© saicle/Shutterstock.com
Im Porträt: Hanna Prinz, Entwicklerin und Consultant bei INNOQ

Frauen in der Tech-Branche


Die Tech-Industrie wird von Männern dominiert – so weit, so schlecht. Doch langsam, aber sicher bekommt der sogenannte Boys Club Gesellschaft von begabten Frauen: Immer mehr Frauen fassen in der Branche Fuß.

Aus diesem Grund wollen wir hier spannenden und inspirierenden Frauen die Möglichkeit geben, sich vorzustellen und zu erzählen, wie und weshalb sie den Weg in die Tech-Branche gewählt haben. Diesmal zu Gast: Hanna Prinz, Entwicklerin und Consultant bei INNOQ.

PHP Magazin: Was hat dein Interesse für die Tech-Branche geweckt?

Hanna Prinz: Als Kind war die Situation bei mir aus vielen Perspektiven ungewöhnlich. Meine Eltern haben die sehr unterschiedlichen Interessen ihrer vier Töchter unterstützt, statt sich an Geschlechterklischees zu orientieren. Meine Neugier gegenüber Technik hat sich durch meinen Vater entwickelt, der technisch sehr interessiert ist.

Das hat auch damit zu tun hat, dass er blind ist. Was viele nicht wissen ist, dass viele Blinde und Sehbehinderte besonders offen für Technik sind, weil sie von technischen Hilfsmitteln sehr stark profitieren. Bei uns hat der Rechner (in einer atemberaubenden Geschwindigkeit und Ausdauer) gesprochen, alle Uhren konnten auf Knopfdruck die Zeit ansagen und es gab sogar ein Gerät, das die Farbe von Kleidungsstücken erkannt und ausgesprochen hat. Mein Vater hat den Computer und das Internet sehr früh und viel genutzt: für das Schreiben von E-Mails oder auch, um Musik mit dem Rechner zusammenzustellen oder abzumischen. Natürlich haben wir Kinder viel mit seinen Hilfsmitteln gespielt (z. B. die Computerstimme verändert oder versucht, das Farblesegerät zu verwirren). Unser Vater hat uns mit viel Geduld geholfen, unsere Rechner selbst aufzusetzen und diverse Computerspiele (damals noch von Disketten) zu installieren, wofür ich ihm sehr dankbar bin.

Und um zur Frage zurückzukommen: meine Schwestern haben sich sehr viel darüber beschwert, dass ich zu viel am Rechner sitze und irgendwelche Dinge verstelle.

PM: Wie verlief dein Weg in den Tech-Beruf?

Prinz: Je näher ich meinem Schulabschluss kam, desto weniger konnte ich mir vorstellen, später beruflich etwas mit Computern zu machen. Denn wie wahrscheinlich viele Kinder und Jugendliche heute auch, dachte ich, nur wer gut in Mathe ist, kann programmieren lernen. Ich war keine gute Schülerin – besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern. Ich habe mich dann eher für gestalterische und kreative Themen interessiert. Das Abitur habe ich sogar im letzten Jahr abgeb...

Neugierig geworden?

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang