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Im Porträt: Danuta Florczyk, tectumedia

Frauen in der Tech-Branche


Die Tech-Industrie wird von Männern dominiert – so weit, so schlecht. Doch langsam, aber sicher bekommt der sogenannte Boys’ Club Gesellschaft von begabten Frauen: Immer mehr Frauen fassen in der Branche Fuß. Aus diesem Grund wollen wir hier spannenden und inspirierenden Frauen die Möglichkeit geben, sich vorzustellen und zu erzählen, wie und weshalb sie den Weg in die Tech-Branche gewählt haben. Diesmal haben wir Danuta Florczyk, Gründerin und Geschäftsführerin von tectumedia, interviewt. Sie gibt uns Einblicke in ihren Arbeitsalltag und ihren Werdegang in der IT-Branche. Außerdem macht sie deutlich, wo man ansetzen muss, um auch junge Frauen für diesen Berufszweig zu begeistern.

PHP Magazin: Was hat dein Interesse für die Tech-Branche geweckt?

Danuta Florczyk: Ich bin in Ostdeutschland aufgewachsen und hatte eher wenig Interesse an den Robotron-Computern im Technikraum. Was aber sicherlich an der Art und Weise lag, wie uns Technologie vermittelt wurde. Da gibt es auch heute noch Nachholbedarf, denn ich habe neulich gelesen, dass 83,3 Prozent der IT-Unternehmen finden, dass das deutsche Schulsystem junge Frauen zu wenig mit IT in Kontakt bringt.

Als ich noch nicht mal im Teenagealter war – so etwa 1986 – hielt es mein Onkel, der damals hinter dem Eisernen Vorhang in Paris lebte, für eine gute Idee, uns Kinder (meinen Bruder und mich) mit dem Thema IT vertraut zu machen. Er brachte einen Apple 2c (die tragbare Variante des berühmten Apple 2e) ins Haus, mit dem wir uns vertraut machen sollten. Dazu gab es ein Buch, mit dem man in Applesoft BASIC einfache Anwendungen programmieren konnte, und zu unserer großen Begeisterung auch einige Spiele von Atarisoft, die damals für alle möglichen Systeme Spiele rausbrachten.

Ich erinnere mich an wilde Donkey-Kong-Meisterschaften, aber irgendwann wollten wir mehr. Und da fiel mir auf, dass bei Freunden eher Commodore 64 standen. Meine Cousine hatte einen Atari. Mich regte es furchtbar auf, dass alles so inkompatibel war. Ganz abgesehen vom Fakt, dass es damals in Ostdeutschland nicht so einfach war, Software für einen Apple 2c aufzutreiben. Also blieb der Rechner mit der Zeit ungenutzt und mein Interesse fokussierte sich erstmal auf andere Themen.

Ich bin studierte Ethnologin und Sprachwissenschaftlerin. Zahlen und Statistiken lagen mir mehr als Technik. In Dublin begann ich, bei Overture meine ersten Marketingerfahrungen zu sammeln. Angefangen habe ich mit Search. Das war für mich wenig spannend. Daher wechselte ...

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