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PHP Magazin
Breakpoint Wilson: Meetings und Brainstormings kreativ verbessern

Die Mensastrategie

Eine Idee mit den Kollegen zu teilen, fällt vielen Menschen schwer. Zu groß ist die Angst vor dem Gesichtsverlust. Was hat das aber mit Eichhörnchen zu tun und wie animiert man Menschen dazu, kreative Gedanken zu äußern?

Dennis John Wilson


Es ist Mittwochvormittag. Ich sitze im Büro. Von meinem Schreibtisch aus kann ich sehen, wie sich die Eichhörnchen gegenseitig um die Baumstämme jagen. Sie sind klein und flink, gleiten links um den Baum, gleiten rechts um den Baum und dabei stetig den Baum rauf oder den Baum runter. Sie erinnern mich an ein Spiderman-Spiel, das ich früher mal für den Gameboy hatte. Dabei musste Spiderman, während er die Hausfassade hinaufkraxelt, aufpassen, weder Seitenhiebe aus einem sich plötzlich öffnendem Fenster zu kassieren noch herunterfallende Bomben des grünen Kobolds auf den Kopf zu kriegen. Der einzige Unterschied zum Schauspiel am Baum liegt darin, dass oben nicht der grüne Kobold sitzt und Dinge runterwirft, sondern ein weiteres Eichkatzerl sich überaus genüsslich eine richtig dicke Walnuss reinpfeifft.

Ein Manöver für die Entscheidungsfindung

Klettern wie Spiderman und schmausen wie an einem All-you-can-eat-Buffet mit besonders großen Portionen. Was würde ich gerade dafür geben, entweder um den Baum herumzutollen oder was zu knabbern zu haben. Mir knurrt jetzt schon der Magen und bis Mittag ist es auch noch eine kleine Weile. Also schüttele ich, zumindest erstmal, den Gedanken an das All-you-can-eat-Buffet ab und suche ein wenig Ablenkung bei den Kollegen an der Kaffeemaschine. Sie sprechen gerade ebenfalls über ihre Mittagspläne. Nämlich darüber, wo genau es hingehen soll.

Es wird gerade die Teilnehmerliste geklärt. Hier steige ich in die Lunchverhandlungen ein. Sehr schnell steht fest, wer heute leider schon was mithat, wer im Meeting stecken wird und wer beim Lunch dabei ist. Prolog und Einführung der Figuren: check! Den nächsten Akt, bitte! Es wird ein wenig komplizierter: Wo soll es zum Essen eigentlich hingehen? So recht mit der Sprache rückt gerade niemand raus. Es wird sich geziert und sich gegenseitig zum ersten Vorschlag aufgefordert. Witzig. Wie die Eichhörnchen am Baum jagen sich jetzt auch meine Kollegen, bloß auf verbale Weise.

Als die heiße Kugel der Verantwortung nicht mehr weitergegeben werden kann, schlägt der vegetarische Kollege die Salatbar der Mensa vor. Großes, wirklich großes Raunen weht durch die Küche. Der körperpositive Kollege nutzt den Moment für eine Pointe und insistiert humorvoll augenzwinkernd: Nein, das ginge nicht. Schließlich müsse er auf seine Form achten. Sein Manöver zeigt Wirkung und alle Kollegen der Runde steigen sichtlich amüsiert drauf ein. Eine hörbare belebte Diskussion beginnt. Schließlich gesellt sich eine weite...

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Breakpoint Wilson: Meetings und Brainstormings kreativ verbessern

Die Mensastrategie

Eine Idee mit den Kollegen zu teilen, fällt vielen Menschen schwer. Zu groß ist die Angst vor dem Gesichtsverlust. Was hat das aber mit Eichhörnchen zu tun und wie animiert man Menschen dazu, kreative Gedanken zu äußern?

Dennis John Wilson


Es ist Mittwochvormittag. Ich sitze im Büro. Von meinem Schreibtisch aus kann ich sehen, wie sich die Eichhörnchen gegenseitig um die Baumstämme jagen. Sie sind klein und flink, gleiten links um den Baum, gleiten rechts um den Baum und dabei stetig den Baum rauf oder den Baum runter. Sie erinnern mich an ein Spiderman-Spiel, das ich früher mal für den Gameboy hatte. Dabei musste Spiderman, während er die Hausfassade hinaufkraxelt, aufpassen, weder Seitenhiebe aus einem sich plötzlich öffnendem Fenster zu kassieren noch herunterfallende Bomben des grünen Kobolds auf den Kopf zu kriegen. Der einzige Unterschied zum Schauspiel am Baum liegt darin, dass oben nicht der grüne Kobold sitzt und Dinge runterwirft, sondern ein weiteres Eichkatzerl sich überaus genüsslich eine richtig dicke Walnuss reinpfeifft.

Ein Manöver für die Entscheidungsfindung

Klettern wie Spiderman und schmausen wie an einem All-you-can-eat-Buffet mit besonders großen Portionen. Was würde ich gerade dafür geben, entweder um den Baum herumzutollen oder was zu knabbern zu haben. Mir knurrt jetzt schon der Magen und bis Mittag ist es auch noch eine kleine Weile. Also schüttele ich, zumindest erstmal, den Gedanken an das All-you-can-eat-Buffet ab und suche ein wenig Ablenkung bei den Kollegen an der Kaffeemaschine. Sie sprechen gerade ebenfalls über ihre Mittagspläne. Nämlich darüber, wo genau es hingehen soll.

Es wird gerade die Teilnehmerliste geklärt. Hier steige ich in die Lunchverhandlungen ein. Sehr schnell steht fest, wer heute leider schon was mithat, wer im Meeting stecken wird und wer beim Lunch dabei ist. Prolog und Einführung der Figuren: check! Den nächsten Akt, bitte! Es wird ein wenig komplizierter: Wo soll es zum Essen eigentlich hingehen? So recht mit der Sprache rückt gerade niemand raus. Es wird sich geziert und sich gegenseitig zum ersten Vorschlag aufgefordert. Witzig. Wie die Eichhörnchen am Baum jagen sich jetzt auch meine Kollegen, bloß auf verbale Weise.

Als die heiße Kugel der Verantwortung nicht mehr weitergegeben werden kann, schlägt der vegetarische Kollege die Salatbar der Mensa vor. Großes, wirklich großes Raunen weht durch die Küche. Der körperpositive Kollege nutzt den Moment für eine Pointe und insistiert humorvoll augenzwinkernd: Nein, das ginge nicht. Schließlich müsse er auf seine Form achten. Sein Manöver zeigt Wirkung und alle Kollegen der Runde steigen sichtlich amüsiert drauf ein. Eine hörbare belebte Diskussion beginnt. Schließlich gesellt sich eine weite...

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