© saicle/Shutterstock.com
PHP Magazin
Teil 1: Webdesign ist Schmuck

UX-Missverständnisse

TL;DR: Design ist kein schmückendes Beiwerk, sondern - richtig eingesetzt - ein wichtiger Baustein, um die User Experience einer Webseite zu steigern!

Jan Weddehage


Nach wie vor ist die Popularität von Webseiten ungebrochen. Jedes Unternehmen, das etwas auf sich hält, besitzt eine eigene. In der Regel wird hierfür viel Geld in die Hand genommen, damit die eigene Internetpräsenz professionellen Ansprüchen genügt und visuell überzeugen kann. Manch einer geht sogar soweit, sich ein eigenes Inhouse-Team allein für die Pflege des Webauftritts anzustellen.

Betrieben wird der ganze Aufwand, da gemeinhin angenommen wird, dass der Erstkontakt von Usern mit einem Unternehmen per Seitenaufruf erfolgt. Ein kompetenter Internetauftritt scheint daher eine gute Investition zu sein, um mehr User auf sich aufmerksam zu machen und möglicherweise langfristig als Kunden zu gewinnen.

UX-Missverständnis  #1 Das Wichtigste ist die Homepage

Allerdings hat sich das Userverhalten in den letzten Jahren enorm verändert [1]. Die Zukunft des Surfens gehört nicht länger den Desktops, sondern mobilen Geräten [2]. Der Trend geht mittlerweile soweit, dass sich die User kaum noch für Webseiten interessieren – auf mobilen Endgeräten ist es umständlich, Seiten per Browser aufzurufen.

Das mobile Surfen wird daher durch den Einsatz von Apps verdrängt. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie die gerätespezifischen Funktionen und Eingabemöglichkeiten von mobilen Endgeräten besser ausnutzen als Mobile-friendly-Webseiten. Das veränderte Surfverhalten schlägt sich auch auf das Suchverhalten nieder. Ergebnisse von Suchanfragen sind nicht mehr länger an starre User Interfaces von Webseiten gebunden, sondern können via APIs [3] geräteübergreifend geteilt und ausgetauscht werden.

UX-Missverständnis #2 Das Design soll eine Homepage gut aussehen lassen

Es wäre allerdings verkehrt anzunehmen, dass Webseiten deshalb von jetzt auf gleich überhaupt keine Rolle mehr spielen würden. Die Entwicklungen haben sich jedoch nachdrücklich auf das Selbstverständnis des Webdesigns ausgewirkt [4]. Die Annahme, dass Design bloßes Zierwerk sei, war schon vor der „mobilen Revolution“ so falsch wie weitverbreitet. Durch die massenhafte Verbreitung mobiler Endgeräte hat sich dieses Credo nun vollständig gewandelt.

Im Design geht es in erster Linie darum, wie etwas funktioniert. Im Gegensatz zur Kunst ist ein gutes Design nicht allein visuell ansprechend, sondern auch funktional praktikabel, um auf effiziente Weise Probleme zu lösen. Gute Webdesigns zeichnen sich dadurch aus, zu verstehen, wie der Benutzer seine Umwelt sieht, sie sich denkt und sich ihr gegenüber verhält. Bei der Gestaltung stehe...

PHP Magazin
Teil 1: Webdesign ist Schmuck

UX-Missverständnisse

TL;DR: Design ist kein schmückendes Beiwerk, sondern - richtig eingesetzt - ein wichtiger Baustein, um die User Experience einer Webseite zu steigern!

Jan Weddehage


Nach wie vor ist die Popularität von Webseiten ungebrochen. Jedes Unternehmen, das etwas auf sich hält, besitzt eine eigene. In der Regel wird hierfür viel Geld in die Hand genommen, damit die eigene Internetpräsenz professionellen Ansprüchen genügt und visuell überzeugen kann. Manch einer geht sogar soweit, sich ein eigenes Inhouse-Team allein für die Pflege des Webauftritts anzustellen.

Betrieben wird der ganze Aufwand, da gemeinhin angenommen wird, dass der Erstkontakt von Usern mit einem Unternehmen per Seitenaufruf erfolgt. Ein kompetenter Internetauftritt scheint daher eine gute Investition zu sein, um mehr User auf sich aufmerksam zu machen und möglicherweise langfristig als Kunden zu gewinnen.

UX-Missverständnis  #1 Das Wichtigste ist die Homepage

Allerdings hat sich das Userverhalten in den letzten Jahren enorm verändert [1]. Die Zukunft des Surfens gehört nicht länger den Desktops, sondern mobilen Geräten [2]. Der Trend geht mittlerweile soweit, dass sich die User kaum noch für Webseiten interessieren – auf mobilen Endgeräten ist es umständlich, Seiten per Browser aufzurufen.

Das mobile Surfen wird daher durch den Einsatz von Apps verdrängt. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie die gerätespezifischen Funktionen und Eingabemöglichkeiten von mobilen Endgeräten besser ausnutzen als Mobile-friendly-Webseiten. Das veränderte Surfverhalten schlägt sich auch auf das Suchverhalten nieder. Ergebnisse von Suchanfragen sind nicht mehr länger an starre User Interfaces von Webseiten gebunden, sondern können via APIs [3] geräteübergreifend geteilt und ausgetauscht werden.

UX-Missverständnis #2 Das Design soll eine Homepage gut aussehen lassen

Es wäre allerdings verkehrt anzunehmen, dass Webseiten deshalb von jetzt auf gleich überhaupt keine Rolle mehr spielen würden. Die Entwicklungen haben sich jedoch nachdrücklich auf das Selbstverständnis des Webdesigns ausgewirkt [4]. Die Annahme, dass Design bloßes Zierwerk sei, war schon vor der „mobilen Revolution“ so falsch wie weitverbreitet. Durch die massenhafte Verbreitung mobiler Endgeräte hat sich dieses Credo nun vollständig gewandelt.

Im Design geht es in erster Linie darum, wie etwas funktioniert. Im Gegensatz zur Kunst ist ein gutes Design nicht allein visuell ansprechend, sondern auch funktional praktikabel, um auf effiziente Weise Probleme zu lösen. Gute Webdesigns zeichnen sich dadurch aus, zu verstehen, wie der Benutzer seine Umwelt sieht, sie sich denkt und sich ihr gegenüber verhält. Bei der Gestaltung stehe...

Neugierig geworden?


    
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang