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PHP Magazin
FuelPHP - Yet another PHP-Framework?

Erfrischend anders

In der PHP-Welt existieren heutzutage fast so viele Frameworks wie Biersorten in Bayern. Abgesehen von vielen Eigenentwicklungen besteht eine große Auswahl im Open-Source-Bereich. Die Entscheidung für das „Richtige“ fällt da nicht leicht. Dennoch hat es FuelPHP geschafft, sich innerhalb relativ kurzer Zeit einen Namen zu machen, und besitzt mittlerweile weltweit eine beachtenswerte Anhängerschaft.

Michael Wager


Seit etwa über einem Jahr wird in der Szene immer häufiger über FuelPHP gesprochen – und das nicht ohne Grund: Abgesehen vom starken Einsatz von statischen Variablen und Funktionen, Namespaces und automagischem Laden von Klassen bringt FuelPHP ein einfaches, treiberbasiertes Authentifizierungs- und ein starkes ORM-Paket mit, unterstützt HMVC, ist leicht erweiterbar und setzt voll auf die ganze Kraft von PHP 5.3. Die Philosophie der Core-Entwickler lautet: „Simple, Power­ful, Lightweight and Fast.“ [1] FuelPHP entstand vor allem dadurch, dass einige der Core-Entwickler vorher u. a. viel mit CodeIgniter zu tun hatten. Dieses Framework wurde ursprünglich jedoch für PHP4 geschrieben und galt nach Ansicht der Entwickler damals als veraltet, was sie auf die Idee brachte, ein völlig neues Framework zu entwerfen. Dabei ging es nicht um „Wir gegen die“, sondern man versuchte, aus Fehlern der anderen zu lernen und somit ein besseres Framework „from scratch“ zu entwickeln. Einer der Grundgedanken war: „… if we can improve on Code­Igniter and Kohana a little then we already have a player in the world of frameworks“ [2].

Die Idee eines völlig neuen Frameworks kam Ende 2010 ursprünglich von Dan Horrigan, der bald darauf von mehreren erfahrenen Entwicklern unterstützt wurde. Die Mitglieder des Teams besitzen alle einen starken Background im Bereich Frameworks wie z. B. Ruby on Rails, Code­Igniter oder Kohana, blicken auf eine langjährige Erfahrung nicht nur im PHP-Geschäft zurück und sind zudem äußerst aktiv in verschiedenen Open-Source-Projekten [3].

FuelPHP setzt von Anfang an sehr auf eine von der Community unterstützte Entwicklung: Jeder Pull Request wird wahrgenommen, alle Issues werden konstruktiv diskutiert und auch im Forum auf der offiziellen Webseite [4] bekommt man in der Regel schnell Hilfe und Feedback. Der Code ist gut dokumentiert und getestet und steht auf der Code-Hosting-Plattform GitHub öffentlich zur Verfügung [5].

Kaskadierendes Dateisystem und Autoloader

Das Dateisystem wurde von Kohana abgeschaut und verbessert. Mithilfe von Namespaces wurden der Kern, Pakete sowie der eigentliche App-Code voneinander getrennt. Es existiert ein Verzeichnis /fuel/app/classes/, in dem alle anwendungsbezogenen Klassen wie Controller, Models, Views und sonstige eigene Klassen leben. Ein effektiver und erweiterbarer Autoloader rundet das Ganze ab. Gemäß Konvention werden alle Dateinamen ausnahmslos vollständig mit Kleinbuchstaben geschrieben und jeder Unterstrich in Klas...

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FuelPHP - Yet another PHP-Framework?

Erfrischend anders

In der PHP-Welt existieren heutzutage fast so viele Frameworks wie Biersorten in Bayern. Abgesehen von vielen Eigenentwicklungen besteht eine große Auswahl im Open-Source-Bereich. Die Entscheidung für das „Richtige“ fällt da nicht leicht. Dennoch hat es FuelPHP geschafft, sich innerhalb relativ kurzer Zeit einen Namen zu machen, und besitzt mittlerweile weltweit eine beachtenswerte Anhängerschaft.

Michael Wager


Seit etwa über einem Jahr wird in der Szene immer häufiger über FuelPHP gesprochen – und das nicht ohne Grund: Abgesehen vom starken Einsatz von statischen Variablen und Funktionen, Namespaces und automagischem Laden von Klassen bringt FuelPHP ein einfaches, treiberbasiertes Authentifizierungs- und ein starkes ORM-Paket mit, unterstützt HMVC, ist leicht erweiterbar und setzt voll auf die ganze Kraft von PHP 5.3. Die Philosophie der Core-Entwickler lautet: „Simple, Power­ful, Lightweight and Fast.“ [1] FuelPHP entstand vor allem dadurch, dass einige der Core-Entwickler vorher u. a. viel mit CodeIgniter zu tun hatten. Dieses Framework wurde ursprünglich jedoch für PHP4 geschrieben und galt nach Ansicht der Entwickler damals als veraltet, was sie auf die Idee brachte, ein völlig neues Framework zu entwerfen. Dabei ging es nicht um „Wir gegen die“, sondern man versuchte, aus Fehlern der anderen zu lernen und somit ein besseres Framework „from scratch“ zu entwickeln. Einer der Grundgedanken war: „… if we can improve on Code­Igniter and Kohana a little then we already have a player in the world of frameworks“ [2].

Die Idee eines völlig neuen Frameworks kam Ende 2010 ursprünglich von Dan Horrigan, der bald darauf von mehreren erfahrenen Entwicklern unterstützt wurde. Die Mitglieder des Teams besitzen alle einen starken Background im Bereich Frameworks wie z. B. Ruby on Rails, Code­Igniter oder Kohana, blicken auf eine langjährige Erfahrung nicht nur im PHP-Geschäft zurück und sind zudem äußerst aktiv in verschiedenen Open-Source-Projekten [3].

FuelPHP setzt von Anfang an sehr auf eine von der Community unterstützte Entwicklung: Jeder Pull Request wird wahrgenommen, alle Issues werden konstruktiv diskutiert und auch im Forum auf der offiziellen Webseite [4] bekommt man in der Regel schnell Hilfe und Feedback. Der Code ist gut dokumentiert und getestet und steht auf der Code-Hosting-Plattform GitHub öffentlich zur Verfügung [5].

Kaskadierendes Dateisystem und Autoloader

Das Dateisystem wurde von Kohana abgeschaut und verbessert. Mithilfe von Namespaces wurden der Kern, Pakete sowie der eigentliche App-Code voneinander getrennt. Es existiert ein Verzeichnis /fuel/app/classes/, in dem alle anwendungsbezogenen Klassen wie Controller, Models, Views und sonstige eigene Klassen leben. Ein effektiver und erweiterbarer Autoloader rundet das Ganze ab. Gemäß Konvention werden alle Dateinamen ausnahmslos vollständig mit Kleinbuchstaben geschrieben und jeder Unterstrich in Klas...

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