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Im Porträt: Rachel Uwara und Margarethe R. R. Steffens

Frauen in der Tech-Branche


Frauen sind in der IT weiterhin die Ausnahme. Nur 15 Prozent Frauen arbeiten in IT-Berufen. Der Anteil weiblicher CIOs und CTOs in Deutschland ist noch geringer. Dass es auch anders geht, soll unsere Artikelserie „Women in Tech“ beweisen. Darin stellen wir ebenso spannende wie inspirierende Frauen vor, die erfolgreich in der IT-Branche Fuß gefasst haben. Dieses Mal mit Rachel Uwara und Margarethe R. R. Steffens.

An dieser Stelle im Heft wollen wir spannenden und inspirierenden Frauen die Möglichkeit geben, sich vorzustellen und zu erzählen, wie und weshalb sie den Weg in die Tech-Branche gewählt haben. Aber auch Themen wie Geschlechtervorurteile, Herausforderungen oder Förderungsmöglichkeiten kommen zur Sprache.

Unsere erste Woman in Tech: Rachel Uwara

Zunächst erzählt uns Rachel Uwa, Gründerin der School of Machines, Making & Make-Believe, ihre Geschichte. In den letzten fünfzehn Jahren hat sie verschiedene Communities für soziale Gerechtigkeit und Tech-Themen gegründet und in ihnen gelebt. Ihr Ziel ist es, diese beiden Bereiche zusammenzubringen und so die Welt ein bisschen mehr inklusiv, divers und fröhlicher zu gestalten. Zudem hat Rachel Erfahrung auf den Gebieten Tontechnik und VFX-Compositing.

Rachels Interesse an Tech wurde durch Musik geweckt: Das war an der Uni, als ich meinen Studienschwerpunkt auf die Musikproduktion gelegt habe. Tontechnik war der logische nächste Schritt für mich. Ich habe dann außerdem gelernt, wie man das Equipment repariert und zusammenbaut, weil ich meine Werkzeuge wirklich verstehen wollte, statt Angst vor ihnen zu haben.

Ich habe dann in der Tontechnik und in der Gestaltung visueller Effekte gearbeitet. Und ich habe in einem alternativen Wohnprojekt in Chicago gelebt, das auf soziale Gerechtigkeit ausgerichtet ist. Dort habe ich mit achtzehn Personen zusammen gewohnt. Mehr noch als durch meine Berufswahl wurde mein Lebensweg durch die Zeit in dieser Gemeinschaft beeinflusst.

Diese Zeit in einem alternativen Wohnprojekt hat Rachel im weiteren Verlauf auch bei ihrer Entscheidung für die Selbstständigkeit beeinflusst: Als ich 2003 zum ersten Mal durch Europa gereist bin, begann das Bombardement des Irak durch die US-Regierung. Es war spannend, die Proteste von außen zu sehen. Als ich zurückkam, musste ich mit Bedauern feststellen, dass die Menschen, für die ich gearbeitet habe, auf der falschen Seite der Weltpolitik standen. Also habe ich gekündigt.

Der Schritt von einer sicheren Karriere in der Tonbranche, von der ich a...

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