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Editorial

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Liebe Leserinnen und Leser,

diese Mal möchte ich Ihnen eine kleine Geschichte erzählen, die sich tatsächlich so vor nicht allzu langer Zeit zugetragen hat. Und zwar begab es sich, dass ich mit einigen bekannten Gesichtern aus der PHP-Szene bei einem Bier meine These zum Besten gab, dass der Core für die meisten Entwickler eigentlich gar keine Rolle mehr spielt. „Was juckt mich der Core?“ war der Wortlaut. Na, das gab ein Hallo.

Um ehrlich zu sein, bin ich der festen Überzeugung, dass ich damit vielen aus der Seele spreche. Im Projekt­alltag ist es doch so, dass wir an Systemen arbeiten, die ihr eigenes Gerüst vorgeben. Und wenn wir doch etwas Neues aufziehen, dann doch wohl eher mit einem Framework unserer Wahl – warum sollten wir mit jedem neuen Projekt das Rad neu erfinden wollen? Wirtschaftlichkeit geht anders.

Um ehrlich zu sein: ich habe die letzte Version schon gar nicht mehr getestet. Was war ich früher immer ganz schnell mit dabei, wenn es darum ging, jede Beta zu installieren und damit zu experimentieren. Bei PHP 5.5 war – für mich – irgendwie die Luft raus. Natürlich weiß ich selbst, dass ich bestimmt nicht unbedingt repräsentativ bin; ich verdiene mein Geld nicht mehr damit, Softwareprojekte zu realisieren, Kunden mit großen Vorstellungen und kleinem Budget in viel zu kurzer Zeit zu beliefern. Alles, was ich mache, ist an privaten Projekten zu schrauben. Einfach, weil es mir Spaß macht.

Dann aber begannen die Arbeiten an dieser Ausgabe, und ich las Tim Wagners Artikel über Event- und Thread-basierte Ansätze zur asynchronen Verarbeitung von Daten mit PHP. Bevor ich mich versah, hatte mich das Fieber wieder gepackt. Ich wollte wieder experimentieren, wollte richtiges #Neuland betreten. Und weil ich schon einmal dabei war, konnte ich ja auch gleich PHP 5.5 eine Chance geben. Besser spät als nie, oder?

Also habe ich mich mit all den Neuerungen beschäftigt, habe mit dem Bytecode-Cache experimentiert, list() getestet und mit den Passwort-Hashing-Funktionen herumgespielt. Schon schön, was Version 5.5 so zu bieten hat. Und schön performant ist es auch. Doch dann habe ich mich wieder meinen Projekten zugewandt – und dem Framework meiner Wahl.

Zwei Schlüsse kann ich für mich auf jeden Fall daraus ziehen. Zum einen: Alte Liebe rostet eben doch manchmal. Aber langsam. Und weil sie stark ist, bekommt man die hässlichen Rostflecken auch ziemlich leicht wieder wegpoliert. Mit den kleinen, oberflächlichen Kratzern, die zurückbleiben, kann man ganz gut leben. Z...

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