© Ozz Design/Shutterstock.com
PDF-Dokumente mit PHP generieren

Digital Druck machen


Zunehmende Verbreitung findet das digitale Publishing. E-Book-Reader und digitale Dokumente sind in aller Munde. Gewissermaßen als Standard gilt dabei das PDF. Auch aus der eigenen Applikation sollte man solche Dokumente bei Bedarf generieren können. Wir bieten einen Überblick über das Format und zeigen die Möglichkeiten mit der Programmiersprache PHP.

Die Meinungen sind geteilt. Während man einerseits nicht müde wird, die Vorzüge des E-Books anzupreisen, vermisst man andererseits die haptischen Eigenschaften eines klassischen Buchs. Dennoch: Digital Publishing erlangt zunehmend Bedeutung. Eine wichtige Voraussetzung ist eine möglichst breite Akzeptanz des Formats, also eine plattformübergreifende Verwendungsmöglichkeit. Das ergibt sich zum einem aus dem Einsatz unterschiedlicher Betriebssysteme und zum anderen aus der existierenden Heterogenität der benutzten Geräteklassen. Dokumente sollten auf den unterschiedlichsten Geräten, also vom Smartphone, über den Tablet-PC, bis hin zum klassischen Desktopcomputer mit einem 30-Zoll-Monitor in gleichbleibender Qualität angezeigt werden. Diese Forderung macht Vorgaben an die Eigenschaften eines Dokuments, beispielsweise im Hinblick auf die Skalierungsmöglichkeiten, notwendig. Seit Langem hat sich das Portable Document Format (PDF) gewissermaßen zu einer Art Standard etabliert. Für alle wichtigen Systemumgebungen stehen Reader kostenfrei zur Verfügung. Erzeugte Dokumente sind nicht ohne weitere Hilfsmittel zu verändern und bieten damit auch eine gewisse Sicherheit im Arbeitsalltag.

Die eigene Software und/oder Webapplikation sollte dem nicht nachstehen. Das heißt, die Option, aus ausgewählten Inhalten und Daten PDF-Dokumente zu generieren, sollte vorhanden sein. Über das Festlegen von Eigenschaften des Dokuments lässt sich dessen Verwendung an die individuellen Anforderungen anpassen. Beispielsweise kann man bestimmte Berechtigungen (wie Kopieren, Druck usw.) einschränken oder das gesamte Dokument mit einem Passwort versehen. Je nach Programm und Sicherheitsstufe ist es möglich, dass der Anwender beispielsweise Kommentare für die Bearbeitung hinzufügen kann. Es ist darauf hinzuweisen, dass nicht von allen Tools und Anwendungen die vorgesehenen Sicherheitsstandards eines PDF-Dokuments eingehalten werden. Ein Ausdruck oder ein Kopieren von Inhalten ist dann trotz der definierten Schutzattribute über Umwege möglich. Die etablierten Programme halten sich jedoch an die Vorgaben.

Das Portable Document Format im Überblick

Das Portable Document Format (PDF) wurde von Ado-be Systems im Jahr 1993 veröffentlicht. Die Anzeige kann unabhängig vom Vorhandensein des erzeugenden Programms erfolgen, die Systemumgebung spielt ebenfalls keine Rolle. In eine PDF-Datei können die folgenden Elemente integriert sein: Texte, Bilder, Grafiken, Navigationshilfen, indexierte Inhaltsverzeichnisse und Miniaturansichten der Seiten. Das Format hat bereits eine längere Entwicklungszeit durchlaufen.

In Tabelle 1 sind einige Meilenstein dargestellt. PDF kann heute als akzeptierter Standard angesehen werden.

PDF-Spezifikation

Jahr

Version von Acrobat

Beschreibung/Besonderheiten

1.0

1993

1

Umfasst die meisten Fähigkeiten der Seitenbeschreibungssprache PostScript Level 2; es sind die Basisfunktionen für Text, Vektorgrafik und Rasterbilder verfügbar

1.1

1994

2

Änderungen am Farbraum; Unterstützung von TrueType-Schriften

1.2

1996

3

Unterstützung von Unicode; Support der Schriften für Chinesisch, Japanisch und Koreanisch; Unterstützung der ZIP-Kompression

