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Bücher

Webdesign: Das Handbuch zur Webgestaltung


Webdesign ist eines jener Themen, bei dem man nie wirklich genau weiß, wo es anfängt und wo es aufhört. Der Rheinwerk Verlag liefert nun ein rund 700 Seiten langes Buch, das sich um die menschlichen Aspekte der Gestaltung von Webseiten kümmert.

Das Buch beginnt dabei mit einer Betrachtung des Status quo der Webdesignarbeit. Es gibt kaum ein anderes Feld im Bereich der Informatik, das sich in den letzten Jahren so stark geändert hat. War ein Webdesigner einst ein einsam in seinem Kämmerlein kämpfender Designer, arbeitet man nun oft in großen Teams, die auch große Prozesse benötigen. Kapitel zwei und drei wenden sich deshalb der Planung und der Konzeption von Webseiten für verschiedene Anwendungszwecke zu.

Insbesondere im dritten Teil finden sich auch wertvolle Hinweise für die Agenturarbeit. Der Rezensent diente einst in einer österreichischen Werbeagentur und kann daher viele der hier gemachten Annahmen bestätigen.

Als Palm vor vielen Jahren den Palm Vii auf den Markt brachte, war er auf die Anzeige von als PQA bezeichneten Miniwebseiten optimiert. Heutige Webpages sollen sattdessen auf Smartphone, Tablet und PC gleichermaßen arbeiten – ein Thema, das im Allgemeinen unter dem Begriff Responsive Webdesign abgehandelt wird. Martin Hahn kombiniert dies mit einem folgenden Kapitel zur Informationsarchitektur: Es bringt nichts, wenn sich die einzelnen Elemente einer Webseite automatisch am Bildschirm ausrichten, die dahinter stehenden organisatorischen Gedanken allerdings nicht überdacht sind und beim Nutzer für Wutanfälle sorgen.

Schon hier zeigt sich, dass das vorliegende Lehrbuch die Möglichkeiten des Rheinwerk-Verlags (Stichwort: Farbdruck) voll ausnutzt. In so gut wie jedem Kapitel finden sich neben Diagrammen auch Screen-shots, die die besprochenen Konzepte auf realen Webseiten im Einsatz zeigen. Spätestens an dieser Stelle muss man sich als Webdesigner Gedanken darüber machen, wie die menschliche Wahrnehmung funktioniert. Der Autor trägt diesem Thema ebenfalls durch eine Gruppe von Kapiteln Rechnung, die teilweise fortgeschrittene Aspekte von Usability und User Experience demonstrieren.

Wer einen Prozessrechner zusammenbauen möchte, benötigt einen Lötkolben. Ganz analog dazu verhält es sich im Webdesign mit Typografie, Farbenlehre und einem Verständnis der Einbindung von Bildern. Auch hier gibt es jede Menge Schnittstellen zur Perzeptionspsychologie, die diesbezüglichen Kapitel des Werks lassen aus Sicht des Rezensenten keinen Spielraum für Kritik. D...

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