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Lesetipp

Lesetipp: Grundkurs Typografie und Layout


Typografisch sauber aufgebaute Werbeanzeigen kommen mitunter ganz ohne Grafiken aus. Leider ist das Erlernen der Wissenschaft des Schriftsatzes normalerweise ein schwieriges und langwieriges Unterfangen.

Claudia Korthaus beginnt ihr Werk mit einer Betrachtung der Geschichte der Typografie als Ganzes. Im Rahmen eines Schnelldurchlaufs von einigen Tausend Jahren lernt der präsumtive Schriftsetzer neben diversen wertvollen Begriffen auch die eine oder andere Entstehungsgeschichte, die beim Verständnis der Rolle verschiedener typografischer Elemente hilfreich ist.

Nach rund siebzig Seiten historischen Informationen beginnt das erste wirkliche Kapitel, das sich mit der Rolle der Einzelzeichen befasst. Es mag für Informatiker seltsam klingen – in der Typografie ist es auch schon an dieser Stelle möglich, diverse mehr oder weniger gravierende Fehler zu machen. Grundkurs Typografie und Layout beschränkt sich übrigens nicht auf die Theorie, sondern zeigt auch Methoden zur Anwendung anhand von InDesign.

Kapitel drei geht eine Ebene höher: Über dem Zeichen steht das Wort, das wiederum in eine oder mehrere Zeilen eingefasst ist. Auch hier gibt es eine Vielzahl von Honigtöpfen, bei deren Umschiffung die Autorin mit Rat und Tat behilflich ist.

Erfahrene Drucker und Druckmanager können normalerweise ein Liedchen von den mehr oder weniger abnormalen Schriftartwünschen ihrer Kunden erzählen. Kapitel Nummer vier befasst sich mit der Psychologie des Aussehens von Fonts: Wer ein Kaufangebot in einem rosa Schnörkelfont verfasst, muss sich nicht darüber wundern, wenn der Verkäufer nach einer Bankgarantie begehrt.

Ein weiteres klassisches Gotcha ist das Vollstopfen des zur Verfügung stehenden Raums. Im fünften Kapitel geht es darum, wie man mit Satzspiegel und Gestaltungsraster gegen Unförmigkeit und unsaubere Layouts vorgeht. Der darauffolgende Teil des Werks betrachtet die zu erledigenden Layoutaufgaben sodann holistisch: Mit universitären LaTeX-Vorlagen erstellte Dokumente lassen sich häufig an der – pardon – grenzdebilen Ausrichtung der Bilder erkennen. Werbedesigner freuen sich an dieser Stelle über eine Checkliste zur Verbesserung von Creatives, die sicher auch dem einen oder anderen App-Entwickler (Stichwort MAO) hilfreich sein können.

Zu guter Letzt geht das siebte Kapitel auf Grundlagen der Typografie im Internet ein. Das Werk beschränkt sich an dieser Stelle auf Allgemeinheiten und Konzepte – wer Informationen zur Nutzung einer bestimmten Renderingbibliothek sucht, dü...

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