen zu freuen, die dieses Jahr noch auf uns zukommen.

In diesem Sinne gilt mein Dank allen, die daran beteiligt waren, unsere neue Heimat entwickler.de aufzubauen. Jetzt ist es an der Zeit, nach vorne zu schauen. Packen wir’s an!

wiesseckel_thomas_sw.tif_fmt1.jpgTom Wießeckel

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