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Verfahrenskosten als große Unbekannte

Kosten-Nutzen-Rechnung


Anwaltliche Tätigkeit und auch gerichtliche Verfahren kosten Geld – wie viel, das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die wichtigsten sollte man als Unternehmer bzw. Selbstständiger kennen.

Ein Streit mit anderen Personen kostet in aller Regel Zeit und Nerven – bisweilen aber auch Geld. Das gilt jedenfalls dann, wenn sich die Auseinandersetzung nicht auf den rein privaten Bereich beschränkt, sondern sich im geschäftlichen Umfeld abspielt. Werden Rechtsanwälte oder gar ein Gericht eingeschaltet, werden automatisch Kosten ausgelöst. Die Anwalts- und die Gerichtskosten eines Rechtsstreits werden unter dem Begriff Verfahrenskosten zusammengefasst. Und genau diese Verfahrenskosten sollte man möglichst frühzeitig „auf der Rechnung“ haben und auch im Blick behalten, um in der Folge eventuell unwirtschaftliche Entscheidungen vermeiden zu können.

Im Falle eines gerichtlichen Verfahrens muss unterschieden werden, ob es sich um einen Zivilprozess oder um ein Strafverfahren handelt. Im Zivilrecht geht es regelmäßig darum, dass eine Person (der Kläger) von einer anderen Person (der Beklagte) etwas verlangt. Im Falle eines „missglückten“ Kaufvertrags geht es oftmals um den Kaufpreis, der zurückverlangt wird. Hier stehen sich also zwei Personen bzw. Unternehmen gegenüber, der Staat ist „nur“ in Form des objektiven, neutralen und unabhängigen Gerichts beteiligt. Ein etwaiges Urteil besitzt dann grundsätzlich auch nur im Verhältnis der an diesem Prozess Beteiligten Gültigkeit. In einem Strafverfahren geht es um die Ahndung strafbewehrten Verhaltens einer Person (Angeklagter) durch den Staat. Hierbei ist auf dessen Seite nicht nur das Gericht, sondern auch die Staatsanwaltschaft als zuständige Strafverfolgungsbehörde beteiligt. Diese ist sozusagen die „objektivste Behörde der Welt“, da sie prinzipiell in alle Richtungen ermittelt, also z. B. nicht nur belastende Fakten, sondern auch solche Tatsachen sammeln muss, die den Angeklagten entlasten. Auch ein hierbei gefälltes Urteil geht „nur“ zu Lasten des jeweiligen Angeklagten und kann nicht per se auch auf andere Personen übertragen werden. Im Zivil- und im Strafrecht gelten unterschiedliche Kostenregelungen, sodass man nicht pauschal bestimmen kann, dass ein Gerichtsverfahren so und so viel kosten wird. Im Rahmen dieses Beitrags werden wir uns auf das Zivilverfahren konzentrieren, in diesem Bereich richten sich die Kosten nach dem Gegenstandswert (in Gerichtsverfahren auch als Streitwert bezeichnet).

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