1.3

1999

4

Grafikmodell von PostScript Level 3 vollständig integriert; Einführung der Definition von Seitengeometrieboxen (Trim-, Crop- und BleedBox)

1.4

2001

5

Dateien können jetzt Transparenz enthalten;

Einführung von strukturierten PDF-Dateien; Erweiterungen der Sicherheitsoptionen; Unterstützung der Bildkompression JBIG2

1.5

2003

6

PDF-Dokumente können Ebenen (Layer) enthalten; Inhalte können damit ein- und ausgeblendet werden; es wird die JPEG-2000-Kompression für Bilder unterstützt

1.6

2004

7

Unterstützung von OpenType-Schriften;

auch das Einfügen von 3D-Inhalten ist möglich; es können virtuelle Seitengrößen mit sehr großen Abmessungen definiert werden

1.7

(ISO 32000-1:2008)

2006

8

Verbesserung in der 3D-Darstellung; Unicode-Pfadangaben erleichtern die korrekte Angabe von Links bezüglich internationaler Sprachsysteme; Einführung von PDF-Paketen zur gemeinsamen Weitergabe mehrerer unabhängiger PDF-Dokumente

1.7

(Extension Level 3)

2008

9

256-Bit-AES-Verschlüsselung; Verbesserung der Unterstützung von Multimediadateien; Unterstützung von XFA-Datasets (Formulardaten, Version 2.5)

1.7

(Extension Level 5)

2009

9

Unterstützung von XFA Version 3.0

1.7

(Extension Level 8)

2011

X (10)

Verändertes Passworthandling als in Version 1.7, Extension Level 3

2.0

2017

DC

Unterstützung für das PRC-Dateiformat, 3D-Messwerkzeuge, verbesserte Sicherheitsfunktionen

Tabelle 1: Versionen des Portable Document Format [1], [2]

Das Portable Document Format ist in bestimmten Versionen auch auf ISO-Basis standardisiert. Die aktuelle Version PDF 2.0 ist unter ISO 32000-2 eingetragen. Adobe Systems hat in diesem Zusammenhang den betreffenden Gremien der ISO das Recht übertragen, die jeweils nötigen Spezifikationen zeitlich unbegrenzt zum Herunterladen bereitzustellen. Die Beschreibung des Standards zur aktuellen Version finden Sie unter [3]. Informationen zur aktuellen Version 2.0 finden Sie im Kasten „PDF 2.0 kompakt“.

PDF 2.0 kompakt

Die Version PDF 2.0 folgte auf Version 1.7 und bezieht ihre Neuerungen aus unterschiedlichen Quellen. Es werden u. a. auch Features aus anderen PDF-Standards übernommen. Die Spezialformate PDF/A (Archivierung), PDF/X (Druckvorstufe) und PDF/VT (variable Daten) existierten bisher nebenher und waren nicht Teil des Hauptformats. Mit Version 2.0 hat eine Integration stattgefunden, sodass auch künftige Versionen dieser Spezialformate wieder als Teilmenge von PDF spezifiziert werden. Mit technischen Neuerungen im Format wurden primär Funktionen für die Druckproduktion und Barrierefreiheit ergänzt. Ebenso hat eine Bereinigung von veralteten Features stattgefunden, dazu zählen zum Beispiel XFA-Formulare, Shockwave/Flash und veraltete Verschlüsselungsverfahren. Eine umfassende Auflistung, wie sich PDF 2.0 aus bestehenden, neuen Features und dem Entfernen nicht mehr unterstützter Features zusammensetzt, findet sich in deutscher Sprache unter [4]. Diese Seiten werden von der PDFlib GmbH gepflegt, die vielfältige Entwicklungswerkzeuge zum Erstellen und Bearbeiten von PDF-Dateien für die unterschiedlichsten Systeme und Programmiersprachen anbietet.

Anwender, die lediglich ein PDF-Dokument erstellen wollen, können dieses gewissermaßen drucken. Das funktioniert mit einem sogenannten virtuellen Druckertreiber. Virtuelle Drucker sind Programme, die die Funktion eines Druckers simulieren. Es hand...

Neugierig geworden? Wir haben diese Angebote für dich:

Angebote für Gewinner-Teams

Wir bieten Lizenz-Lösungen für Teams jeder Größe: Finden Sie heraus, welche Lösung am besten zu Ihnen passt.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang