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Rendering von Karten mit lokal bereitgestellten Geodaten

Karten malen nach Zahlen


Zu Zeiten von Google Maps oder OpenStreetMap ist die Integration von Kartendarstellungen in Webanwendungen sehr einfach. Jedoch bringt der herkömmliche Weg über das Kartenmaterial der genannten Anbieter diverse Nachteile und Abhängigkeiten mit sich. Um diese zu umgehen, können Geodaten in einer lokalen Datenbank bereitgestellt und zum Rendern benutzerdefinierter Karten verwendet werden. Das Aussehen der eigenen Karten kann dabei sogar in Abhängigkeit zu Businessdaten gestaltet werden und für verschiedene Anwender unterschiedlich sein.

Möchte man Kartendarstellungen in eine Webanwendung einbinden, so hat man heutzutage einfache Möglichkeiten. Zum Beispiel benutzt man das Kartenmaterial von Google zusammen mit ihrem JavaScript-API oder das freie Kartenmaterial von OpenStreetMap (OSM), das von diversen JavaScript-APIs wie OpenLayers oder Leaflet angezeigt werden kann. Dabei ist das grundlegende Darstellen der Karte in Kacheln, den so genannten Tiles, denkbar einfach und mit nur wenigen Zeilen Code umzusetzen. Zudem werden beim Zoom oder der Verschiebung (Panning) der Karte die Tiles schnell nachgeladen, da sie bereits vorgerendert auf dem jeweiligen Server zur Verfügung stehen.

Dies offenbart allerdings auch die größte Schwachstelle dieser Variante: die Notwendigkeit einer bestehenden Internetverbindung. Diese macht es unmöglich, die Kartendarstellung in eine Webanwendung, die lediglich im lokalen Netzwerk ohne Internet genutzt werden soll, zu integrieren. Ein weiterer Nachteil ist das vorgegebene Material, das sich grafisch nicht mehr weiter bearbeiten lässt. Möchte man zum Beispiel Datenmengen mit geografischem Bezug grafisch aufbereitet auf einer Karte darstellen, so bliebe zur Abbildung weiterer Informationen lediglich die Einblendung von Overlays oder Vektorgrafiken mit JavaScript. Dies hätte allerdings eine Belastung der Views mit Businesslogik zur Folge. Weitere Nachteile sind mögliche Kosten im Falle der Verwendung von Google Maps sowie eventuelle Verstöße gegen den Datenschutz durch die Übermittlung personenbezogener Daten, etwa beim Setzen von Markern. Dieser Artikel beschreibt einen Weg, um allen diesen Nachteilen aus dem Weg zu gehen.

Bezug von OSM-Geodaten und ihre Struktur

Um eigene Karten zu rendern, benötigt man Geodaten. OSM bietet die eigens verwendeten Daten als so genanntes „Planet File“ im hauseigenen .osm-Format an. Braucht man nur die Informationen eines Kontinents oder einzelner Staaten, so gibt es diese ebenfalls zum Download, etwa ...

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