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PHP Magazin
Heilige Replication, Batman!

Pouch und Couch als dynamisches Duo

Wie zwei bekannte Comicsuperhelden in Gotham City macht sich momentan ein äußerst dynamisches Duo im Bereich „Datenbanken im Web“ einen Namen: CouchDB und PouchDB [1].

Dennis John Wilson


Während CouchDB [2] hierzulande kein unbeschriebenes Blatt mehr ist, hat das Projekt von Apache im vergangenen Jahr insbesondere international durch das Offline-First-Framework Hoodie [3] und durch die Akquisition von Cloudant [4] durch IBM – Cloudant betreibt DB as a Service mit eigenem CouchDB-Fork – an Sichtbarkeit und Renommee dazugewonnen. Auch der NoSQL-Trend vergangener Jahre hat CouchDB im Zusammenhang mit dokumentenbasierenden Data Stores immer mal wieder auf die Agenda gebracht. Allerdings wurde das als marketingbescheiden geltende CouchDB-Projekt oftmals durch die vor allem im Web starke Konkurrenz und durch Trittbrettfahrer in den Hintergrund gedrängt. Dennoch erlangt CouchDB gerade jetzt an mehr Momentum. Der Grund dafür weht allerdings aus einer Richtung, aus der man ihn nicht erwartet. Die Aufmerksamkeit, die CouchDB weder durch NoSQL noch durch Big Data zuteil werden konnte, bekommt es nun durch das Thema „Browser Data Storage“.

Man merkt schnell, dass die Browserlandschaft hinsichtlich des Data-Store-Supports eher einer Buckelpiste gleicht: Zu ungleich sind bisher die Standards, zu unterschiedlich die Implementierungen. Auch um Daten aus der Browserdatenbank in die Serverdatenbank zu bekommen, musste man derweil eine Menge aufwändige und seltsam anmutender Verrenkungen machen. An dieser Stelle kann eine „Pouch-plus-Couch“-Combo viele befriedigende Antworten bieten.

Traditionelle Stores

Manchmal erscheint einem die Zeit vor HTML5, wie es im alten Testament geschrieben steht: Die Browser-Validations waren streng zu Regelsündern, Standards wurden zugunsten von Features geopfert und Daten browserseitig zu speichern war vergleichbar aufwändig wie Steintafeln meißeln – denn man konnte nur unwesentlich mehr Datenvolumen in einen Cookie schreiben als auf zwei Tafeln gepasst hätten. Obendrein waren Cookies doch immer irgendwie vergleichsweise mühselig.

Demnach war die Web-Developer-Community zunächst sehr begeistert, als etwa 2009 die frohe Botschaft umherging: Es gebe Browser, die nun auch weitere Möglichkeiten zur strukturierten Datenhaltung anböten. Damals recht euphorisch erwartet war „WebSQL“ [5]. Mit WebSQL sollte man nun endlich einen Data Store im Browser haben, der relational strukturiert und mit einer Art SQL ansprechbar sei.

Der Standard wird zwar auch heute noch von Browsern implementiert, aber dennoch vom W3C nicht mehr fortgeführt [6]. Keine gute Ausgangssituation also, um sich dieses Feature als technische Last in das eigene Projekt zu...

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Pouch und Couch als dynamisches Duo

Wie zwei bekannte Comicsuperhelden in Gotham City macht sich momentan ein äußerst dynamisches Duo im Bereich „Datenbanken im Web“ einen Namen: CouchDB und PouchDB [1].

Dennis John Wilson


Während CouchDB [2] hierzulande kein unbeschriebenes Blatt mehr ist, hat das Projekt von Apache im vergangenen Jahr insbesondere international durch das Offline-First-Framework Hoodie [3] und durch die Akquisition von Cloudant [4] durch IBM – Cloudant betreibt DB as a Service mit eigenem CouchDB-Fork – an Sichtbarkeit und Renommee dazugewonnen. Auch der NoSQL-Trend vergangener Jahre hat CouchDB im Zusammenhang mit dokumentenbasierenden Data Stores immer mal wieder auf die Agenda gebracht. Allerdings wurde das als marketingbescheiden geltende CouchDB-Projekt oftmals durch die vor allem im Web starke Konkurrenz und durch Trittbrettfahrer in den Hintergrund gedrängt. Dennoch erlangt CouchDB gerade jetzt an mehr Momentum. Der Grund dafür weht allerdings aus einer Richtung, aus der man ihn nicht erwartet. Die Aufmerksamkeit, die CouchDB weder durch NoSQL noch durch Big Data zuteil werden konnte, bekommt es nun durch das Thema „Browser Data Storage“.

Man merkt schnell, dass die Browserlandschaft hinsichtlich des Data-Store-Supports eher einer Buckelpiste gleicht: Zu ungleich sind bisher die Standards, zu unterschiedlich die Implementierungen. Auch um Daten aus der Browserdatenbank in die Serverdatenbank zu bekommen, musste man derweil eine Menge aufwändige und seltsam anmutender Verrenkungen machen. An dieser Stelle kann eine „Pouch-plus-Couch“-Combo viele befriedigende Antworten bieten.

Traditionelle Stores

Manchmal erscheint einem die Zeit vor HTML5, wie es im alten Testament geschrieben steht: Die Browser-Validations waren streng zu Regelsündern, Standards wurden zugunsten von Features geopfert und Daten browserseitig zu speichern war vergleichbar aufwändig wie Steintafeln meißeln – denn man konnte nur unwesentlich mehr Datenvolumen in einen Cookie schreiben als auf zwei Tafeln gepasst hätten. Obendrein waren Cookies doch immer irgendwie vergleichsweise mühselig.

Demnach war die Web-Developer-Community zunächst sehr begeistert, als etwa 2009 die frohe Botschaft umherging: Es gebe Browser, die nun auch weitere Möglichkeiten zur strukturierten Datenhaltung anböten. Damals recht euphorisch erwartet war „WebSQL“ [5]. Mit WebSQL sollte man nun endlich einen Data Store im Browser haben, der relational strukturiert und mit einer Art SQL ansprechbar sei.

Der Standard wird zwar auch heute noch von Browsern implementiert, aber dennoch vom W3C nicht mehr fortgeführt [6]. Keine gute Ausgangssituation also, um sich dieses Feature als technische Last in das eigene Projekt zu...

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