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Ein Blick über den Tellerrand … zu Vaadin

Java trifft Web


Auch wenn Java und JavaScript denselben Namensanfang haben: Wer sich länger mit den Sprachen auseinandersetzt, stellt bald fest, dass sie nicht viel miteinander zu tun haben. Im Web arbeitende Entwickler mussten sich bisher wohl oder übel mit JavaScript arrangieren. Vaadin bietet Java-Heads eine Alternative an, die mitunter durchaus spannend sein kann. Lassen Sie uns also einen Blick über den Tellerrand riskieren.

Wer sich heute mit Vaadin beschäftigt, muss sich im ersten Schritt klar darüber werden, worum es geht. Das Unternehmen bietet nämlich mittlerweile neben dem namensgebenden Java-Framework auch eine Gruppe von JavaScript-Steuerelementen an, die insbesondere beim Hantieren mit großen Datenmengen hilfreich sind.

Wir wollen uns in diesem Artikel allerdings auf den Klassiker beschränken: Als Entwicklungsumgebung setzen wir diesmal auf eine Achtkernworkstation, die unter Ubuntu 14.04 LTS betrieben wird. Wichtig ist zudem das Vorhandensein von Java 8 – mit älteren Versionen des JDK scheitert die Kompilation.

Wie funktioniert das?

Mit der Architektur von Browsern vertraute Entwickler gehen bei der Betrachtung von der Architektur von Vaadin normalerweise davon aus, dass es sich hier um eine der in den 90-ern populäre Plug-in-Lösung handelt.

Dieser erste Eindruck ist falsch. Das Entwicklerteam orientiert sich vielmehr an klassischen Grafiksystemen wie dem X-Server, der unter UNIX zum Einsatz kommt. Auf Wunsch können Entwickler sogar JavaScript-Elemente einbauen, die am Client ausgeführt werden. Eine Überblicksarchitekturdarstellung einer Vaadix-Applikation ist in Abbildung 1 zu sehen.

hanna_vaadin_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Eine Vaadin-App besteht aus mehreren Schichten (Bildquelle: https://vaadin.com/docs)

Die Betrachtung dieser Architektur zeigt, dass Vaadin nicht für alle Aufgaben gleichermaßen geeignet ist. Die Applikation funktioniert ja immer im Zusammenspiel mit dem Backend-Server. Zur Realisierung von Actionspielen ist Vaadin beispielsweise eher schlecht geeignet, da die hohe Latenz das Spielvergnügen mindern würde. Bei einer Geschäftsapplikation ist das indes weniger wichtig. Die eine oder andere Wartezeit mag den Nutzer vielleicht ein wenig nerven, ist aber insbesondere bei Vertikal-Applikationen nicht wirklich von Bedeutung.

Die Vorbereitungen

Auch wenn Vaadin mehrere Entwicklungsumgebungen unterstützt: In den folgenden Schritten wollen wir auf Eclipse setzen. Laden sie unter [1] die Version Eclipse IDE for Java EE Developers herunter. Achten sie darauf, nicht versehentlich s...

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