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PHP Magazin
Was hat es mit der Button-Lösung auf sich?

Press button to continue …

Verbraucherschutz vs. Onlineshopgrauen - Die sog. „Button-Lösung“ geisterte schon lange vor ihrem Start zum 1. August 2012 durch die Medien und verursacht nach wie vor kontroverse Diskussionen.

Michael Rohrlich


Der eine oder andere kennt das vielleicht: Nur noch eben schnell die neueste Version des Gratis-Antivirus-Programms installieren, um den neuen Computer vor Schaden zu bewahren … aber wo konnte man sich das Tool nochmal herunterladen? Eine Suche mit Google & Co. hilft gewöhnlich weiter, bringt den Suchenden aber eventuell auch auf falsche oder sogar gefährliche Websites. Denn nicht Wenige landen bei solchen oder ähnlichen Szenarien auf Abzockeseiten und tappen in sog. Abofallen. Hierbei wird dem Nutzer suggeriert, er bekomme Informationen oder eben eine bestimmte Software kostenfrei und müsse „nur mal eben“ noch seine Daten eingeben. Wird dieser Aufforderung entsprochen, landet zumeist nicht nur die gewünschte Software auf dem PC, sondern wenig später auch eine Rechnung für ein (angeblich) eingegangenes Abo im Briefkasten. Juristisch betrachtet sind diese Fälle in aller Regel unproblematisch, mangels wirksamen Vertragsschlusses ist kein Zahlungsanspruch zugunsten des Website-Betreibers entstanden, und der Besucher muss nicht zahlen. Da sich dies jedoch trotz ständiger Medienpräsenz des Themas leider noch immer nicht bei allen herumgesprochen hat, laufen zahlreiche Abzocke-Sites nach wie vor wohl recht gut. Eingeschüchterte, naive oder einfach nur unwissende User zahlen in vielen Fällen lieber, als irgendwelchen Ärger zu riskieren. Grundsätzlich gilt: Forderungen einer Abofalle fußen nicht auf einem entsprechenden Anspruch und ihnen muss daher auch nicht nachgekommen werden. Auch Schreiben von Anwälten oder Inkassobüros können getrost ignoriert werden. Allerdings ist hierbei zwingend Voraussetzung, dass es sich tatsächlich um eine Abofalle und nicht vielleicht doch um einen korrekten Vertragsabschluss handelt. Das im Einzelfall zu differenzieren ist mitunter gar nicht so einfach und sollte im Zweifel durch einen Anwalt oder im Rahmen einer Verbraucherberatung beurteilt werden.

Ziel: Verbraucherschutz

Der Gesetzgeber wollte diesen Abofallen mit der sog. „Button-Lösung“ einen Riegel vorschieben, indem nun seit dem 01.08.2012 verbindlich gilt, dass online kein Vertrag zustande kommt, solange der Anbieter eine Ware bzw. Dienstleistungen sich nicht ganz genau an die neuen gesetzlichen Vorgaben hält. Dazu muss er u. a. seinen Kunden diverse Pflichtinformationen kurz vor verbindlichem Abschluss der Bestellung mitteilen und zudem eine exakte Beschriftung des Bestellbuttons wählen. Dadurch soll dem Kunden glasklar vor Augen geführt werden, wann er mit welchem Mauskl...

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Was hat es mit der Button-Lösung auf sich?

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Verbraucherschutz vs. Onlineshopgrauen - Die sog. „Button-Lösung“ geisterte schon lange vor ihrem Start zum 1. August 2012 durch die Medien und verursacht nach wie vor kontroverse Diskussionen.

Michael Rohrlich


Der eine oder andere kennt das vielleicht: Nur noch eben schnell die neueste Version des Gratis-Antivirus-Programms installieren, um den neuen Computer vor Schaden zu bewahren … aber wo konnte man sich das Tool nochmal herunterladen? Eine Suche mit Google & Co. hilft gewöhnlich weiter, bringt den Suchenden aber eventuell auch auf falsche oder sogar gefährliche Websites. Denn nicht Wenige landen bei solchen oder ähnlichen Szenarien auf Abzockeseiten und tappen in sog. Abofallen. Hierbei wird dem Nutzer suggeriert, er bekomme Informationen oder eben eine bestimmte Software kostenfrei und müsse „nur mal eben“ noch seine Daten eingeben. Wird dieser Aufforderung entsprochen, landet zumeist nicht nur die gewünschte Software auf dem PC, sondern wenig später auch eine Rechnung für ein (angeblich) eingegangenes Abo im Briefkasten. Juristisch betrachtet sind diese Fälle in aller Regel unproblematisch, mangels wirksamen Vertragsschlusses ist kein Zahlungsanspruch zugunsten des Website-Betreibers entstanden, und der Besucher muss nicht zahlen. Da sich dies jedoch trotz ständiger Medienpräsenz des Themas leider noch immer nicht bei allen herumgesprochen hat, laufen zahlreiche Abzocke-Sites nach wie vor wohl recht gut. Eingeschüchterte, naive oder einfach nur unwissende User zahlen in vielen Fällen lieber, als irgendwelchen Ärger zu riskieren. Grundsätzlich gilt: Forderungen einer Abofalle fußen nicht auf einem entsprechenden Anspruch und ihnen muss daher auch nicht nachgekommen werden. Auch Schreiben von Anwälten oder Inkassobüros können getrost ignoriert werden. Allerdings ist hierbei zwingend Voraussetzung, dass es sich tatsächlich um eine Abofalle und nicht vielleicht doch um einen korrekten Vertragsabschluss handelt. Das im Einzelfall zu differenzieren ist mitunter gar nicht so einfach und sollte im Zweifel durch einen Anwalt oder im Rahmen einer Verbraucherberatung beurteilt werden.

Ziel: Verbraucherschutz

Der Gesetzgeber wollte diesen Abofallen mit der sog. „Button-Lösung“ einen Riegel vorschieben, indem nun seit dem 01.08.2012 verbindlich gilt, dass online kein Vertrag zustande kommt, solange der Anbieter eine Ware bzw. Dienstleistungen sich nicht ganz genau an die neuen gesetzlichen Vorgaben hält. Dazu muss er u. a. seinen Kunden diverse Pflichtinformationen kurz vor verbindlichem Abschluss der Bestellung mitteilen und zudem eine exakte Beschriftung des Bestellbuttons wählen. Dadurch soll dem Kunden glasklar vor Augen geführt werden, wann er mit welchem Mauskl...

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